| Regie | Justin Lin |
| Kinostart | 02.04.2009 |
Acht Jahre ist es her, seit Ex-Knacki Dominic Toretto über die mexikanische Grenze geflüchtet ist. Mit dem einzigen Überbleibsel seiner Vergangenheit, Letty, lebt er in der Dominikanischen Republik in einer Strandhütte und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Aber Dom weiß, dass er seinen Verfolgern stets nur einen kleinen Schritt voraus ist. Als ihn der Mord an einem geliebten Menschen nach L. A. zurücktreibt, trifft er dort seinen alten Gegner Agent Brian O'Conner wieder. Beide stellen fest, dass sie einen gemeinsamen Feind haben...
Hochtourig ist der Film für Alexander Soyez. Er ist "konsequente Jungs-Unterhaltung und schafft es tatsächlich, die in Vergessenheit gedriftete Serie wieder auf die Spur zu bringen. Der raue Charme des Originals wird zwar nicht erreicht, aber falls der Film nicht auf der Strecke absäuft, gibt es ja noch eine weitere Chance und ein Wiedersehen im jetzt schon geplanten nächsten Teil."
Wolfgang Zehentmeier weiß genau, was ihn erwartet und wurde dahingehend auch nicht enttäuscht. "Die Geschichte, die immerhin etwas gehaltvoller ausgefallen ist, als in Teil 2 und 3 der Filmserie, ist trotzdem so dünn wie Benzin, an den Haaren herbeigezogen wie mit einem Abschleppwagen und letztlich auch nicht wichtig. Sie dient schließlich nur als Leitplanke, an der ein spektakulärer Stunt nach dem anderen entlangschrappt. Gnaaaaaarrrrzzz!"
Michael Kienzl sah in jeder Hinsicht ein Kino der Geschwindigkeit. "Wenn die beiden Helden ihren getunten Autos ohne Rücksicht auf Verluste über die Stadtautobahn rasen und ein Bild der Zerstörung hinterlassen, suggerieren auch die filmischen Mittel stets Schnelligkeit. Verwackelte Realaufnahmen werden in einem derartigen Tempo gegen GPS-Animationen geschnitten, dass sich die Dauer vieler Einstellungen an der Grenze zur Wahrnehmbarkeit bewegt. Die zusätzlich beschleunigende Wirkung von dreschendem Nu Metal und basslastigem Hip Hop und Reggaeton machen Fast & Furious mitunter zu einem körperlichen Erlebnis. Das protzige und etwas ordinäre Image dieser musikalischen Stile eignet sich zudem perfekt für das raue, archaische Männerbild des Films."
Kathrin Häger entdeckt das Prinzip Schauwerte und Fahrgestelle. "Tätowierungen, ein minimaler Bizeps-Umfang von 40 Zentimeter und vernarbte Gesichter gehören bei den Fahrern zur Grundausstattung, für ihre Gefährte sind tiefer gelegte Karosserien, Spoiler und ungenutzte Hosenträger-Anschnallgurte Pflicht. Ein im dörflichen Umfeld verortetes Klischee wird hier zum urban coolen Fetisch erhoben, und das ist in seiner wortkargen Geradlinigkeit genauso konsequent wie überraschend unterhaltsam."
Linksammlung zum Film.
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