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EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO

EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO

Regie Isabel Coixet
Kinostart 05.08.2010
Genre Drama, Liebesgeschichte

Kritiken • EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO

30. Juni 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Isabel Coixet will leider vor allem erzählen, kritisiert Till Kadritzke. ". Das japanische Setting ist für sie nicht lebendige Kultur, sondern totes Material, aus dem sie einen sehr westlichen und selbstverliebten Film geformt hat. Begeistert spricht die Regisseurin in einem Interview von ihrer Faszination für Japan und dem Privileg, überall auf der Welt Filme drehen zu können. Sie sei sehr glücklich darüber, ihre Ideen unabhängig von Sprache und Hintergrund umzusetzen. EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO (EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO Trailer) ist der beste Beweis dafür, dass auch der Umgang mit einer solchen Freiheit gelernt sein will."

05. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl hätte mehr erwartet. "Die Geschichte des Films wirkt zunehmend wie ein fadenscheiniger Anlass dafür, all diese Impressionen zu sammeln. Tatsächlich kann von einem genuinen Interesse daran auch bald keine Rede mehr sein. Isabel Coixet führt im Abspann denn auch penibel alle Drehorte auf, als wäre es darum gegangen, sie in einem Reiseführer abzuhaken. Die Figuren, zuvorderst die der Ryu, sind zu den Geheimnissen verurteilt, mit denen die Filmemacherin sie umgeben hat wie Marionetten mit Fäden."

05. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker "muss doch blind sein, nicht zu sehen, wie schön, wie fragil das alles hier fotografiert ist. Nicht Häuser, sondern die Lücken zwischen Häusern. Nicht Menschen, sondern die Lücken zwischen Menschen. Man muss taub sein, nicht zu hören, wie diese Stadt klingt. Und schließlich: Man muss stumpf sein, nicht zu sehen, dass die virtuose Suppenschlürferin gemeinsam mit einem spanischen Weinhändler – Rinko Kikuchi mit Sergi López – eine Kinoekstase vom Zaun bricht, die keine Vergleiche scheuen muss. Wäre da nur nicht diese Frage: Warum machen die das?"

05. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • Neues Deutschland

Laut Marion Pietrzok raunt es "melancholisch, bittersüß sehnsüchtig, irgendwie märchenhaft, Tragödie im Unterton, während sich ein raffiniertes Mosaik zusammensetzt. Die Arten der Liebe sind seine Grundfarben: die des Vaters zur (selbstmörderischen) Tochter; die heimliche, unausgesprochene des Möchtegern-Liebhabers; die platonische; die verlorene, an Fremdheit der Kulturen zerbrochene; die mechanische körperlicher Ersatzbefriedigung; die überraschend aufkeimende, aber nie zu lebende Liebe."

03. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • film-dienst

Esther Buss schreibt: Die Regisseurin "interessiert sich dann doch vorwiegend für die sexuelle Leidenschaft zwischen David und Ryu – ein Thema, dem sie sich schon in ELEGY (ELEGY Trailer) ausgiebig gewidmet hat. Das erotische Liebesspiel auf unbequemen Métro-Sitzen und an Haltestangen ist sicherlich nicht frei von "amour fou"-Klischees, doch kommt darin eine Verletzlichkeit zum Ausdruck, die in manchen Momenten etwas berührend Hoffnungsloses hat. David kompensiert seine Trauer um die verstorbene Geliebte mit gierigem Sex, und Ryu scheint für kurze Zeit aus ihrer Somnabulität zu erwachen. Ein Kamikaze-Liebespaar auf der Suche nach Erlösung."

03. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • outnow.ch

"EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO (EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO Trailer) ist ein Film über Einsamkeit, Schmerz, Liebe und Abschied. Gleichzeitig ist er auch ein Porträt der Stadt Tokio. Allerdings vermittelt er ein etwas spleeniges Bild von dessen Bewohnern - ob das Absicht ist? Denn es ist doch ein ziemlich gesuchter Plot, dem die Handlung zu Grunde liegt ... So bleibt unter dem Strich ein dank des Soundtracks knapp genügender, jedoch durchschnittlicher und konstruierter Liebesfilm, der zu wenig aussergewöhnliche Momente bietet, um langfristig in Erinnerung haften zu bleiben."

01. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • schnitt.de

Cornelis Hähnel schaut auf den Kameramann Jean-Claude Larrieu. "Sein visuelles Konzept schafft es, die Hektik der Stadt zu entzerren, sie trotz aller Sonderbarkeiten nicht zu einem Kuriositätenkabinett verkommen zu lassen und besitzt den Mut, sich in Details zu verlieren. Die Bildebene dient damit zugleich der Charakterisierung der Protagonisten und schafft es, deren Einsamkeit adäquat zu verdeutlichen, ohne sie der Trostlosigkeit anheimzugeben."

01. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • schnitt.de

Daniel Bickermann lobt die Hauptdarstellerin. "Rinko Kikuchi überzeugt restlos als außen kalte, innerlich aber schreiende Femme Fatale, und auch Takeo Nakahara als gnadenlos reservierter Geschäftsmann am Rande des Nervenzusammenbruchs ist eine echte Entdeckung. Beide können so abrupt von totaler Kontrolle in totalen Kontrollverlust umkippen, wie es seit jeher nur japanische Meisterschauspieler beherrschen."

01. August 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • schnitt.de

Die Gefühlswelt dieses Dramas ist laut Mary Keiser "schonungslos real, ganz im Gegensatz zur Handlung. Niemand erfährt, wie Ryu zur Killerin geworden ist oder warum sie bereit ist, pausenlos abgehört zu werden, was die Story an sich nicht gerade plausibel macht. Real wird es zum einen durch die genaue Beobachtung zwischenmenschlicher Beziehungen und zum anderen durch starke Sinneseindrücke – nackte Körper, weiche Brüste, glitschiger Fisch, das Schlürfen der Suppe. Sehr kunstvoll, aber nichts für Eskapisten."

27. Juli 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • br-online

Thilo Wydra sah eine nicht immer stimmige Abhandlung über Verlust; alle Filme der Regisseurin behandelt in ihrem Kern das Vergehen des Lebens. "Alle sind sie von einer tiefen Traurigkeit, von einer romantischen Melancholie durchzogen. Auch Isabel Coixets jüngster Film EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO (EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO Trailer) ist eine Abhandlung über alles Vergängliche, über den harten Einschnitt auch, den der Verlust eines anderen Menschen darstellt. Das Abschiednehmen, das Sterben, der Tod sind die zentralen Leitmotive, die sich wie ein roter Faden durch das Werk der spanischen Regisseurin ziehen. So auch hier."

01. Juli 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • negativ-film.de

Hier werden ein bisschen zu viel Japan-Klischees benutzt, schreibt Sascha Eggers. Wobei er "der spanischen Regisseurin zugute halten muss, dass sie direkt in die erste Szene einen Japaner eingebaut hat, der sich über solche, teils unwahre, Klischees echauffiert. Alles in allem funktioniert EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO (EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO Trailer) ausgezeichnet als melancholisches Stimmungsbild, aber auf der inhaltlichen und dramaturgischen Ebene hätte man noch etwas verbessern können, was durch den Plot auch drin gewesen wäre."

02. Juni 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • programmkino.de

Luitgard Koch lobt die Kamera. "Die Kamera führt, exzellent wie in allen ihren Filmen der Franzose Jean-Claude Larrieu. In scheinbarer Flüchtigkeit sammelt seine Kamera Fragmente von Augenblicken. Ihr Blick auf den sich verselbständigen Moloch Tokio ist phasenweise unruhig, findet keinen Halt in den Geometrien der urbanen Ordnung. In einem Moment wackelt die für kurze Sequenzen eingesetzte Handkamera, um im nächsten die Begegnung zwischen Mann und Frau als Moment absoluter Stille wahrzunehmen."

01. Juni 2010 | EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO • Kritik • Eine Karte der Klänge von Tokio

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