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INGLOURIOUS BASTERDS

INGLOURIOUS BASTERDS

Regie Quentin Tarantino
Kinostart 20.08.2009

Kritiken • INGLOURIOUS BASTERDS

04. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Laut Sonja M. Schultz spricht aus dem Film eine "prä-digitale Begeisterung fürs Haptische, für echte Stunts und echtes Feuer. Quentin Tarantinos Erzähllust stört sich nicht an der Überlänge. Ebenso wenig an der munteren Sprachmischung aus englischen, deutschen, französischen und italienischen Originaltönen. Sein Film lebt nicht von knackiger Dramaturgie und chirurgisch genauen Schnitten. Sondern, neben dem beherzten alternate history-Plot, vor allem von den großartig inszenierten Darstellern. Dass Christoph Waltz ein Geschenk für den Film und seine Rolle als Hans Landa das Glück seiner Karriere ist, haben Regisseur und Schauspieler oft genug betont."

21. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl berichtet von scharfer Kritik gegen den Film aus den USA.

20. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Spiegel

Wie David Kleingers findet, mag Quentin Tarantino "oft nerven mit seinem nur notdürftig als Prahlerei getarnten Gequengel, ihn doch bitte als legitimen Nachfahren seiner heißgeliebten Auteurs ernst zu nehmen. Auch in Inglourious Basterds (Inglourious Basterds Trailer) findet sich die kaum ironisch gebrochene Feststellung, dass hier ein Meisterwerk zu bewundern sei - doch diesmal hat Quentin Tarantino mit dem visuellen Gedächtnis eines Elefanten, der Subtilität einer Dampfwalze und seiner aufrichtigen Leidenschaft für das Weltkino tatsächlich etwas geschaffen, von dem nach dem Abspann weit mehr als die Summe der einzelnen Teile bleibt."

20. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Es gibt sogar einiges zu lachen, berichtet Christoph Egger. "Das Vergnügen rührt ja wesentlich daher, dass der eminent polyglotte SS-Mann mit den formvollendeten Manieren, dessen Gefährlichkeit und lauernde Brutalität der österreichische Schauspieler Christoph Waltz umwerfend zum Ausdruck bringt, dass also dieser elegante Obersturmbannführer Landa, der stets blendender Laune ist, in seinen kunstvoll gedrechselten, ausgesucht gewählten Perioden damit kokettiert, dass er sich in dieser ihm fremden Sprache nur ungeschickt radebrechend auszudrücken vermöge. Solche Sätze verlieren in einer "Einheitsversion" natürlich jeglichen Sinn."

20. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Freitag

Matthias Dell findet den Film langweilig. "Dieses Urteil mag, angesichts der Erwartungen, spielverderberisch sein und, angesichts des Gegenstandes, geschmäcklerisch wirken. Denn naturgemäß lässt sich auch Inglourious Basterds (Inglourious Basterds Trailer) mit Bedeutung aufladen allein durch die Zitate, die heavy user der Bildarchive nicht ohne distinktiven Stolz heraussuchen können. Denn naturgemäß ist die Idee bestechend, dass das Kino, diese Illusionsmaschine, sich um die historischen Gegebenheiten – mit deren scheinbar akkurater Rekonstruktion jede Zeitgeschichtsverfilmung in Deutschland für sich wirbt – einen feuchten Kehricht schert und das inszeniert, was der Wirklichkeit nie gelungen ist: ein Ende zu machen mit dem Nazi-Spuk, das Attentat auf Hitler und seine Entourage mit aller Lust zu planen und kunstvoll durchzuführen."

19. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Die Presse

Als Unterhaltung bietet Inglourious Basterds (Inglourious Basterds Trailer) schräge Fantasy und amoralisches Amüsement, entdeckt Christoph Huber. "Die Dialoge, Quentin Tarantinos Markenzeichen, sind zwar wieder bis zum Exzess überdehnt, aber teilweise natürlich brillant. Der Enthusiasmus der Schauspieler ist ansteckend. Ohne dass besonders Aufhebens darum gemacht wird, gibt es formal radikale Experimente: Etwa, dass dieser zweieinhalb Stunden lange Film aus erstaunlich wenigen Szenen besteht, der Großteil davon klaustrophobische, doppelbödige Wortwechsel in Innenräumen – nicht eben, was man mit den "dirty war movies" wie Das dreckige Dutzend und seinen Nachfolgern assoziiert, die hier deutlich Pate standen."

17. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Spiegel

Die Inglourious Basterds (Inglourious Basterds Trailer) kommen! Aber ist Quentin Tarantinos fiebrig erwarteter Nazi-Jäger-Streifen wirklich sehenswert? Filmhistoriker Georg Seeßlen erklärt, warum gerade wir Deutschen dieses Werk brauchen - und warum danach endgültig Schluss ist mit Faschistenkitsch.

17. August 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Tagesspiegel

Quentin Tarantino erfindet eine faszinierend erlösende historische Fiktion, lobt Jan Schulz-Ojala. "Das ist nicht Camp, nicht Pulp – mit solchen Kategorien ist man bei Quentin Tarantino schnell am Ziel vorbei –, sondern eine Vision, wie sie die weidlich ausgemessene Bilderwelt des Kinos noch nie erschaffen hat. 65 Jahre hat es gedauert, bis ein Filmemacher die böse deutsche Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, statt sie in schaudernder Verbeugung vor dem Bösen einmal mehr auferstehen zu lassen, einfach umträumt. Und die ganze Schweinebande in die Luft jagt. Katharsis! Sauerstoff! Wunderbar retrofuturistischer Wahnsinn der Fantasie!"

30. Juli 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Rheinische Post

"Der neue Film von Quentin Tarantino ist eine fast drei Stunden lange, brutale und unheimliche Komödie. Und ein meisterlicher Film über Gerechtigkeit. Irre. Sadistisch. Genial. Dem Zuschauer schwirrt beim Abspann der Kopf. Aber er fühlt sich gut.", schreibt Philipp Holstein. "Es geht schon extrem los, die ersten 20 Minuten sind so unheimlich und brutal wie der ganze fast dreistündige Film, ein Bastard, ein viersprachiges Monster, politisch vollkommen unkorrekt, Geschichtsklitterung der derben Sorte, wider jede Ratsamkeit im Schildkrötentempo inszeniert, aber: meisterlich, intensiv, genial."

30. Juli 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala schreibt, was die Premiere von Inglourious Basterds (Inglourious Basterds Trailer) beim ihm auslöste: Schauder des Erkennens. Er schaute gebannt auf Quentin Tarantinos "packende, fabelhaft erfundene und gespielte Fantasie der großen jüdischen Rache an den Nazis; sondern bald brandete angesichts des furiosen Schauspielzaubers mehrfach Szenenapplaus auf, bei dem es allenfalls um den darin untergehenden nächstschönsten Wort- und Spielwitz schade war. Und statt eher dienstlich nichtendenwollenden Schlussapplaus gab es: Jubel, Jauchzer, Glückseligkeitspfiffe wie bei einem Rockkonzert."

27. Juli 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Tagesspiegel

Am Dienstag feiert Tarantinos Film Inglourious Basterds (Inglourious Basterds Trailer) mit Brad Pitt Premiere – die Berliner Orte darin sind deutlich zu erkennen, weiß Eva Kalwa.

22. Juli 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Standard

Schund ist keine Schande, meint Dominik Kamalzadeh. "Quentin Tarantino begreift das Kino als große Wunscherfüllungsmaschine, die sich um keine historische Tatsachen schert. Geschichte wird hier vielmehr torpediert und umgeschrieben, da sie im Kino ohnehin meist nur noch als Klischee erscheint. Eine großartige Rache- und Rehabilitationsfantasie, die durch das Kino - von filmischen Zitaten bis zum konkreten Raum - hindurchführt, um es als Draufgabe gleich auch noch von seinem Sündenfall als Propagandainstrument zu heilen."

22. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Die Presse

Der Film zeigt laut Christoph Huber Quentin Tarantino als "großen Schauspielerregisseur und einfallsreichen Popkulturjongleur. Aber Geschwätzigkeit wird ihm zum Verhängnis: Das betrifft weniger seine sprichwörtliche Vorliebe für ausufernde Dialoge, sondern eher die Neigung, den Film mit Referenzen von teils fragwürdigem Wert vollzustopfen, bis er aus allen Nähten platzt. So ist INGLOURIOUS BASTERDS (INGLOURIOUS BASTERDS Trailer) abwechselnd genial und geschmacklos, beeindruckend und langweilig. Die Erwartungen scheint er nicht erfüllt zu haben: Es gab vor der Premiere mehr Applaus als danach."

22. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh sieht hier weniger das "kriegerische Treiben im Mittelpunkt: Inglourious Basterds ist vor allem die Fantasie einer Geschichtskorrektur, die ständig aufs Kino zurückverweist. ... Quentin Tarantino bleibt in INGLOURIOUS BASTERDS (INGLOURIOUS BASTERDS Trailer) nicht im Zitat stecken, sondern zeigt sich als Autor mit einem souveränen Stilbewusstsein. Allein wie er mit dem mehrheitlich deutschsprachigen Cast (darunter der Österreicher Christoph Waltz in der Nazi-Rolle seines Lebens) und internationalen Stars wie Brad Pitt seine Sprachspiele treibt, macht großen Spaß."

22. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland findet es "es frappierend, wie gut die deutschen Schauspieler sind, inklusive Til Schweiger. Der Film zeigt den deutschen Regisseuren damit auch einmal, was man mit diesen Schauspielern machen kann, wenn man sie richtig inszeniert. Und er zeigt damit, wie schlecht, bzw. beschränkt die allermeisten deutschen Regisseure sind. Der Film ist episodisch erzählt, reiht zum Teil nur lose verbundene Szenen aneinander, ist im herkömmlichen Sinne undiszipliniert und unökonomisch - und darin die ganz Quentin Tarantino-typische Mischung eines Films, der zugleich Autorenkino und B-Movie ist. In der letzten halben Stunde bündeln sich die Erzählstränge zu einem Showdown, der seinesgleichen sucht." [ACHTUNG: Das Ende wird gleich mitverraten.]

22. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal lobt besonders einen Darsteller. Der "Star ist im übrigen keineswegs Brad Pitt als US-Lieutenant Aldo Raine. Der Star dieser länglichen und für den Wettbewerb von Cannes eigentlich zu unwichtigen Produktion ist Christoph Waltz: Er spielt einen SS-Oberst, den man den "Judenjäger" nennt, so vielschichtig - eben unheimlich! - zwischen penetranter seelischer Aufgeräumtheit und hinterhältiger Berechnung, dass ein Raunen durch die Zuschauerreihen ging, wann immer Waltz ins Bild geriet. Eins dürfte sicher sein: Nach INGLOURIOUS BASTERDS (INGLOURIOUS BASTERDS Trailer) ist Christoph Waltz ein gemachter Mann."

21. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier hatte nach der Premiere des zähen Werks das Gefühl, Blut beim Trocknen zugeschaut zu haben. "Das Kino erlöste die Welt von den Nazis - das ist eine schöne retrospektive Utopie. Zugleich aber völliger Unfug. Nur in grotesker Übertreibung könnte diese Geschichte wohl einen Sinn ergeben. Doch Quentin Tarantino kann sich nie entscheiden, ob er sie nicht doch lieber ernst nehmen soll." [VORSICHT: Hier wird das Ende der Geschichte verraten!]

21. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala ist der Film eine handfeste Überraschung. "Kein pures amerikanisches Genre-Kino, sondern ein durchaus ernsthafter, dialogstarker Autorenfilm. Eine fette Enttäuschung also für die, die sich entweder mehr Komik-Kapriolen oder mehr Gewalt oder gleich beides gewünscht hatten. Und für die anderen ein Beweis für die Vitalität eines noch immer oder jetzt erst auf neue Weise visionären Regisseurs. Der sein Ziel, den total anderen Weltkriegs-Genrefilm zu drehen, nicht mit Gebrüll, sondern mit extremer Selbstdisziplin verfolgt. Der seine Schauspieler zwar eisern führt, sie aber zu Höchstleistungen zwingt. Und der, man glaubt es kaum, eine politisch-historisch unglaublich befreiende Geschichte zu erzählen hat."

21. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • Der Freitag

Ryan Gilbey porträtiert Quentin Tarantino, den Meister der Trashklasse.

20. Mai 2009 | INGLOURIOUS BASTERDS • Kritik • sennhauser.ch

Für Michael Sennhauser hielt sich der Irrsinn in Grenzen. "INGLOURIOUS BASTERDS (INGLOURIOUS BASTERDS Trailer) ist über weite Strecken recht unterhaltsam. Aber mit der zelebrierten zynischen Gewalt verrät Quentin Tarantino den Geist jenes Kinos, das er beschwört. Man kann ganz einfach nicht gleichzeitig naiv und wissend agieren. Was wir so lieben am brutalen Kino der 60er und 70er Jahre, ist seine Eindeutigkeit, seine Entschlossenheit und sein hippiemässiges Anrennen gegen den etablierten Moralkodex. Das hat Tarantino einst begriffen und mit PULP FICTION umgesetzt. Jetzt will er seinen Kuchen behalten und essen zugleich. Mir hat das auf den Magen geschlagen."

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