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ENTER THE VOID

ENTER THE VOID

Regie Gaspar Noé
Kinostart 26.08.2010
Genre Drama

Kritiken • ENTER THE VOID

07. Juli 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Felix von Boehm ist des Lobes voll. "Durch seine experimentelle Ästhetik, die stellenweise in eine nahezu expressionistisch abstrakte Richtung weist, und durch die spürbaren Bässe des rauschhaften Nachtlebens von Tokyo kann Gaspard Noés neuer Film durchaus als filmischer Markstein verstanden werden. Er ist eine ästhetische und inhaltliche Gradwanderung, in der sowohl das Bild als auch die Figuren an ihre Grenzen Getrieben werden. Das Ergebnis ist wunderbar anstrengend."

26. August 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • Berliner Zeitung

Gaspar Noé ist mit einem gewissen Stolz der Provokateur des französischen Kinos, schreibt Bert Rebhandl. "Nun hat er sein Herzensprojekt verwirklicht: Das tibetanische Totenbuch trifft auf die entfesselte Kamera. In irgendeinem anderen Universum ist
ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) vielleicht ein Meisterwerk. In unserer Wirklichkeit ist dies ein schwer erträglicher Trip: nicht so sehr an die Grenzen der Erfahrung, sondern in die ältesten Klischees der Dekadenz."

26. August 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • joergbuttgereit.com

"Derartig kompromisslose und visionäre filmische Experimente sind heute eine absolute Seltenheit in der von minimalem Konsens geprägten Filmindustrie. Lediglich David Lynch wagte sich jüngst mit seinem psychologisch entrückten INLAND EMPIRE (INLAND EMPIRE Trailer) filmästhetisch in ähnlich unsichere Gefilde. Mit ausladenden 154 Minuten Laufzeit und der schwerelosen Point-of-view-Kamera ist Noe`s aufgeblasener Experimentalfilm schon formal eine Herausforderung an den Zuschauer. Die Zwanghaftigkeit des Filmemachers, jedes Gefühl verbildlichen zu müssen, führt bisweilen dazu, dass sein surreales Gefühlskino überdeutlich erklärend, und damit schon wieder banal wirkt. That's life."

25. August 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Extremfilmer Gaspar Noé und seine umwerfende Jenseits-Vision ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) geht laut Jan Schulz-Ojala in eine Richtung, mit der der Zuschauer nicht rechnet. "Das ist mal beängstigend, mal irritierend und, aufs Ganze gesehen, eine umwerfende Vision. Wie die Kamera, Gottes vagabundierendes Auge, über die Stadt taumelt. Wie sie in Interieurs verharrt, die Linse zum Fischauge weitet und sich ins nächste Stroboskopgewitter stürzt. Wie hier jemand vor keiner Assoziation, keinem Traumbild haltmacht, aus purer Lust an jenen Reisen, wie sie nur die Droge Kino eröffnet: Das ist vor allem was für Leute, die die Unvernunft lieben."

23. August 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • negativ-film.de

Ciprian David schreibt sein Fazit: "ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) serviert dem Zuschauer jeden Augenblick Kitsch, aber ständig im Bewusstsein, dass dieser Kitsch, diese durch Film oder durch Drogen verformte und zur Idylle verwandelte Realität der einzige Zufluchtsort ist, in einer Welt wo "Le temps détruit tout", wie seine früheren Filme zeigen."

20. August 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • film-dienst

Dass Gaspar Noé es nicht lassen mag, auch die vorangehende Zeugung explizit zu zeigen, spricht laut Ulrich Kriest "für den alten Provokateur, der nach seinem formal wie inhaltlich radikalen IRREVERSIBEL wohl erneut zeigen wollte, wie eine psychedelische Kinoerfahrung, die nicht nur dekorativ ist, sondern auch die Redundanzen des Rausches nicht ausspart, aufs Heftigste polarisieren kann. Ob man ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer), der seinen Titel in jeder Hinsicht einlöst, für innovativ oder überspannt hält, hängt nicht zu letzt stark vom individuellen Zeitmanagement des Zuschauers ab."

27. Juni 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • manifest.de

Björn Lahrmann ist enttäuscht. "Es fällt irrsinnig leicht, sich von Noés hypnagogischem Lichtspiel überwältigen zu lassen, sich trunken vom optischen Besäufnis in blumige Umschreibungen zu flüchten, s.o., schuldig im Sinne der Anklage. In seinen kühnsten Momenten weckt ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) Erinnerungen ans strukturalistische Kino, an Michael Snow oder Stan Brakhage. Dummerweise will der Film aber mehr sein als schnöder Oberflächenreiz, und da wird es knifflig. Gaspar Noé hat, als Erzähler, immer mindestens die conditio humana auf dem Herzen, um die es naturgemäß schlecht bestellt ist. Zu Illustrationszwecken sind seine Figuren nicht nett, ihre Geschichten nicht interessant, ihr Schicksal deprimierend stereotyp."

27. Juni 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • F.LM

Jochen Werner sah mit ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) einen Film, "der seinem Publikum – wenngleich auf ganz andere Weise – nicht weniger zumutet als Irréversible: Der rabiaten, in den Kinositz pressenden Urgewalt setzt er hier einen seltsam sanften, auch esoterischen, mitunter prätentiösen und in seinen Redundanzen auch betont nervigen Gestus gegenüber, der aus diesem sicherlich essenziellen Beitrag zum Kinojahr 2010 eine nicht eben einfache, aber ungemein bereichernde Kinoerfahrung macht."

01. Juni 2010 | ENTER THE VOID • Kritik • Enter the Void

Überblick zum Film auf moviepilot.de

23. Mai 2009 | ENTER THE VOID • Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland sah einen hochinteressant gescheiterten Film. "Der Film nämlich ist vor allem einmal eine Leerstelle, allerdings eine, die zweieinhalb Stunden dauert, von denen fast jede Sekunde einzeln fühlbar wird. Das ist als Kompliment gemeint ... Die Bilder, die Gaspar Noé für all das kreiert, sind nahe am Experimentalkino: Immer wieder mal schwurbelt die Kamera im Trance in ein Loch hinein, um aus einem anderen herauszukommen, einmal ist die Leinwand minutenlang weiß, sie blitz wie in einem "Flicker-Film"."

23. Mai 2009 | ENTER THE VOID • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist begeistert. "Tokioter "Lost in Fornication", voyeuristische Inzestfantasie, cineastischer Overkill: ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) ist alles das. Und zugleich die radikale Fantasie eines sterbenden Auges, das, so privilegiert wie ausgesperrt, auf eine Welt aus einander bloß nützlichen Körpern schaut. Für den Blick der fliegenden Kamera sind alle menschlichen Räume frei verfügbar und selbst im Zoom immer restnachtlichtklar – und irgendwann bleibt, jenseits aller Dialogschwächen und schockreduzierender Schockwiederholungen, nur dies: ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) ist eine irre Kinoerfahrung."

23. Mai 2009 | ENTER THE VOID • Kritik • outnow.ch

ENTER THE VOID (ENTER THE VOID Trailer) ist ein Monstrum von einem Film, ein fast zweistündiger psychodelischer Alptraum. Er ist gleichermassen faszinierend wie ermüdend, aber auf jeden Fall innovativ. Es ist ein unendlich lang scheinender, kontroverser Film, der den Zuschauer psychisch, aber auch physisch geradezu fertig macht. Angenehm oder gar vergnüglich zu schauen ist er wahrlich nicht, aber gleichwohl lässt er nicht so schell los. Und wenn es tatsächlich zutrifft, dass der Geist nach dem Tod eine solche Irrfahrt hinlegt, wie es derjenige von Oscar tut, dann wünscht man sich, niemals zu sterben."

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