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DORFPUNKS

DORFPUNKS

Regie Lars Jessen
Kinostart 23.04.2009

Kritiken • DORFPUNKS

23. April 2009 | DORFPUNKS • Kritik • Jungle World

Martina Mescher ist durchaus angetan. "Der Film zeigt eindrucksvoll den Hass der dörflichen Gemeinschaft, die 1984 allein schon auf bunt gefärbte Haare allergisch reagierte. Er begleitet seine Figuren feinfühlig und nicht herablassend bei den ersten enttäuschenden sexuellen Erfahrungen, und auch die obligatorische Wohnzimmerzerstörung bei einer Geburtstags­party tappt nicht in die Klischeefalle, weil bewusst kein Eskalationspunkt gesetzt wird, sondern irgendwann so viele Flecken und Brandlöcher den Teppich übersäen, dass der Rest auch schon egal ist."

23. April 2009 | DORFPUNKS • Kritik • Die Tageszeitung

Klaus Irler schaut genau auf den 19-jährige Cecil von Renner. Der Regisseur "wollte einen positiven Punk-Film drehen und von Renner hat eine bemerkenswert positive Ausstrahlung. Von Renner ist nicht nur jemand, der gern und viel lacht, sein Lachen ist auch außergewöhnlich einnehmend. Im Film spielt er den jungen Töpfer Roddy. Der ist äußerst zuversichtlich, offen und charmant - vor allem durch sein Lachen."

23. April 2009 | DORFPUNKS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte entdeckt eine ganz besondere Qualität: "Die Verweigerung gegenüber allem Gesetzten und Pointierten, ja sogar der Erwartung an dramaturgischer Entwicklung. Denn tatsächlich besteht Jugend, insbesondere wenn man nach der Schule nicht gleich in die Ausbildung stürzt, ja aus unstrukturierter Zeit: Dieser Überschuss an Zeit ist im Film nur ganz schwer darstellbar ohne dass es langweilig wird. DORFPUNKS appelliert nicht an das kollektive Gedächtnis mit vordergründigen Details, er lässt nur wenige Namen fallen, und gerade deshalb macht er seine Sache so gut. Alles stimmt, aber nichts passt in eine Schublade."

21. April 2009 | DORFPUNKS • Kritik • Der Tagesspiegel

Die Jugend in der Provinz hat es nicht leicht, meint Christian Schröder. "Die Komik ist mitunter derb und grotesk, etwa bei einer mit zertrümmerten Möbeln und einer Urinlache im elterlichen Bett endenden Party im Haus einer Freundin. Aber das Komische ist bereits von der Melancholie des Abschieds durchweht, denn am Ende dieses Sommers steht für die Freunde eine Entscheidung: Bleiben oder gehen? Jessen hat seinen Film mit Newcomern inszeniert. Daneben istAxel Prahl als versoffener Kneipier zu sehen, der – ein hinreißender Auftritt – Roddy die Platten von Captain Beefheart und The Pop Group vorspielt. Das Feuer, das bei dem Jungen noch lodert, ist bei ihm längst erloschen."

08. Februar 2009 | DORFPUNKS • Kritik • perlentaucher.de

Sympathisch findet Thomas Groh die Grundhaltung von DORFPUNKS und überhaupt die Leistungen des Laien-Ensembles, aber "in der Beschränkung auf den einen Sommer, im Zuschnitt auf diesen einen universellen Moment "Provinz" liegt die Schwäche des Films. Gern hätte man sich das Fragmentarische der Vorlage gewünscht, hätte gern mehr erfahren von der Gefahr, der rebellischen Grundhaltung. Das beschreibt Schamoni in seinem Buch besser. Immerhin, der herzhaft stampfende und mit viel Liebe zusammengestellte Soundtrack, kann ich als Dorfpunk einer viel späteren Generation vielleicht noch sagen, ist mit Abstand der beste des ganzen Festivals."

01. Februar 2009 | DORFPUNKS • Kritik • Berlinale

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