96 HOURS

film-zeit Film: 96 HOURS
Regie Pierre Morel
Kinostart 19.02.2009
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Inhalt • 96 HOURS

Bryan Mills, Ex-Topagent der Regierung, hat sich nach LA zurückgezogen, um in der Nähe seiner Ex-Frau Lenore und ihrer gemeinsamen Tochter Kim zu wohnen. Unter dem Druck von Leonore stimmt Bryan einer Europareise seiner Tochter zu. Kim fliegt mit ihrer Schulfreundin nach Paris, wo die beiden Teenager in die Fänge von Menschenhändlern gelangen. Bryan muss das brutale Kidnapping am Telefon hilflos mit anhören. Ihm bleiben nur 96 Stunden, seine Tochter aus den Fängen der international operierenden Schlepperorganisation zu befreien...

Kritiken • 96 HOURS

19. Februar 2009 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Andreas Platthaus empfiehlt: Nimm's leicht mit der Moral. "Brian Mills ist kein Held, wie man ihn früher auf der Leinwand gesehen hätte. Er ist Fleisch von Kiefer Sutherlands Jack Bauer aus der einflussreichen Fernsehserie "24" , worauf der deutsche Titel überdeutlich verweist. Die Skrupellosigkeit, mit der Mills seinen Weg geht, ist dennoch im Mainstream-Kino ohne Beispiel, und sie verlässt den guten Geschmack nicht nur in einer Marterszene, die zum Widerlichsten gehört, was man sehen kann. Dass Luc Besson und Pierre Morel mit den Mädchenhändlern das schlechthin Böse als Gegenspieler aufgebaut haben, soll der uneingeschränkten Gewalt Legitimation verleihen. Es ist jedoch nicht mehr als ein moralisches Feigenblatt. Der Rest des Films zeigt sich nackt in seiner Liebe zum Exzess."

19. Februar 2009 | Kritik • Berliner Zeitung

Laut Peter Uehling leistet der Film "im Action-Bereich mehr als ganze Arbeit und verweist in punkto Effizienz die amerikanische Konkurrenz auf die Plätze. ... Ungewöhnlich viel Zeit nimmt sich der Film für die Darstellung des Vater-Tochter-Verhältnisses. Psychologische Tiefe wächst ihr durch die lange Einleitung nicht zu, dazu bleiben die Verhältnisse zu konventionell, wohl aber eine immense dramaturgische Hebelwirkung: Die eigentliche Geschichte hat enormes Tempo. Liam Neeson benimmt sich wie Pacman, der auf seinem Weg alles frisst beziehungsweise umbringt, was ihm entgegenkommt."

19. Februar 2009 | Kritik • Berliner Morgenpost

Eine gewisse Robustheit macht Eberhard von Elterlein aus. "So was wie THE TRANSPORTER für die amerikanische Welt ist denn auch 96 HOURS (film-zeit Trailer: 96 HOURS) geworden - denn Hollywood sitzt im Führerhaus. Und nicht nur, weil mit Hauptdarsteller Liam Neeson ein Charakterschauspieler der Traumfabrik seiner Holzschnittfigur Tiefe zu verleihen versucht. Sondern weil hier das lichtdurchflutete Los Angeles mit vielen gut gekleideten Menschen als ruhender Gegenpol zur Hektik im graufarbigen Paris fungiert. In dieser Stadt, in der Verbrecher hinter schönen Fassaden in Hinterhöfen vegetieren und Geschäftsleute im edlen Zwirn noch schmutzigere Geschäfte machen, findet Amerika reichlich Stoff für seine Paranoia vor der Alten Welt."

18. Februar 2009 | Kritik • critic.de

Felix Frieler denkt über das Alter des Helden nach. "Stellenweise merkt man dem Ex-Agenten Mills zwar an, dass er bis an die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit geht, aber er kann seine biologischen Nachteile fast immer mit Erfahrung und Durchsetzungskraft kompensieren. Ohnehin erfahren wir im Verlauf des Films eigentlich nichts über Bryan, was nicht schon in der kurzen Exposition deutlich wird. 96 HOURS (film-zeit Trailer: 96 HOURS) funktioniert aber auch hervorragend ohne detailiertes psychologisches Profil. Spätestens wenn Bryan den Entführern am Telefon statt um Gnade für seine Tochter zu flehen damit droht, sie zu jagen, zu finden und zu töten, wissen wir alles über ihn, was wir wissen müssen."

17. Februar 2009 | Kritik • film-dienst 04/2009

Ein bärbeißiger und entwaffnender Humor hätte dem reaktionären Rache-Gemetzel sicherlich gut getan, meint Mike Beilfuß. "Dieser Film aber meint es im doppeldeutigen Sinn tatsächlich gefährlich ernst und legt den bedenklichen "Body Count" lediglich als hippen, ästhetischen Schmuck an. Die obligatorische, in ein weißes Kleid gehüllte Unschuld gerät einmal mehr in die Schusslinie und trägt schmucke Blutflecken zur Schau. Der gesamte Showdown ist letztlich nicht mehr als die computerspielhafte Visualisierung eines durch Gänge und Räume irrenden Ego-Shooters, der sich beständig den Weg zu seinem Ziel frei schießt."

01. Februar 2009 | Kritik • filmz.de

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