Inhalt • BEDINGUNGSLOS
Ein schrecklicher Autounfall katapultiert eine fremde Frau mit Gedächtnisverlust in Jonas Leben. Der gestandene Familienvater gerät in den Bann der schönen Frau und ihres Geheimnisses. Er beginnt, ein Doppelleben zu führen und übernimmt die Rolle eines anderen Mannes. Er ahnt nicht im Geringsten, dass seine Sehnsucht nach einem aufregenderen Leben krasse Konsequenzen für ihn, seine Familie, seine Freunde und seine neue Geliebte haben wird.
Kritik • BEDINGUNGSLOS • 10. Mai 2011 • negativ-film.de
Der Regisseur treibt laut Isabelle Bastian "ein Spiel mit dem Zuschauer, er betont die Genre-Bezüge auf den Film noir oder Elemente des Melodrams, die fast schon platitüdenhaft offen gelegt und kommentiert werden ("Denn nur so konnte man Julia lieben. Wie im Film. Dramatisch, heftig, übertrieben."), um den Zuschauer in der Vorhersehbarkeit filmischer Konvention in Sicherheit zu wiegen. Gleichzeitig wird diese Sicherheit, die so überspitzt ist, dass das fatalistische Ende des Protagonisten an den Anfang gestellt wird, auf dem Weg zur Erkenntnis immer wieder erschüttert, bis einem nichts mehr bleibt, an das man sich festhalten könnte. Die stilisierte Schönheit der Traumbilder vom Fremden, vom Unbekannten, vom Exotischen, sie bleibt eine stilisierte, sie ist nicht real, sie entpuppt sich sogar als wahrer Alptraum."