Inhalt • DAS WEISSE BAND
Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?
Kritik • DAS WEISSE BAND • 12. Oktober 2009 • Der Tagesspiegel
Christina Tilmann sah ein Meisterwerk über Autorität und Charakterdeformation. "Das sind Bilder, wie man sie aus der Kunst kennt, aus den aufgeräumten Stuben, den leeren Landschaften der Niederländer, den kargen Interieurs eines Edvard Munch, aber auch aus den existenzialistischen Filmen eines Ingmar Bergman. Und wie Kunstwerke sind auch die einzelnen Einstellungen gebaut, mit Blicken durch Türen, durch Fenster, die als Rahmen stehen bleiben, ein ewiges Spiel mit Drinnen und Draußen, mit Begrenzung und Ausblick, jedes Bild eine Bühne, und gespielt wird das große Stück von Leben und Tod."