Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

MATERIAL

MATERIAL

Regie Thomas Heise
Kinostart 14.05.2009

Kritiken • MATERIAL

14. Mai 2009 | MATERIAL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sascha Keilholz schreibt eine sehr persönliche Kritik. "Der Blick auf Thomas Heises Material hängt sehr stark damit zusammen und auch davon ab, wie nah man selbst diesem Kreis steht, wie vertraut oder bekannt einem das Milieu und die Personen sind. Die Rezeption wird sich darüber hinaus deutlich in Ost und West teilen. Nicht dichotomisch in Zuneigung oder Ablehnung, sondern in Fragen des Zugangs, der Material-Verarbeitung. ... Den immer wieder auf allen Kanälen runtergedudelten Mauereinrissen setzt der Filmemacher eine Bildfolge entgegen, die von weitaus höherer Ambivalenz gekennzeichnet ist."

14. Februar 2009 | MATERIAL • Kritik • Berlinaler Zeitung

Es sind keine Reste, es sind Hauptsachen, stellt Christina Bylow fest. "Thomas Heises Film lässt ahnen, dass der Schock des Zusammenbruchs für einen Moment alles außer Kraft setzte. Es bleibt die Starre, die zwanghaft aufrecht erhaltene Routine, die Verleugnung dessen, was passiert. Bei den Abgeordneten der letzten Volkskammer ebenso wie bei den Inhaftierten im Gefängnis Brandenburg. Es ist dabei völlig unwesentlich, ob sich aus den Gesichtern (Schabowski, Krenz) und den Auftritten der Ablauf der Ereignisse rekonstruieren lässt oder nicht. Den Anspruch, zu informieren, mögen Fernsehredaktionen stellen. Thomas Heise unterläuft ihn."

14. Februar 2009 | MATERIAL • Kritik • Die Tageszeitung

Große Wirkung hatte der Film auf Detlef Kuhlbrodt. "Wenn man das sieht, kommt es einem vor, als sei es wahnsinnig lange her, und es korresponndiert auf eine ganz seltsame Weise mit anderen Szenen, die völlig unspektakulär sind, aber tatsächliche Veränderung der Verhältnisse illustrieren."

14. Februar 2009 | MATERIAL • Kritik • Der Standard

Bert Rebhandl lobt den Film. "Dieser fast dreistündige Film besteht im Grunde aus Resten. Thomas Heise hat MATERIAL, das er (vor) 1989 und später gedreht und bisher nicht verwendet hat, in eine persönliche Ordnung gebracht. Er schreibt damit aber doch auch die Geschichte dieses Jahres, und zwar in einem tatsächlich historiografischen Sinn. Er wählt nur nicht die Darstellungsform einer großen Erzählung, sondern er belässt die Dinge so, wie sie ein Leben prägen - also manchmal zufällig, manchmal notwendig, das Wichtige neben dem Unwichtigen."

13. Februar 2009 | MATERIAL • Kritik • perlentaucher.de

Für Lukas Foerster unternimmt der Film "in Bezug auf den Gegenstand, den er umkreist, eine wichtige Schwerpunktverlagerung. Es geht in Thomas Heises Film nicht einfach um Kapitalismus vs Sozialismus. Viel wichtiger als die Systemfrage, die im Rückblick meist alles andere zudeckt, erscheint hier ein genuin utopisches Moment, das MATERIAL präpariert. Die Wendezeit wird als eine kurze historische Phase konstruiert, in der eine Gesellschaft ganz grundlegend, vorbehaltlos und ergebnisoffen über sich selbst nachdenken kann. Sicherlich geht es dabei um ein demokratisches Moment, aber dieses demokratische ist eben dezidiert basisdemokratisch."

12. Februar 2009 | MATERIAL • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker sah einen etwas anderen Geschichtsfilm. "Wären da nicht Thomas Heises Aufnahmen – man würde nicht glauben, wie beredt diese Basis sein konnte, wie böse, wie unversöhnlich. Seit jenem Abend hat Heise den Verdacht, die Maueröffnung am nächsten Tag könnte doch viel absichtsvoller, berechnender gewesen sein als bisher gedacht: Abschaffung der Parteibasis durch Grenzöffnung. Noch ein wenig länger an der Macht bleiben, statt sich von den eigenen Genossen wegfegen zu lassen."

01. Februar 2009 | MATERIAL • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,55265