| Regie | Sono Sion |
| Kinostart | 13.08.2009 |
So eigenwillig wie beeindruckend findet Sascha Keilholz den Film. "Einmal auf moralischen Abwegen, offenbart sich das Dasein in all seinen unvorhersehbaren Verzweigungen. Das Banden-, Familien- und Geschlechtsleben ist ohnehin schon rasant und komplex; wild und ungebremst entfaltet es sich, als eine kriminelle religiöse Sekte und eine kämpferische Traumfrau in Jungfrauengestalt auftauchen."
Heike Kühn kam der Film "nach zwei, drei Stunden wie ein Fluch vor, aber vom Vergessen ist er nun wirklich nicht bedroht. Der Film zeigt die Kehrseite von Funahashi Atsuhis Hoffnung. Frech, monströs, vulgär und komisch, spielt sich ein in traditionellen Kong-Fu-Künsten und postmoderner Überdrehung ebenso begabtes Schauspielteam durch unwahrscheinlich wahrscheinliche Verfallsszenarien. ... Wer nie gezwungen war, sich quietschbunte Zeichentrickfilme anzuschauen, in denen eine japanische Version von Heidi mit großen Augen Kinderschänderland entdeckt, bevor sie sich von einem Hund zum Orgasmus verhelfen lässt, dem kann LOVE EXPOSURE (
) einen angemessen grotesken Eindruck von der Bandbreite japanischer Obsessionen vermitteln."
Laut Alexandra Seitz wird hier das Chaos als Form höherer Ordnung feiert. Der Regisseur "erzählt in diesem wilden, schrillen Meisterwerk – dessen vier Stunden auch dank des inspirierten Takahiro Nishijima in der Hauptrolle wie im Flug vergehen – von der Geschlechterspannung, von Machtmissbrauch und Missverständnissen, die sich eigentlich einander zugeneigten Menschen in den Weg stellen und zu Wahrnehmungsverschiebungen mit gefährlichen Folgen führen können."
Datenblatt des Films.