OBEN

film-zeit Film: OBEN
Regie Bob Peterson
Peter Docter
Kinostart 17.09.2009
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Inhalt • OBEN

Die Geschichte um einen muffligen Alten, der sich nach dem Tod seiner Frau seinen Traum erfüllt, die Paradise Falls in Südamerika zu besuchen. Er steigt mit seinem eigenen Haus per Luftballons in die Luft. An Bord befindet sich ein blinder Passagier, ein dicklicher Pfadfinder. Beide machen sich auf zu einer großen Entdeckungsreise.

Kritiken • OBEN

28. Juni 2009 | Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Mit guten Einfällen gehen Pixar-Filme in der Regel fast verschwenderisch um, bilanziert Maurice Lahde. "Auch Oben (film-zeit Trailer: Oben) sprüht vor Ideen, von denen einige allein schon einen ganzen Film tragen könnten: zum Beispiel eine Hundearmee mit elektronischen Halsbändern, mit deren Hilfe die Gedanken der Tiere übersetzt werden. Sie sind in Paradise Falls auf der Jagd nach einem bunten Riesenvogel, dessen Fund den Ruf des als Scharlatan geschmähten Charles Muntz wiederherstellen soll. Als Carl sein einstiges Jugendidol und dessen fantastisches Luftschiff dort wiederfindet, stellt der sich als skrupelloser Egomane heraus, der aus Gier nach Ruhm über Leichen geht."

17. September 2009 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Atemberaubend animiert ist OBEN (film-zeit Trailer: OBEN). "Fünf Jahre soll der Regisseur Pete Docter an diesem Film gearbeitet haben. Der Reichtum an Phantasie, der neben der perfekten Ausführung in die Gestaltung geflossen ist, ist enorm. Und mit den Figuren, die winzig sind, in 3D durch ein Gewitter zu fliegen, mit einem Paradiesvogel durch den Dschungel zu tapsen und einfach nur für die Dauer des Films mit den Blicken in einem Raum unterwegs zu sein, in den man meint, hineintreten zu können, das ist schon sehr hübsch."

17. September 2009 | Kritik • die Tageszeitung

Hier konnte Dirk Knipphals sehen, "welche neuen erzählerischen Möglichkeiten sich aus der Dreidimensionalität ergeben. In der Depressionszeit wird alles flach; je größer das Abenteuer wird, desto mehr Tiefe gewinnen die Bilder. Und Carls mürrische Alter-Knacker-Miene wäre ohne 3D sicher nicht so eindrucksvoll."

17. September 2009 | Kritik • Der Tagesspiegel

Der Animationsfilm ist nicht nur anrührend, sondern auch verspielt, verrückt und obendrein noch lebensklug, lobt Sebastian Handke. Manches "wird an Kinderaugen vorbeigehen, anderes werden sie nicht verstehen. Bei Pixar aber weiß man: Wenn die Kleinen sich wundern und hinterher fragen können, macht es das Kinoerlebnis umso reicher. Selbstverständlich gibt es auch in OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) mehr als genug, woran sich Kinder erfreuen können. Hunde zum Beispiel. Sie tragen einen Apparat um den Hals, der ihre Gedanken in Menschensprache übersetzt. Anfangs hat die Sprechgarnitur des Dobermanns "Alpha" einen Schaden, seine Stimme klingt piepsig. Ein dankbarer Gag. Aber kann es sein, dass Pixar sich hier über die Konkurrenz lustig macht?"

17. September 2009 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Hier ist alles möglich, schreibt Daniel Kothenschulte. "Das Phantastische aber auch das hinreißend Banale. Auf den Stufen des Hauses hat sich ein Pfadfinderjunge versteckt, und der Alte hat ihn nun am Hals. Mit dem ungleichen Paar erlebt der Zuschauer ein Road-Movie über den Wolken, doch ein Märchen wird nie daraus. Dafür eine kluge Parabel über den wahren Wert der viel geschmähten Lebenslügen, die uns tatsächlich wie an Luftballons durch dieses kalte Leben tragen. Technisch hat die Schwerelosigkeit von OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) mit der neuen 3D-Technik zu tun. Allerdings nutzen die Künstler die Dreidimensionaltät so subtil, dass man vergisst, in einem 3D-Film zu sitzen."

17. September 2009 | Kritik • Berliner Morgenpost

Peter Zander entdeckt die "eindeutige Botschaft des Films: Lebe deinen Traum! Es ist nie zu spät, um ihn zu verwirklichen. ... Der Animationsfilm entdeckt damit die Generation 60 plus, die entgegen gängigen Erwartungen auch ins Kino drängt. Und wohl nur Pixar spricht dabei sowohl sehr Junge als auch sehr Alte an. Wer hier nicht gerührt wird, der hat kein Herz. Pixar ist wohl auch das einzige Studio, dass nun erstmals die 3-D-Technik anwendet, aber dabei nicht die Geschichte vordergründigen Effekten unterwirft, sondern die Technik ganz ihr unterordnet."

17. September 2009 | Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald lobt den bezaubernden Animationsfilm mit melancholischen Untertönen aus dem Hause Pixar. "Selten hat es ein bezaubernderes Bild von der Weltflucht gegeben, die in diesem Fall auch eine Flucht vor der Ödnis des Alters ist, als das des Hauses, welches an Tausenden von Luftballons hängend auf die Reise geht – ein Luftschloss im eigentlichen Sinne. Es stellt in gleichem Masse den Wunsch nach einem Zuhause und den Ruf der weiten Welt dar. Die Magier aus den Disney-Pixar-Studios ... haben sich wieder einmal selbst übertroffen."

15. Mai 2009 | Kritik • Der Freitag

Peter Bradshaw sah einen tollen Film. "Das großartiges Familienabenteuer gewinnt zwar durch die 3D-Präsentation - in den Erfolgshimmel abheben wird es aber aufgrund traditioneller Stärken: seiner guten Geschichte, den starken Charakteren und der findungsreichen Animation sowie der altmodischen Tugenden von Klarheit und Einfachheit."

14. Mai 2009 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Susan Vahabzadeh sah einen Film voller komischer Einfälle und doch melancholisch. "Die Effekte bleiben diskret, OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) ist genau nicht jener Typ von filmischer Nervensäge, der eigentlich auf den Jahrmarkt gehört, wo man dem Spektakel aber nur ein paar Minuten lang ausgesetzt ist. Die Frage "Warum nun also 3D?" bleibt freilich am Ende. Filme werden für die Emotionen geliebt, die sie provozieren und Emotionen werden in einer ganz anderen Dimension gemacht, in einer, die das Kino von Anfang an für sich erobert hat. Am Ende ist die Moral von OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) die der 3D-Entwicklung insgesamt: Das Leben und das Kino sind immer ein Abenteuer, auch ohne Effekthascherei."

14. Mai 2009 | Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala lobt den Film, aber "für den ganz großen Schwindel ist OBEN (film-zeit Trailer: OBEN), zumindest in der ersten Hälfte, eindeutig zu langsam. Die Abenteuer jedenfalls, die Carl und Russell ins Urwald-Imperium eines zum frankensteinartigen Bösewicht mutierten Forscheridols treiben, lassen sich auch mit gewöhnlicher Zuschauerfantasie ins Dreidimensionale hochrendern. Für den erwünschten 3D-Abtaucheffekt aber – dem bebrillten Zuschauer soll die Leinwand förmlich ins Gesicht klatschen – braucht es mehr."

14. Mai 2009 | Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord ist begeistert. "Dass man erst dann den ganzen Reichtum seiner selbst entdeckt, wenn man zulässt, dass sich das Selbstbild verändert. Das ist eine etwas zu penetrante Mischung aus psychotherapeutischem Wissen und "Überwinde dich selbst!"-Rhetorik. Ausgleich schafft, dass Docter genug Detailverliebtheit an den Tag legt, um einen Regenbogen in den Wasserfall hineinzuanimieren. Den schönsten Paradiesvogel, der je einen Trickfilm durchflatterte, hat OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) allemal: Es ist ein putziges Weibchen, das sich nicht daran stört, auf den Namen Kevin zu hören."

14. Mai 2009 | Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh findet die "Wahl des zentralen Protagonisten, des 78-jährigen Carl, der im Schneckentempo mit einem Treppenaufzug die Szene betritt, durchaus bemerkenswert. Nostalgisch - und mit einer guten Dosis Sentimentalität - beschwört der Film den Abenteuergeist eines vergangenen Jahrhunderts herauf, einer imaginären Parallelwelt, die er demonstrativ der kalten Gegenwart entgegensetzt. Man muss an DER ZAUBERER VON OZ denken, an die fantastischen Reisen des japanischen Zeichentrickmaestros Hayao Miyazaki, wenn Carl sich seinen Lebenstraum erfüllt und hunderte Gasballons an sein Haus heftet, um damit in die Wildnis Südamerikas aufzubrechen."

14. Mai 2009 | Kritik • Die Presse

Das ist Unterhaltung mit Niveau, lobt Christoph Huber. "Die Annäherung des ungleichen Duos ist der routinierte Kontrapunkt zu märchenhaften Erlebnissen mit seltenen Vögeln und sprechenden Hunden. Ein Schuss Ironie schadet auch nicht: Es gibt ein gerüttelt Maß an geriatrischer Action, und als der noch ältere Widersacher dem greisen Helden zuruft: "Spuck's aus!", kriegt er prompt dessen dritte Zähne ins Gesicht."

14. Mai 2009 | Kritik • Die Welt

Hanns-Georg Rodek hat bald vergessen, dass er sich in einem 3-D-Film befand. "Das ist einerseits ein Kompliment an das Erzähltalent der beiden Regisseure Pete Docter und Bob Peterson; mal verzichten sie auf 3-D, mal wenden sie es diskret an, mal erzielen sie spektakuläre Effekte. Die neue, sensationelle Technik wird vollkommen in den Erzählfluss eingebunden - was andererseits zu Denken gibt. Denn eine Sensation - mit der die Industrie höhere Eintrittspreise durchsetzen will - muss auch als Aufsehen erregend empfunden werden; wenn man ihr "nur" bescheinigt, sie entspreche vollkommen den "normalen" Sehgewohnheiten, verpufft ihr Effekt bald."

14. Mai 2009 | Kritik • sennhauser.ch

Allein die ersten zehn Minuten, die unglaublich gerafft und präzise die Lebens- und Liebesgeschichte des Ehepaar erzählen, sind meisterhaft, findet Michael Sennhauser. "Sie wirken wie jene so überaus dichten, witzig berührenden Kurzfilme von Pixar, mit denen die Leute ihre Sporen abverdienen. Aber OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) hält Präzision und Stimmung durch, steigert sich sogar im letzten Drittel. Verfolgungsjagden über Felsen und durch die Luft, Zeppelin hinter Ballonhaus, Hundemeute hinter Dodo-Vogel, und das alles in äusserst zurückhaltender, dafür um so verblüffenderer 3D-Technik, machen den Film auch zum optischen Fest."

14. Mai 2009 | Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland ist enttäuscht. "So bleibt der Eindruck einer Technik, die für fünf Minuten ganz interessant und etwas kurios ist, aber am Ende doch vor allem umständlich und - je länger der Film dauert - nervtötend. Vielleicht sollte man es einmal mit - allerdings weniger Disney-kompatiblen Horror- Katastrophen- oder Science-Fiction-Stoffen probieren? Jenseits des technischen Gimmicks, der zumindest Erlebniswert hatte und für Gesprächsstoff sorgte, war OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) (Regie führte übrigens Pete Docter) ansonsten ein recht banaler Trickfilm. Ein Kinderquatsch, der spießige Idyllen zeichnet, und einmal mehr zur Eindruckssteigerung auf eine furchtbare Musiksoße nicht verzichten will."

14. Mai 2009 | Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier ist überaus angetan: Der Film "behandelt schwere Themen wie Alter, Tod und Einsamkeit sehr ernsthaft und dennoch mit so leichter Hand, dass man es nie als Ballast empfindet. Auch wenn der Film manchmal derart traurig ist, dass es fast schmerzt, zieht er die Zuschauer niemals herunter. Er hält sie in einem wundersamen Schwebezustand zwischen Himmel und Erde, Trauer und Glück, Lachen und Weinen."

14. Mai 2009 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Verena Lueken hofft auf mehr. "Der Reichtum an Phantasie, der neben der perfekten Ausführung in die Gestaltung geflossen ist, ist enorm. Und mit den Figuren, die winzig sind, in 3D durch ein Gewitter zu fliegen, mit einem Paradiesvogel durch den Dschungel zu tapsen und einfach nur für die Dauer des Films mit den Blicken in einem Raum unterwegs zu sein, in den man meint, hineintreten zu können, das war schon ein hübscher Auftakt für das, was jetzt noch kommt."

15. April 2009 | Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah den Film der Zukunft. ""Das Abenteuer ist da oben", heißt es in OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) - für den Zuschauer ist das auch die Leinwand, und nach diesem unbestreitbar hübschen, auch rührenden und um Feingefühl bemühten Pixar-Werk kann das Abenteuer durchaus größer werden. Der Film der Zukunft ist OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) aber jetzt schon, wenigstens im Verständnis anglo-amerikanischer Filmhändler. Deren Zauberwort heißt "accessible", zugänglich: Ein Film müsse dem Publikum leicht kommunizierbar sein und einen einleuchtenden Aufhänger haben. Den gibt es in OBEN (film-zeit Trailer: OBEN); an ihm sind ja die Luftballons befestigt, mit deren Hilfe man fliegen kann."

01. April 2009 | Kritik • moviepilot.de

Bericht von der ShoWest, auf dem der Film präsentiert wurde.

| Kritik • Die Welt

Ein knallbuntes Abenteuer mit Tiefgang sah Harald Peters. OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) "ist ein kleines Wunder. In den prächtigsten Farben führt Regisseur Pete Docter mit viel Liebe zum Detail durch eine derart abwegige Geschichte, dass einem die Hauptfiguren bald vollkommen normal und vernünftig vorkommen. Wobei ihre ebenso schlichte wie tiefsinnige Botschaft lautet: Trauere nicht verpassten Chancen hinterher, sondern suche dir neue. Schließlich steckt das Leben voller Abenteuer."

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