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EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN

EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN

Regie Paul Schrader
Kinostart 19.02.2009

Kritiken • EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN

19. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl hat einen Kritikpunkt: "Adam Stein ist zwar selbst ein gezeichneter Mann ("Meine Niere hat weiße Asche abgesondert"), aber er hat immer noch ausreichend imaginäre Energie, um das ganze Sanatorium zu therapieren. EIN LEBEN FüR EIN LEBEN (EIN LEBEN FüR EIN LEBEN Trailer) bekommt dadurch eine leicht prekäre Note - die intensive (Phantasie-)Arbeit am Trauma kippt manchmal um in ein wohlfeiles Schwelgen in der "natürlichen" Intelligenz des Komikers. Das "absurde Theater" wird allzuleicht zu einer großen Show, zu der sich auch die Schauspieler (immer wieder hinreißen lassen."

19. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala schreibt folgendes: Der "Film bewegt sich, in seiner wilden Erschütterungslust, im manischen Hin und Her zwischen den Zeitebenen, in der Parforcejagd seines Helden durch die eigenen Horrorfantasien, in seiner vieldimensionalen Dauerverrücktheit selber fortwährend am Rande des Absturzes, unerträglich, hysterisch, wild, albern, pathetisch, wütend, grausam, melodramatisch, irre und groß. Jeff Goldblum spielt sich darin die Seele aus dem Leib – oder sollte ich sagen, nach allerhand Riesen-Routinerollen die Seele erst richtig in den Leib?"

19. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Auch Heike Kühn stellt fest: Dies ist "kein Holocaust-Film. Keine Satire, kein Drama, kein Post-Holocaust-Happy-End. Komik, Schmerz und das Verlangen, wie ein Phönix aus der Asche der Krematorien aufzuerstehen, blitzen auf und verschmelzen in etwas Größerem. "Ein Leben für ein Leben" ist eine filmische Metamorphose. Nicht nur die Hauptfigur Adam Stein und mit ihr Jeff Goldblum in seiner anspruchvollsten Rolle, auch der Film verwandelt sich dank der einfallsreichen Kameraführung von Sebastian Edschmid unablässig. Resignation und Hoffnung, Gottesverachtung und Gottsuche, Zynismus, Selbsthass."

08. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • film-dienst 04/2008

Das ist das Porträt eines Überlebenden, schreibt Felicitas Kleiner. "Die Kameraarbeit und die Montage tragen nachhaltig zur Atmosphäre einer fundamentalen Verstörung bei: Große Brennweiten, die ein Gefühl der Verlorenheit evozieren, stoßen auf extreme Nahaufnahmen der gepeinigten Gesichter; ein sehr bewusst gewähltes Farbspektrum erleichtert zwar die zeitliche Einordnung der jeweiligen Sequenzen (die Rückblenden in die 1930er-Jahre sind z.B. in Grautönen wiedergegeben), trägt aber auch zu einer surreal anmutenden Verfremdung der Bildwelten bei. Zu wahren Meisterleistungen schwingen sich auch die internationalen Darsteller auf."

06. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • kino-zeit.de

Wie Silvy Pommerenke feststellt, deckt der Film zögerlich "die Seelenlandschaft von Adam Stein auf und arbeitet dafür immer wieder mit Rückblenden in Schwarz-Weiß. Dabei geht es um mehr, als um eine Holocaust-Verfilmung: Denn nicht nur die Grenze zwischen Mensch und Tier verschwindet im Laufe der Geschichte immer mehr, auch die zwischen Opfer und Täter ist oftmals nicht eindeutig. Darüber hinaus ist der Film eine Parabel auf die uralte philosophische Frage "Was ist der Mensch?" und zeigt, dass er sowohl ein Ebenbild Gottes als auch ein höher entwickeltes Tier sein kann."

02. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • programmkino.de

Laut Marcus Wessel zeichnet der Film "ein Bild, das sich kaum von jenem unterscheidet, das EINER FLOG ÜBERS KUCKUCKSNEST bereits vor über drei Jahrzehnten als psychiatrischer Mikrokosmos im Kino etablierte. Verschrobene Charaktere wie der in sein Alphorn vernarrte Arthur kennt man zur Genüge. Gerade in der recht schematischen Zeichnung vieler Nebenfiguren und ihrem überdrehten Humor zeigen sich erkennbar Drehbuchschwächen. Noah Stollmans Adaption mangelt es darüber hinaus an einer klaren Linie. Die meiste Zeit über springt EIN LEBEN FüR EIN LEBEN (EIN LEBEN FüR EIN LEBEN Trailer) ziellos zwischen Adams Aufenthalt im Sanatorium und den authentisch fotografierten Aufnahmen aus dem Lager hin und her. Und so ist es Goldblum, der den vor allem zum Ende hin mit Symbolen überfrachteten, viel zu kopflastigen Film mit seiner stillen Darbietung vor dem endgültigen Scheitern bewahrt."

02. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah einen "aus vielen disparaten Elementen zusammengesetzten, oft irritierenden, aber nützlich-notwendigen, insgesamt bedenkenswerten Film der Hollywood-Ikone Paul Schrader, der der Vergangenheitsbewältigung sowie der deutsch-israelischen Versöhnung und Freundschaft dienen kann. Erstaunlich die Schauspielerleistung von Jeff Goldblum als Adam Stein. Er trifft durchgehend die Balance zwischen verwirrendem Lebensabschnitt, Tragik, Komik und komplizierten Beziehungen zu seiner Umgebung. So etwas wie ein künstlerischer Durchbruch."

01. Februar 2009 | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • filmz.de

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01. Februar  | EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN • Kritik • Berlinale

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