Inhalt • DAS WEISSE BAND
Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?
Fotografiert in klinischem Schwarzweiß, gibt sich Michael Hanekes neues Lehrstück in seiner Lesart laut Daniel Kothenschulte "früh zu erkennen: Zwei Jahrzehnte später wären diese bösen Kinder erwachsene Nazis. Doch die Reduzierung der Figuren auf wenige, exemplarische Eigenschaften führt zu einer unglücklichen Holzschnitthaftigkeit. ... Vor allem aber lassen die gleichwohl faszinierenden zweieinhalb Stunden den Zuschauer diesmal ohne Geheimnis zurück. Ein Eindruck, den das überscharfe technisierte Schwarzweiß - zumindest in der digitalen Projektion beim Festival - noch schmerzlich verstärkt."