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HENNERS TRAUM

HENNERS TRAUM

Regie Klaus Stern
Kinostart 26.03.2009

Kritiken • HENNERS TRAUM

28. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • Der Spiegel

Sattler redet sich in der Dokumentation jovial um Kopf und Kragen, stellt Christian Buß fest. "HENNERS TRAUM ist nicht nur Wirtschaftsrequiem und Standorttragikomödie, es ist auch eine anthropologische Studie darüber, wie das Geld oder die Hoffnung aufs Geld die männlichen Körper bewegt: Ständig umarmen sich die Geschäftspartner und klopfen sich dabei kräftig ab, so als sollte die physische Präsenz ökonomische Potenz suggerieren."

26. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film beleuchtet laut Peter Uehling die Nachtseite des Kapitalismus. "Erstaunlich, was Klaus Stern da in zweieinhalb Jahren alles vor die Kamera bekommen hat an Eitelkeiten, Großsprecherei, Zank, Verzweiflung. Und Intimität: Damit ist nicht nur gemeint, dass wir dem Bürgermeister beim Rasieren zuschauen dürfen, sondern dass wir ganz nah an den Entscheidungen und ihren oftmals erschreckend irrationalen Motiven sind. Trotz geradezu kabarettistischer Schnitte, durch die jede neue Hoffnung sofort mit ihrer Enttäuschung zusammenstößt, verrät Klaus Stern seine Protagonisten nie."

26. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben lobt den Regisseur. "Klaus Sterns von kritischer Sympathie für seinen Helden getragene Dokumentation kommentiert die Ereignisse nicht direkt, setzt aber mit musikalischen Zwischenspielen immer wieder ironische Untertöne. Gedreht wurde zweieinhalb Jahre – bis 2008. Seitdem dürften die Chancen auf Realisierung nicht eben gestiegen sein. Nur die Website "Schloss Beberbeck – Ein wahres Märchen im Herzen Deutschlands" tut immer noch so, als könne man schon morgen dort ein Zimmer buchen."

20. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • film-dienst 07/2009

Für Josef Lederle erweist sich die "Dokumentation neben dem spannenden Pingpong um konkrete Schritte zur Realisierung des Beberbeck-Vorhabens zunehmend als Kritik der politischen Rhetorik, die ihren unübertroffenen Meister im hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch findet. ... Hier inszeniert sich ein begnadeter Rhetor in eigener Sache, wortreich, überzeugend, aber in strategischer Absicht. In solchen Momenten bewährt sich Klaus Sterns Arbeitsmethode, der bei seinen Protagonisten ein solches Vertrauen genießt, dass sowohl Sattler als auch Krause Funkmikrofone tragen, was dem Filmdialog eine Unmittelbarkeit und Frische, aber auch manche ungeschminkte Wendung sichert."

11. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • critic.de

Als präzise und unaufdringlich bezeichnet Nino Klingler die Regie. "Immer dabei, aber nie zu nahe oder entblößend verfolgt er seinen Protagonisten mit großem Respekt, ja fast Sympathie. Man mag den Kopf schütteln, wenn Sattler in schlechtem Englisch einem skeptischen Investorenvertreter versichert, dass er „alles auf einmal, ganz oder gar nicht“ wolle. Dennoch kommt man nicht umhin, seinen Willen zu bewundern. Und so ist er zwar irgendwie fern der harten Wirklichkeit des Großfinanzkalküls, aber auf eine anachronistische, liebenswürdige Weise."

01. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel findet den Film nicht unwichtig, weil der Regisseur "jahrelang ein Projekt begleitete, das typisch ist für die Moderne, für eine gewisse Grenzenlosigkeit, für einen möglicherweise fehlgeleiteten Ehrgeiz, für eine Überschätzung der Größenordnungen, für eine vielleicht zu unbewusste Art des Denkens, für ein nicht präzise vorausberechenbares wirtschaftliches Risiko, für eine Ortswahl, von der niemand im vorhinein weiß, ob sie sich als ideal herausstellt."

01. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • epd-film

Silvia Hallensleben lobt den Regisseur. Seine "durchaus von kritischer Sympathie für seine Protagonisten getragene Dokumentation kommentiert die Ereignisse nicht direkt, setzt aber mit musikalischen Zwischenspielen immer wieder ironische Untertöne. Es fasziniert vor allem die Offenheit, mit der die Parteien vor der Kamera agieren. So gibt es immer wieder großartige Momente dokumentarischer Einsicht. Ein bisschen mehr Struktur jenseits der durchgehaltenen Chronologie der Ereignisse hätte dem Film gut getan. Im besten Sinne lehrreich und auch durchaus unterhaltsam ist das Ergebnis aber nichtsdestotrotz geworden."

01. März 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • programmkino.de

Filmisch ist die Dokumentation für Volker Mazassek "ein rohes Werk, im Reportage-Stil meist aus der Hand gedreht. Doch das ist in diesem Fall eine Marginalie. Viel wichtiger ist, dass es Klaus Stern gelang, bei allen sensiblen Gesprächen dabei sein zu dürfen, in denen Klartext geredet, gepokert und gestritten wurde. So bekommt man erstaunliche Einblicke hinter die glänzenden Fassaden des Immobiliengeschäfts. Und man lernt unter anderem, dass ein hessischer Ministerpräsident bei solchen Deals ein kleines Licht ist, kaum größer als ein Bürgermeister namens Henner Sattler."

02. Februar 2009 | HENNERS TRAUM • Kritik • arte.tv

Sehr angenehm findet es Nana A.T. Rebhan, "dass sich Klaus Stern völlig einer eigenen Wertung des Gezeigten enthält. Er lässt die zahlreichen Fakten sprechen. Durch die unbedingte Nähe zu Henner Sattler ist ihm ein spannender Dokumentarfilm gelungen, der seltene Einblicke in die gesamte Entstehungsphase des Projekts ermöglicht - von der Idee zur Planung, zu den Vertragsverhandlungen und zur Investorensuche."

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