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SIEBEN TAGE SONNTAG

SIEBEN TAGE SONNTAG

Regie Niels Laupert
Kinostart 05.03.2009

Inhalt • SIEBEN TAGE SONNTAG

14. Januar 1996: Zwei Jugendliche schließen eine verhängnisvolle Wette ab. Der Einsatz: Ein Menschenleben.

Es ist der 14. Januar 1996. Ein trister Wintertag in der bleigrauen Plattenbauwüste einer Siedlung am Rande der Stadt, ein Tag wie jeder andere für Adam (Ludwig Trepte) und Tommek (Martin Kiefer). Eigentlich ein ganz gewöhnlicher Sonntag. Wie immer treffen sich Adam und Tommek mit ihrer Clique. Wie immer betrinken sie sich, ziehen um die Häuser und lassen sich ziellos treiben. Nachdem hier sowieso jeder Jugendliche die Schule vorzeitig abbricht, so erzählt Adam, sei die Woche eben voller Sonntage. Entsetzlich langweilig ist das Leben der Jugendlichen, chancenlos und ohne jede Perspektive. Die Clique ist Familienersatz, man zieht um die Häuser, trinkt, ödet sich an. Es muss etwas passieren, finden die Freunde. Da stiftet Tommek Adam zu einer Wette an: Kannst du einen Menschen töten?

Was ein Traum vieler ausgelaugter Schichtarbeiter sein könnte, ist in Niels Lauperts Spielfilmdebüt die Hölle. Der junge Regisseur zeigt, wie verheerend es sein kann, als perspektivloser Jugendlicher zu SIEBEN TAGEN SONNTAG verdammt zu sein.

Basierend auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 1996 stürzt er sich und sein Publikum ungefiltert in ein Leben, wie es die Kinder trostloser Trabantenstädte nicht anders kennen. In nüchterner Erzählweise führt er vom alltäglichen Kampf um Anerkennung und Orientierung zu einem Ausbruch unfassbarer Aggressionen, die sich gegen völlig Unbeteiligte richten. Dem schockierten Zuschauer liefert er dabei ganz bewusst weder Erklärungen noch Interpretationen.

Copyright: timebandits

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