Inhalt • DAS WEISSE BAND
Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?
Kritik • DAS WEISSE BAND • 15. Oktober 2009 • Der Freitag
Matthias Dell stellt Folgendes fest: "Man kann Michael Hanekes Film vorwerfen, dass er am Ende zu vage bleibt, übersieht dann aber, dass Das weiße Band zuerst nicht mehr ist als das Sittenbild einer sterbenden Epoche – die Kirche bleibt in den letzten Bildern tatsächlich im Dorf, aus dem der Erzähler sich entfernt –, in dem Funktion und Ästhetik von Gewalt dargestellt werden. Und das nicht mehr Bedeutung gewinnt, indem es sich erklärt: Anregender als die Überlegung, dass diese Kinder mit diesen Erfahrungen erwachsen waren, als der deutsche Faschismus begann, ist die Frage, wo Schuld anfängt."