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WATCHMEN - DIE WÄCHTER

WATCHMEN - DIE WÄCHTER

Regie Zack Snyder
Kinostart 05.03.2009

Kritiken • WATCHMEN - DIE WÄCHTER

05. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Jens Balzer scheitert der Regisseur am hohen Niveau der Vorlage. "Dabei hat Zack Snyder sich eng, ja geradezu sklavisch an seine Vorlage gehalten. Er hat die Dialoge fast wörtlich übernommen und seine Schauspieler so gecastet, dass sie den Comic-Helden wie aus dem Gesicht geschnitten sind. Gerade in dieser völligen Unterwerfung unter das Material tritt die "Unverfilmbarkeit" der Vorlage jedoch nur umso stärker hervor."

05. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist mutig und feige zugleich, schreibt Sebastian Handke. "Feige, weil man sich der Macht der Fans beugt, die sich im Internet organisieren und ihr Lieblingsbuch hüten wie das Gründungsdokument einer Religion, das nur sie auszulegen verstehen. Dieser Werktreue entspringt jetzt ein Film, der zwar gut aussieht, zugleich aber reichlich irrelevant ist ... Mutig ist WATCHMEN - DIE WÄCHTER (WATCHMEN - DIE WÄCHTER Trailer), weil dabei ein sehr eigentümlicher Film entstanden ist, der jenseits der Fan-Kreise sein Publikum noch finden muss. Denn diese eher spröde und weit ausgreifende Bildfolge hat mit bisherigen Superhelden-Filmen nichts gemein. Es fehlt WATCHMEN - DIE WÄCHTER (WATCHMEN - DIE WÄCHTER Trailer) jegliche dramatische Wucht, und doch ist er auf eigentümliche Weise faszinierend: kalt, monumental und fast meditativ."

05. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Die Tageszeitung

Bahnbrechend findet Martin Zeyn den Film nicht; er sah textgetreuen Fotorealismus. "Zack Snyders Ehrgeiz richtete sich diesmal nicht darauf, etwas Neues zu entwickeln wie in 300 (300 Trailer), sondern so exakt wie möglich die Vorlage abzubilden, also textgetreuen Comicfotorealismus abzuliefern. Die Schauspieler sehen den Figuren sehr ähnlich, die Räume sind gleich ausgestattet, der Blickwinkel ist identisch, sogar die Montage der Erzählstränge übernimmt Snyder in reduzierter Form. Also müsste doch alles in Butter sein, schließlich gehört der Comic zu den besten, die je erschienen sind. Aber bald stellt sich Langeweile ein."

05. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Erstaunlich nüchtern findet Michel Bodmer den Film. "In zweieinhalb Stunden erzählt er den verschlungenen Plot der Vorlage fast komplett und tippt auch viele von Alan Moores wuchernden Ideen an; anderes spart er für die DVD-Edition auf. Zack Snyder beschränkt die Computereffekte auf ein Minimum und bemüht sich um einen Naturalismus, der dem nüchternen, detailbesessenen Strich des Zeichners Dave Gibbons entspricht. Auch die deftige Darstellung von Sex und abschreckender Brutalität tut der Vorlage, welche denkende Erwachsene anspricht, nicht Unrecht."

05. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Michael Kohler breitet der Regisseur "beinahe sämtliche Motive der mäandernden Vorlage auf stattliche und erst in der zweiten Hälfte etwas zäher werdende 160 Minuten aus. Sein Film ist ein erstaunlich filmisches Puzzle aus Comic- und Kulturgeschichte, in dem neben Nietzsches Übermenschen genügend Platz für William Paleys Uhrmachergott und Friedenspharao Ramses II. bleibt. Dass Zack Snyder deswegen am Ende ein wenig mit dem Fantasy-Hammer philosophieren muss, liegt wohl in der Natur der Sache."

05. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • perlentaucher.de

Thomas Groh nennt den Regisseur einen Abpauser. "Das meiste, und noch bis im Detail, was man aus der Vorlage kennt, steckt auch im Film, der wie kein zweiter seiner Art darauf bedacht ist, sein Publikum permanent zu bestricken und zu verführen. Als fast dreistündiges düsteres Superhelden-Metaepos ist WATCHMEN - DIE WÄCHTER (WATCHMEN - DIE WÄCHTER Trailer) deshalb nicht direkt schlecht - vieles daran funktioniert, manches beeindruckt, jedenfalls solange man es als bloßes Unterhaltungskino betrachtet."

05. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Jungle World

Zynisch ist die Verfilmung für Jakob Schmidt. "Fucked up-Amerika zu zeigen, ist einfach, dazu braucht es nur eine gehörige Portion Zynismus, ein bisschen Punk, ein bisschen Melancholie und zur Untermalung ein paar Songs an den richtigen Stellen. Genau so funktioniert auch die rundum gelungene Titelsequenz des Films, die zu den Klängen von Bob Dylans "The Times They Are A-Changin’" vom Aufstieg und Niedergang des maskierten Heldentums im Amerika der Dreißiger bis Achtziger erzählt. Doch beim schwierigsten und wichtigsten Aspekt seines Films versagt Regisseur Zack Snyder leider."

04. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh hätte sich einen freieren und frecheren Zugriff gewünscht; die Comicverfilmung ist nicht wirklich gelungen. "Schuld daran ist einerseits Zack Snyders Hang, die verschachtelte Struktur der Comic-Vorlage bewahren zu wollen - die Vorgeschichten der Protagonisten werden in Rückblenden ausgebreitet -, was in einem zeitlich linearen Medium wie dem Kino wenig sinnvoll erscheint. Als Zugeständnis an die Form des Blockbusters erscheinen dagegen Aktionseinlagen, in denen unnötig viel Blut verspritzt wird - was der apokalyptischen Stimmung eher abträglich ist."

02. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • telepolis.de

Der Watchmen-Film erreicht zwar die Komplexität seiner Vorlage nicht, ist aber trotzdem ein visuelles Vergnügen, meint Peter Mühlbauer. Eine "Schwachstelle sind die Kampfszenen, die im Comic kurze, expressionistische Paukenschläge sind. Im Film nehmen sie viel zu viel Platz ein und bewirken genau das Gegenteil von dem, wofür sie wahrscheinlich gestaltet wurden: Sie unterbrechen die Dynamik und verlangsamen den Film - auch deshalb, weil sie so abgespult werden, wie es seit geraumer Zeit Hollywood-Standard ist. Das größte Manko ist die Musik."

02. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte spekuliert, ob der Film die Fans in die Kinos locken wird. "Nichts hasst Zack SnyderSnyder mehr als Comic-Fabrikware wie die FANTASTIC FOUR oder den jüngsten, arg nostalgischen Superman-Film. Er will "die Subversivität der Vorlage auf die Leinwand transportieren". Ein erwachsenes Publikum wird der Film ohnehin anziehen: Wegen der überbordenden Gewalt dürfen Jugendliche in den USA die Watchmen-Vorstellungen nur in Begleitung Erwachsener besuchen. Zu sehen ist unter anderem eine Szene, in der eine schwangere Frau erschossen wird - aber auch die erste echte Sexszene eines Superhelden-Films."

02. März 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • critic.de

Das eigentliche Problem des Films ist, dass er seinen Originalfetisch vom Inhalt auf die Form ausdehnt, schreibt Lukas Foerster. "Nicht nur was Bildgestaltung und Dialoge angeht. Auch narrative Techniken übernimmt Zack Snyder direkt von Moore und Gibbons. Leider funktioniert der Medientransfer in allen drei Fällen überhaupt nicht. Die stilisierte Comicikonografie widersetzt sich der Bewegung, von der das Actionkino lebt, die Dialogsätze werden, sobald sie sich von der grafischen Oberfläche lösen und an mehr oder weniger echte Menschen heften, leblos und platt, die im Comic eleganten Parallelmontagen mit wechselnden Voice-Over-Kommentaren wirken im Film krude und unnötig umständlich."

28. Februar 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Martin Zeyn zeigt sich der Schöpfer Alan Moore wenig begeistert von der Filmversion.

27. Februar 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Wolf von Dewitz gelingt es dem Regisseur, "die Faszination an dem originellen und erstaunlich komplexen Comic-Stoff auf der Leinwand zu erhalten. In Rückblenden stellt er die Figuren vor und lässt einen seiner Helden über das Wesen der Menschheit sinnieren. Der amerikanische Filmemacher beschleunigt das Erzähltempo, friert die Bilder dann plötzlich ein - und führt dem Zuschauer jedes Detail vor. Erneut bringt Zack Snyder das Kunststück fertig, einem Hollywood-Produkt mit glänzenden Bildkompositionen und einem packenden Plot seine eigene Handschrift aufzudrücken."

27. Februar 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • evolver.at

Bemerkenswert findet Marcus Wessel, wieviel Zeit sich Snyder für jeden einzelnen Charakter nimmt. "Was man gemeinhin "Plot" nennt, entwickelt sich eher im Vorbeigehen, nebenher, als Hintergrundrauschen. Anstelle einer banalen, Action-lastigen Superhelden-versus-Superschurken-Geschichte erwarten den Zuschauer Querverweise zur Historie des Superhelden-Comics und sauber ausgearbeitete (Anti-)Helden mit liebenswerten bis bizarren Manierismen. Gerade kleine, in Subplots verpackte Details wie Rorschachs Vorliebe für Bohnen aus der Dose oder das problematische Mutter-Tochter-Verhältnis im Hause Jupiter zeugen von der Liebe zum Comic und zur Moores Vorlage. Lediglich die Figur des egozentrischen Weltverbesserers Adrian Veidt nimmt sich im Vergleich zu den übrigen Charakteren recht schematisch und konventionell aus."

01. Februar 2009 | WATCHMEN - DIE WÄCHTER • Kritik • filmz.de

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