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ELEKTROKOHLE (VON WEGEN)

ELEKTROKOHLE (VON WEGEN)

Regie Uli M. Schueppel
Kinostart 28.05.2009

Kritiken • ELEKTROKOHLE (VON WEGEN)

03. Juni 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Die Tageszeitung

In der filmischen Montage entsteht für Kirsten Riesselmann ein sehr kristallines Gefühl für diesen Tag vor 20 Jahren. ""ie irreal es war, Halbgott Bargeld endlich live sehen zu können, wie viel an Umbruchwollen durch dieses Konzert schon in Erfüllung ging, wie viel Seelenverwandtschaft in die bislang nur von kopierten Kassetten bekannte Band projiziert wurde. "Die Neubauten hatten uns durch Potenzierung von Verzweiflung gut geholfen", sagt der Offiziersanwärter. Und berichtet auch von der Befremdung, die die Reallife-Konfrontation mit den exzentrischen Westberlinern auslöste."

02. Juni 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • film-dienst 12/2009

Ulrich Kriest zufolge sorgt "für den Clou des Konzerts und auch des Films (...) der Zufall in Gestalt Heiner Müllers, der seinerzeit bereits mit Bargeld befreundet war, aber gleichzeitig Verpflichtungen im Rahmen eines Staatsbesuchs von François Mitterrand wahrnehmen musste. Müller wollte das Konzert besuchen, einige französische Politiker schlossen sich spontan an; mit "Alienauftritt" ist die entstandene Situation zutreffend beschrieben..."

29. Mai 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • epd-film 06/2009

Hier wird laut Ulrich Sonnenschein ein kleines Ereignis zum historischen Moment. "Wenn der Film in die Gegenwart wechselt, den heute zugemauerten Wilhelm-Pieck-Saal zeigt, in dem das Konzert damals stattfand, eine Lagerhalle oder das fast unveränderte Treppenhaus, dann reicht der Interviewton zwar aus, um die Verbindung von Pop-Avantgarde und politischer Vergangenheit herzustellen, doch bleiben zu viele Fragen, die die Einzelnen selbst betreffen, offen. Die Figuren bleiben beliebig."

28. Mai 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Holger Günther liefert der Regisseur "mit seinem Film einen ungewöhnlichen Blick auf das, was ein Fan den "besten Nebeneffekt der Maueröffnung" nennt: dass man Kultur live erleben konnte, die man früher nur von Kassetten kannte. Doch statt den Auftritt ins Zentrum zu stellen, konzentriert sich der Regisseur auf die Geschichten der Fans, für die das Konzert einmalig war. Das Fazit überlässt er einem Besucher: "Die Musik, die wir an diesem Abend gehört haben, war ja alles andere als melancholisch, aber jetzt könnte man wirklich sehr melancholisch werden.""

28. Mai 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Neues Deutschland

Für Martin Hatzius bleiben Fragen offen. "... Verblüfft, belustigt stehen die Konzertbesucher von damals vor dem Gebäude, das nicht wiederzuerkennen ist. Heute dient der einstige Kutursaal als Lagerhalle des gigantischen vietnamesischen Großhandelszentrums Don Xuan, das sich auf dem Gelände des VEB Elektrokohle angesiedelt hat."

01. Mai 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. Mai 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • programmkino.de

Für Michael Meyns bildet der nachdenkliche Blick auf das Vergangene das Zentrum des Films. "... es ist Uli M. Schueppels Stärke, dass er sich nicht allein auf das offensichtlich amüsante, das Namedropping verlassen hat, sondern eine zweite Ebene eingebaut hat, die ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) erst die Qualität gibt, die ihn so sehenswert macht."

01. Mai 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz spricht in Bezug auf den Film von einem "Mosaik, ein Stück Zeit- und Stadtgeschichtsschreibung und sehr persönliche Vergangenheitsbewältigung, das nicht nur Fans der Einstürzenden Neubauten gefallen dürfte..."

16. April 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Die taz

Lars Penning verweist auf den Film in Bezug auf den nun zwanzigjährigen Mauerfall. "... auch hier wird erinnert, und zwar von den damaligen Konzertbesuchern, die sich noch einmal auf den Weg zum Saal des VEB Elektrokohle in Lichtenberg machen, wo die Neubauten seinerzeit spielten."

21. Februar 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Die Tageszeitung

Christian Ihle empfielt den Film. "Uli M. Schueppel stellt alte Aufnahmen der Band den aktuellen Aufnahmen des damaligen Publikums gegenüber und erreicht so, dass es sich bei ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) mitnichten um einen Neubauten-Film handelt (keine Interviews mit Bandmitgliedern), sondern um eine Bestandsaufnahme, was aus den Hoffnungen, Erwartungen und Befürchtungen 20 Jahre nach der Wende geworden ist. Ein wunderbarer Film ist ihm dabei gelungen."

12. Februar 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Berliner Zeitung

Die in die Jahre gekommenen DDR-Kids, die weiteste Wege auf sich genommen hatten, erinnern sich heute an ein Ereignis höchster symbolischer Signifikanz, schreibt Markus Schneider. "Das befremdete Hallo, mit dem sich zottlige Musiker und die Politiker Backstage treffen und herzen, gehört zu den denkwürdigsten Momenten des Films. Dennoch ist ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) mehr als nur ein spannendes Dokument ist. Immer dann nämlich, wenn die Zeitzeugen seltsam verwundert und ganz entfernt sich an die Qualen und Hoffnungen ihrer untergegangenen Jugend erinnern."

12. Februar 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker sah einen wunderbar schrägen Blick auf den Herbst, nein, den Winter'89. "Uli M. Schueppel hat das Publikum von damals noch einmal zum VEB Elektrokohle anreisen lassen – und unterwegs sagt jeder, was er am 21. Dezember und die 20 Jahre danach so gedacht hat. Ein Offiziersschüler aus Hinterthüringen desertierte gar – denn dieses Konzert musste er sehen und dass es überhaupt stattfand, glaubten die meisten erst, als es vorbei war."

12. Februar 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • epd-film

Jörg Buttgereit beschreibt das Ereignis wie folgt: "Um echte Musik aus Berlin geht’s in ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) von Uli M. Schueppel. 21.Dezember 1989: Die Berliner Mauer bröckelte und die blassen schlacksigen „Schmuddelkinder“ des westdeutschen Kultexports Einstürzenden Neubauten, die grade richtig schön ins Feuilleton eingesickert waren, machen sich auf ihren ersten Auftritt nebenan in Ost-Berlin zu spielen. Da schaut selbst Heiner Müller mal vorbei. Und der Filmemacher Uli M. Schueppel ist mit seiner neuen Videokamera auch da."

01. Februar 2009 | ELEKTROKOHLE (VON WEGEN) • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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