| Regie | Peyton Reed |
| Kinostart | 19.02.2009 |
Deutlich unterfordert für Philipp Bühler ist der Komiker Jim Carrey. "Die flippige Zooey Deschanel bietet mit ihrem Markenzeichen totaler Ausdruckslosigkeit einen witzigen Kontrast zu Carreys Gesichtsdisco; die immer matter werdenden Gags einer bis in die letzten Windungen vorhersehbaren Komödie rettet sie nicht. Natürlich schlägt sich Jim Carrey wacker, wie immer. Aber warum hat er nicht Nein gesagt?"
Etwas berührt an dieser einfach gestrickten Komödie Daniel Kothenschulte dann doch: "Das "positive Denken" ist die Pest im New Age der wohlfeilen Lebenshilfe. In der konsequenten Einlösung ihrer Versprechen entwickelt der von Peyton Reed inszenierte Film das perfekte Gegengift - eine poetische Anarchie."
Ekkehard Knörer ist durchaus angetan: "Die Komik ist mal fein absurd (Jogging-Fotografie!), mal grotesk (Obdachloser kopfüber in den Busch), mal grob (Carrey stürzt im Lokal), aber sie ist in jedem der Modi oft wirklich komisch. Die Harmlosigkeit, die man dem Film vorwerfen kann, ist - sag ja! - halt sein Programm. Und dass er einem den Jasage-Optimismus-Zinnober allzu aufdringlich selbst nahezubringen versucht, stimmt eher nicht. Von der etwas differenzierteren Moral, auf die alles hinausläuft, sogar abgesehen."
Der Hauptdarsteller kehrt zu seinen Slapstick-Komödien der 1990er-Jahre zurück, behauptet Michael Kohler. Aber er ist "allmählich zu alt für seine eigenen Grimassen und Clownerien, das Goofyhaft-Unbeschwerte ist verschwunden und hat der Melancholie des Charakterdarstellers Platz gemacht. Trotzdem gibt es einige Gründe, sich für seine Komödie zu erwärmen: die zauberhafte
Klamauk ist die ganze Sache für Ronja Dittrich. "Jim Carrey muss das Ganze auch noch ernst nehmen und darf sein komödiantisches Talent nur sporadisch auspacken - etwa, wenn er stolz versucht, einen Leuchtstab bei Tageslicht zu präsentieren. So stagniert der Film bei dem halbherzigen Versuch, eine romantische Komödie mit bestem Jim-Carrey-Klamauk zu verbinden. Realsatirische Bezüge (etwa, wenn der Bankangestellte Carl plötzlich alle noch so faulen Kredite vergibt) verhallen leider in der Durchschnittlichkeit des Plots."
was wäre eine Romantic Comedy ohne ihren schrägen Sidekick, fragt Marcus Wessel. "Diese Aufgabe fällt in DER JA-SAGER (
) Carls Chef Norman zu, der regelmäßig Videoabende zu einem bestimmten Thema organisiert und auch sonst alle Kriterien eines sympathischen Nerds erfüllt. Selbstverständlich ist Peyton Reed damit weit davon entfernt, das Genre neu zu erfinden, aber das ist auch überhaupt nicht nötig. Schließlich zeigt sein Film, daß es durchaus möglich ist, leichte Unterhaltung abzuliefern, ohne daß sich man sich als Zuschauer automatisch fremdschämen muß."
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Bei Lukas Foerster hat der Film keinen bleibenden Eindruck hinterlassen; Schuld daran ist das Drehbuch und "das Missverhältnis zwischen dem unterkomplexen Skript und der gesetzteren, um Distinguiertheit bemühten Starpersona, zu der Jim Carrey sich über die Jahre entwickelt hat. Dem alten, wilden Jim Carrey hätte ein löchriges Drehbuch wie das von DER JA-SAGER (
) wenig anhaben können. Ganz im Gegenteil, seinen Slapstickeinlagen wären die Löcher sogar entgegengekommen, hätte sie sich doch in ihnen jenseits narrativer Komplexitäten ungestört austoben können. Aber genau in dieser Form von low comedy scheint Jim Carrey sich immer weniger zu Hause zu fühlen."