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WELCOME

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Regie Philippe Lioret
Kinostart 04.02.2010

Kritiken • WELCOME

24. Juni 2009 | WELCOME • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Daniel Nehm hat etwas mehr erwartet. "Über eine gewisse Zeit funktioniert WELCOME (WELCOME Trailer) so als klassisches Drama, schlicht und ökonomisch erzählt, von soliden Darstellern getragen. Zugutehalten muss man Philippe Lioret den unaufgeregten Gestus, in dem er die soziale Realität andeutet, weder überzeichnet noch polemisiert. Mit zunehmender Dauer des Dramas, wenn Philippe Lioret nach einer halben Stunde die Perspektive wechselt und seinen zweiten Hauptdarsteller Simon etabliert, verliert er aber die wirkliche Härte der Verhältnisse aus den Augen. Die Geschichte einer Männerfreundschaft ist Lioret wichtiger als die gesellschaftlichen Verhältnisse rundherum. Das weinerliche Klavierleitmotiv trägt seinen Teil dazu bei, dass jegliche sozialpolitische Schärfe nach und nach verwischt wird."

05. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • Der Schnitt

Martin Thomson hat sich überzeugen lassen. "Vertrauensvoll begibt man sich als Zuschauer mit Philippe Lioret und seinen einfühlsamen Schauspielern auf die Reise und gelangt, ähnlich wie die Figuren, an ein Ufer, an dem ein anderer Film jenseits der Grenze verborgen liegt: Das Rührstück, das er nicht ist. Dabei hätte man ihm ab diesem Punkt ein Happy End durchaus zugestanden. Vielleicht bedarf es aber auch einer gerechteren Welt, damit auch mal ein Happy-End so glaubwürdig daherkommen kann wie Philippe Liorets Film, der sich ihm verweigert. Oder eben mehr Filme wie WELCOME

05. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • Der Spiegel

WELCOME (WELCOME Trailer) mag naiv sein und unverbesserlich romantisch. Doch er ist ein starker Film: Über Kampf, Erschöpfung - und Hoffnung, schreibt Birgit Glombitza. "Die Sparsamkeit und Intensität mit der Lioret die Beziehung zwischen Simon, dem frustrierten Ex-Schwimmstar und Ex-Mann seiner immer noch geliebten Marion (Audrey Dana) und dem jungen Kurden inszeniert, hat wirklich Größe. Vincent Lindon spielt diesen Simon wundervoll wortkarg, unverständig und pragmatisch. Denn eigentlich geht es dem Schwimmtrainer eher darum, seine sozial engagierte Exfrau mit seinem Einsatz für Bilal zu beeindrucken, als sich tatsächlich auf das Schicksal des jungen Kurden einzulassen."

04. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • Berliner Zeitung

Für Gerhard Midding erzählt der Regisseur authentisch von einem Flüchtlingsschicksal. "Zugleich ist er aber ein entschiedener und aufgeklärter Melodramatiker, der sich nicht scheut, das Politische radikal zu individualisieren. Er erzählt von einem Flüchtlingsschicksal aus der Mitte der Gesellschaft heraus, ohne dass diese Erzählperspektive an das kleinmütige Kalkül amerikanischer Politfilme erinnert. Für ihn ist es unumgänglich, seinen Figuren auf Augenhöhe zu begegnen. Er besteht auf der Legitimität privater Gründe. Und da er ein großzügiger Erzähler ist, müssen diese nicht einmal edel sein, sondern dürfen ambivalent bleiben."

04. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler ist überaus angetan von WELCOME (WELCOME Trailer). "Simons Unterstützung für Bilal ist deshalb auch eine Form tätiger Reue, seine Art, das Ende seiner Ehe zu betrauern. Für die Stadtoberen sieht das natürlich anders aus. Für sie bedeutet Mitgefühl mit einem "illegalen" Immigranten der Anfang vom Ende unserer Wohlstandsgesellschaft. Bei Philippe Lioret bekommt diese angenommene Gefahr ein menschliches Gesicht, was es nicht nur für seinen traurigen Helfer schwierig macht, einfach weiter wegzusehen."

02. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • br-online.de

Politisches Kino und eine bewegende Liebesgeschichte sah Kirsten Liese. "WELCOME (WELCOME Trailer), so lautet der ironische Titel zu Philippe Liorets brisantem, packenden Drama, das überzeugend Kritik an der unmenschlichen französischen Ausländerpolitik mit einer bewegenden Liebesgeschichte verbindet. Die unglaublichen Zustände im weitläufigen Hafengebiet von Calais sind seit Jahren ein Thema in den internationalen Medien. Brisant wurde das Thema, seit der französische Präsident Sarkozy 2007 humanitäre Hilfe konsequent kriminalisierte: Jeder, der illegalen Migranten Flucht oder Aufenthalt erleichtert, muss mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen."

01. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • br-online.de

Tamara Danicic stellt sich folgende Frage: "Inwieweit heiligt der Zweck die Mittel? Schließlich hat die Geschichte um einen jungen illegalen Migranten und seinen gefühlsgesteuerten Flüchtlingshelfer es bis ins französische Parlament geschafft und dort eine kontroverse öffentliche Diskussion angeregt. Und auch außerhalb seines Heimatlandes könnte das Drama einiges bewegen – wenngleich es sein Potential leider zu Teilen verschenkt."

01. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • Film des Monats - Evangelische Filmarbeit

"WELCOME (WELCOME Trailer) zeigt, dass Solidarität nicht nur den Verfolgten hilft, sondern auch dem Leben des Helfers eine Wendung, gar einen neuen Sinn verleiht. Ohne plakativ zu sein, ist der bisweilen dokumentarisch angelegte Film ein Aufruf zur Hilfeleistung und zugleich eine Anklage gegen eine menschenverachtende Einwanderungspolitik – mit dem Erfolg, dass WELCOME (WELCOME Trailer) in der Nationalversammlung vorgeführt wurde und eine Debatte über eine Gesetzesänderung in Gang setzte."

01. Februar 2010 | WELCOME • Kritik • programmkino.de

Laut Volker Mazassek werden hier "Schmerz und Sehnsucht in Blicke und kleine Gesten verpackt – bis auf den Schlussakkord, der vielleicht zu viel will. Sein Film erzählt von einem Kampf auf Leben und Tod in einem reichem Land, einem Land, das davon nichts wissen will. Ein Skandal, natürlich. Aber was hilft’s? Philippe Lioret bekam den Lux-Preis des EU-Parlaments. Sein Film wird mit dem Preisgeld in den 23 EU-Mitgliedsstaaten untertitelt. Das Lager bei Calais walzten die französischen Behörden im Herbst nieder."

14. Februar 2009 | WELCOME • Kritik • Begründung der Ökumenischen Jury

"Der Film handelt von der Suche nach Liebe. Die Geschichte zwischen Simon und Marion scheint zu Ende während die zwischen Bilal und Mina es nicht schafft, zu beginnen. Bilal ist zu Fuß aus dem Irak gekommen, um zu Mina zu gelangen, die ihr Vater gegen ihren Willen in England verheiraten will. Bilal wird als illegaler Auswanderer in Calais festgenommen. Er nimmt Schwimmunterricht bei Simon in der verzweifelten Hoffnung, durch den Ärmelkanal zu schwimmen. Dass Simon sich für Bilal engagiert, schafft neue Perspektiven. Der französische Regisseur schafft es, in überzeugender Weise darzustellen, dass Liebe zwischen zwei Menschen nur möglich ist, wenn sie das Engagement für andere einschließt."

01. Februar 2009 | WELCOME • Kritik • Berlinale

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