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EFFI BRIEST

EFFI BRIEST

Regie Hermine Huntgeburth
Kinostart 12.02.2009

Kritiken • EFFI BRIEST

12. Februar 2009 | EFFI BRIEST • Kritik • Berliner Zeitung

Hübsch heutig findet Dirk Pilz diese Effi Briest. "Historismus, ein museales Romanbebildern braucht Hermine Huntgeburth sich nicht vorwerfen zu lassen. Ästhetischen Wagemut oder formale Kühnheit allerdings wird ihr, die zuletzt DIE WEISSE MASSAI ins Kino brachte, wohl auch kaum jemand attestieren wollen. Dennoch, ihre "Effi"-Verfilmung hat eine psychologische Figurenführung und Dramaturgie, mit der die Handlung verhältnismäßig elegant an die Gegenwart angedockt wird."

12. Februar 2009 | EFFI BRIEST • Kritik • Frankfurter Rundschau

Uwe Mies ist enttäuscht. Hier "blüht biederer Realismus, wobei Sebastian Kochs Mimik so steif ist wie sein Geheimratskragen und Julia Jentsch sich allzu sehr auf die Wirkung scheuen Rehblicks über frischen Wangen verlässt. Dass sie wie schon ihre Vorgängerinnen Marianne Hoppe, Ruth Leuwerik, Angelica Domröse und Hannah Schygulla zu alt für die Titelrolle ist, soll verziehen sein. Dass sich diese Effi Briest im Schlussbild dann allerdings aller familiären Zwänge entledigt und als selbstbestimmte, moderne Frau nun ihren eigenen Weg geht - das hat weder mit gutem Kino noch mit Fontane zu tun."

12. Februar 2009 | EFFI BRIEST • Kritik • Neues Deutschland

Was Gunnar Decker "gefällt, das sind die fein ausbalancierten Beziehungsgefüge, der Sinn für den präzise gezeichneten Charakter. Hier trägt jeder seinen Widerspruch mit sich. Das befreit von der Gefahr einer bloß abgefilmten Vorlage (mal elegisch schweifend, mal kammerspielartig direkt: Martin Langers Kamera). Unverborgen andeutungsvoll das Verhältnis von Effis Mutter (Juliane Köhler) zu Instetten. In der wohlkonservierten Erinnerung an eine frühe Liebe lebend wehrt sie die Gegenwart ihres großbäuerischen Mannes (Thomas Thieme) ab, dem alles ein zu weites Feld ist."

12. Februar 2009 | EFFI BRIEST • Kritik • Der Spiegel

So ganz hat die Sache Daniel Sander nicht überzeugt. "Zu treu werden die erwartbaren und bekannten Motive eins nach dem anderen abgearbeitet, um noch Zeit zu haben, wirklich in die Tiefe der Geschichte zu gehen; es wird ein bisschen zu viel Wert auf schwelgerische Kostüme und ein bisschen zu wenig auf eine schlüssige Psychologie außerhalb des starren Fontane-Korsetts gelegt. Das macht diese Verfilmung von Effi Briest in ihrem Anspruch, eine moderne Klassikerinterpretation sein zu wollen, zu einer kleinen Enttäuschung."

10. Februar 2009 | EFFI BRIEST • Kritik • Der Tagesspiegel

Sex und Soap aus Swinemünde titelt Christina Tilmann. "Mit dieser psychoanalytischen Lesart einher geht eine Entzauberung, die von der Kraft des Stoffs nicht mehr viel übrig lässt. Da mag Julia Jentsch, die sich in die lange Reihe der Effi-Darstellerinnen von Marianne Hoppe über Ruth Leuwerik, Angelica Domröse bis zu Hanna Schygulla wildhaarig und würdig einreiht, noch so leidenschaftlich von der verängstigten jungen Ehefrau zur selbstbewussten Geschiedenen reifen – der Plot rutscht durch die auserzählte Emanzipationsgeschichte von Fontane deutlich in Richtung Courts-Mahler. Mag sein, dass der neue Schluss dem Leben der "wahren Effi" Elisabeth von Ardenne angenähert ist."

10. Februar 2009 | EFFI BRIEST • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof nimmt es ironisches: Sie sah redliches Bemühen in gut genähten Kostümen. "Unkonventionell sein, das war damals einfach noch nicht modern. Ist es aber heutzutage, was Regisseurin Hermine Huntgeburth wohl dazu gebracht hat, aus Effi nun eine vollendete Heldin gegen die Konvention zu machen. Julia Jentsch spielt sie als eine Art Brigitte Bardot der Bismarckzeit: ein bisschen Kleinmädchencharme, ein bisschen Grande Dame, ungeschickt in der Artikulation, aber hoch emotional. Dass sie aus dem Rahmen fällt, sieht man schon an den Haarsträhnen, die sich stets dekorativ aus der Steckfrisur lösen. Sie verfällt dem Major, weil der, wie der Film in seinen Sexszenen deutlich macht, der bessere Liebhaber ist. Er kann sogar Oralsex!"

01. Februar 2009 | EFFI BRIEST • Kritik • filmz.de

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