PUBLIC ENEMY NO. 1 - MORDINSTINKT

film-zeit Film: PUBLIC ENEMY NO. 1 - MORDINSTINKT
Regie Jean-Francois Richet
Kinostart 23.04.2009
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Inhalt • PUBLIC ENEMY NO. 1 - MORDINSTINKT

1959. Angewidert von der Gewalt gegen Unschuldige im Algerienkrieg kehrt Jacques Mesrine der französischen Armee den Rücken und in die Heimat zurück. Kein Gesetz, keine Autorität, nichts soll ihn künftig bremsen. Als Handlanger des Pariser Unterweltbosses Guido macht sich der junge Mann schnell einen Namen. Nach seinem ersten Mord an einem arabischen Zuhälter taucht er in Spanien unter. Als er zurückkehrt macht er als Verbrecher unbeirrt weiter, mit der verwegenen Jeanne Schneider ...

Kritiken • PUBLIC ENEMY NO. 1 - MORDINSTINKT

04. Februar 2009 | Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Aus Jacques Mesrines Sicht lernen wir Jacques Mesrine kennen, stellt Felix Frieler fest. "Das konstante Maß an Handlung hat aber auch sein Gutes. Wirklich langweilig werden beide Teile von PUBLIC ENEMY NO. 1 nie. Auch die kernigen Dialoge vermögen die epische Länge der Erzählung angemessen zu überbrücken. Am Ende des zweiten Teils fragt man sich dennoch: Warum braucht Richet für diese Geschichte mehr als vier Stunden?"

23. April 2009 | Kritik • Berliner Morgenpost

Auch Hanns-Georg Rodek vergleicht den Film mit DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (film-zeit Trailer: DER BAADER MEINHOF KOMPLEX): "Der Gesamt-Mesrine ist fast doppelt so lang wie der DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (film-zeit Trailer: DER BAADER MEINHOF KOMPLEX) und vermeidet dessen atemloses Abhaken von Pflichtereignissen. Der Hauptvorwurf gegen Bernd Eichingers Produktion aber bezog sich auf seinen beständig unbeständigen Standpunkt: Er gab den RAF-Romantikern ihre Helden und den BKA-Sympathisanten ihre Verbrecher. Jean-François Richets Film nimmt konsequent einen Standpunkt ein, und das ist der von Mesrine."

23. April 2009 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bert Rebhandl entdeckt Gemeinsames zu einem deutschen Film. "In den Medien war verschiedentlich die Rede davon, dass PUBLIC ENEMY NO. 1 - MORDINSTINKT (film-zeit Trailer: PUBLIC ENEMY NO. 1 - MORDINSTINKT) das französische Pendant zum deutschen DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (film-zeit Trailer: DER BAADER MEINHOF KOMPLEX) wäre - tatsächlich lassen sich hinter der Blockbuster-Ambition der beiden Filme vergleichbare Strategien erkennen: Geschichte wird konsequent als Ereignis begriffen, alles wird einer Entscheidungslogik untergeordnet, die ohne Motive auskommen muss. Es ist ein Kino, das so konsequent (und trivial) von den Stars her gedacht wird, dass Regie sich auf die Organisation von Auftritten beschränken kann."

23. April 2009 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Tobias Kniebe lobt die "Interpretation des Schauspielers Vincent Cassel, die den Film vor allem trägt: Er verleugnet die hässlichen Seiten der Figur nicht, schafft es aber dennoch, die Leerräume hinter den Fakten mit Energie, charmanter Großkotzigkeit und echter Verführungskraft zu füllen. So einem könnte das alles gelungen sein, denkt man sich - und staunt über die bürgerliche Bonhomie, die trotz aller Rebellenrhetorik immer mehr zum Vorschein kommt."

23. April 2009 | Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala entdeckt eine "Nähe zum schillernden Typus Baader, auf den die rebellionsgeneigten Franzosen den RAF-Terror begrifflich reduzieren, macht das filmische Mesrine-Memorial aus deutscher Sicht zumindest bemerkenswert. Denn Mesrine war weniger und mehr. Weniger, weil er sich um die Weltrevolution nicht gerade sorgte und mehr, weil ihn nach der ersten Isolationshaft und Folter eine unstillbare Wut gegen die Staatsgewalt erfüllte."

23. April 2009 | Kritik • perlentaucher.de

Der Film erzählt einzig und allein von Legenden,stellt Ekkehard Knörer fest. "Natürlich ist Vincent Cassel als Verkörperung des Gangsters eine Schau und ein Darsteller mit seiner Präsenz und seiner Physis schon mehr als die halbe Miete für einen solchen Film. Der ist mal, mal weniger spektakuläres Kino der Attraktionen und hat einen Diskurs zu gesellschaftspolitischen Fragen so wenig im Sinn wie Mesrine selbst. Das ist einerseits schon ganz angemessen, andererseits doch arg problematisch und in jedem Fall wohl der Grund für seinen Riesenerfolg."

21. April 2009 | Kritik • film-dienst 09/2009

Ulrich Kriest endeckt die prinzpiellen Probleme des Films. "Es werden mit Authentizitätsanspruch Dokumente und Wochenschauen nachgestellt, aber es wird keine eigene Haltung zum Geschehen riskiert. Selbst die "philosophischen" Reflexionen Mesrines sucht man hier vergeblich, bestenfalls werden Selbstreflexionen sentenzenhaft und unvermittelt in Dialog überführt. So wurde aus dem hochinteressanten Stoff ein trotz drastischer Gewaltdarstellungen doch ziemlich konventioneller Actionfilm mit einigen lustigen "Fantomas"-Verkleidungsmomenten – insgesamt viel zu wenig für vier lange Stunden im Kino."

19. April 2009 | Kritik • br-online.de

Laut Margret Koehler hakt der Regisseur etwas schnell und atemlos "die einzelnen Stationen ab, baut die Figur auf und vertraut dabei auf die Intelligenz des Zuschauers, wenn Mesrine von einem Einbruch erzählt, sieht man ihn später im Gefängnis, nicht unbedingt die Aktion selbst. Richet zeigt die Folgen des Handelns auf, nicht immer die Handlung an sich. Das reicht, um den Charakter zu verstehen. ... Neben der einzigartigen Karriere dieses Gangsters wird gleichzeitig ein Stück französische Geschichte erzählt, fast beiläufig, aber genau auf den Punkt kommend."

02. April 2009 | Kritik • programmkino.de

Wie Volker Mazassek feststellt, liefert der Regisseur kein fertiges Bild über Mesrine ab. "Er zeigt bestimmte Facetten, gibt aber keine letztgültige Antwort auf die Frage, was den Staatsfeind Nummer eins denn nun wirklich antrieb. Sein Film ist anders angelegt als Bernd Eichingers DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (film-zeit Trailer: DER BAADER MEINHOF KOMPLEX), der auf enervierende Weise das historische Meinungsmonopol beansprucht. Kurz vor seinem Tod plante Mesrine, Kontakt mit linksradikalen Aktivisten aufzunehmen, zwar nicht mit der RAF, aber mit den Roten Brigaden in Italien. Dazu kam es nicht mehr. An der Porte de Clignancourt wurde er im Kugelhagel der Polizei zur Legende. "

02. April 2009 | Kritik • programmkino.de

Der halbdokumentarische Qualitätsreißer hat Thomas Engel überzeugt. "Ein Reißer und ein Krimi, aber nicht nur das. Das meiste ist authentisch, rein biografisch, so sensationell manches auch wirken mag. Tatsachen, locations, Milieu und Lebensablauf sind nämlich minutiös rekonstruiert, insofern sitzt man nicht im Kino, sondern in der Wirklichkeit. Regiemäßig gestaltet ist das perfekt – nicht weniger als 33 Wochen dauerten die Dreharbeiten der beiden Teile. Césars gab es auch schon."

01. April 2009 | Kritik • filmz.

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