| Regie | Raja Gosnell |
| Kinostart | 30.04.2009 |
Fast willkürlich scheint für Friederike Klingholz "das Geschehen zwischen Hundefängern, den suchenden Hundebesitzern und der flüchtenden Cloe zu wechseln. Und zu allem Überfluss setzt "Walt Disney" noch einen oben drauf: Im vermuteten Mittelpunkt der Geschichte liegt die Selbstfindung der Chihuahua-Prinzessin, die in der mexikanischen Wüste zum Ursprung ihrer Rasse zurückfindet."
Ekkehard Knörer ist irgendwie sprachlos. "Wie in der klassischen Komödie gibt es neben dem Drama der gehobenen Stände (die Hunde) auch ein kleines Nebendrama auf der Dienstbotenebene (die Menschen). Hier lernt Rachel, die verwöhnte Göre, ihre Lektion, dass nämlich auch die Angehörigen niederer Gesellschaftsschichten und anderer Nationalitäten nicht zu verachten sind, jedenfalls dann, wenn sie so attraktiv sind wie der mexikanische Gärtner. Das ist natürlich sehr erfreulich. Die Antwort darauf, warum sich jemand einen Film wie diesen ansehen sollte, die kennt trotzdem einzig der Wind."
Marcus Wessel äußert sich zu dem Film wie folgt: "Vor allem zu Beginn feuert der Film eine satirische Breitseite in Richtung der von Luxuslabels und Schönheits-OPs infiltrierten High Society ab ... Später dann setzt BEVERLY HILLS CHIHUAHUA (
) ganz auf den Charme seiner tierischen Darsteller und einem für viele Ausreißer-Geschichten charakteristischen Gefühl von Freiheit und Abenteuer, mit dem sich die jungen Kinogänger identifizieren sollen. Dass dabei skizzierte Mexiko-Bild macht allerdings vor keinem noch so dümmlichen Klischee halt ... so liefert Regisseur Raja Gosnell genau das, was der Titel verspricht. Eine weitgehend sinnfreie Komödie mit sprechenden Hunden, hohem Niedlichkeitsfaktor und einem Schuss Glamour."
Katharina Zeckau bemerkt, dass das Mienenspiel von Hunden naturgemäß begrenzt ist, und Filme mit sprechenden Tieren wohl von Haus aus Geschmackssache sind. "BEVERLY HILLS CHIHUAHUA (
) aber kann auch abgesehen von diesen Einschränkungen kaum punkten und bietet Eltern, die ihre Kinder ins Kino begleiten, wenig, das über die höchst vorhersehbare Handlung, eine Hand voll Mexiko- und USA-Klischees und die eher mäßigen digitalen Effekte hinausgehen würde. Und selbst wenn die jüngeren Zuschauer an den zahlreichen grotesk verkleideten Hunden ihren Spaß haben – dass es dem Film vor allem an Sorgfalt gegenüber seinen Figuren und an kreativen Einfällen mangelt, wird auch ihnen auffallen."