Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

KORANKINDER

KORANKINDER

Regie Shaheen Dill-Riaz
Kinostart 04.06.2009

Kritiken • KORANKINDER

05. Juni 2009 | KORANKINDER • Kritik • Der Freitag

Matthias Dell lobt den differenzierten Blick des Filmemachers. "Auch wenn der mit persönlichen Betrachtungen an manchen Stellen zu stark durchsetzte Essay den betenden Kinder ästhetisch eher ratlos gegenübersteht – die Kamera fährt die rezitierenden Schülermassen immer nur ab –, lässt KORANKINDER doch ein Ideal erkennen im Umgang mit der Religion, wie es der Vater des Filmemachers pflegt: als private Angelegenheit, die nicht danach trachtet, einen Kampf damit zu führen. Dafür freilich bedarf es auch einer Ausdehnung der Mittelschicht."

04. Juni 2009 | KORANKINDER • Kritik • Berliner Zeitung

Michaela Schlagenwerth lobt die Dokumentation. "Dass dieser Film nicht explizit für den Westen gemacht ist, dass er gerade auch in Bangladesch eine Diskussion anstoßen möchte, macht ihn so interessant. - Etwas zu viel hat Shaheen Dill-Riaz in seinen Film gepackt. Er stellt auch seine Eltern vor, streift das Treffen der Tablighi Jamaat in Dhaka, zu dem jährlich drei Millionen Menschen kommen. Aber so ausgewogen, an der Sache interessiert und mitfühlend kann man wohl nur selten etwas über dieses Thema erfahren."

04. Juni 2009 | KORANKINDER • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Bert Rebhandl stellt der Regisseur "die Madrasas in mehrfacher Hinsicht in einen Kontext. Er leitet sie aus der Kolonialgeschichte des Landes her, die vielen Menschen die westliche (englische) Bildung verleidet hat, findet entscheidende Motive aber auch in der islamischen Belohnungstheologie und wendet seine Erfahrungen immer wieder zurück auf die eigenen Erfahrungen und die seiner Familie. KORANKINDER zeigt damit auf eine sehr differenzierte und konkrete Weise, wie der Islam sich in einer spezifischen südostasiatischen Gesellschaft inkulturiert hat. Das Kino erweist sich als eigener Bildungsweg der Vermittlung zwischen Schulwissen und jenem anderen Wissen, das man aus den Gesichtern und Worten von Menschen lesen lernen muss."

04. Juni 2009 | KORANKINDER • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben gibt dem Filmemacher ein Lob. Er macht "hier die eigene Neugierde zum Stoff eines Films, nachdem er bereits mit drei preisgekrönten Dokumentarfilmen der sozialen und spirituellen Realität seines Heimatlandes auf den Grund gegangen war. Und wieder sind die eindrücklichen Bilder nur Ausgangspunkt einer Suchbewegung, die ihn zunächst mit einzelnen Kindern, ihren Eltern und Lehrern ins Gespräch bringt, um zu grundsätzlichen Fragen nach der historischen Herkunft des religiösen Schulwesens im Lande vorzustoßen."

02. Juni 2009 | KORANKINDER • Kritik • film-dienst 12/2009

Bernd Buder äußert sich zu dem Film wie folgt. "KORANKINDER beginnt mit exotisch wirkenden Bildern, um dann klug und sachlich eine Argumentationskette aufzubauen, mit der die zentrale Sollbruchstelle eines 153,5-Millionen-Einwohner-Landes vorgeführt wird – unvoreingenommen, aber eindringlich und durchaus exemplarisch. Der Regisseur steht dem Massenphänomen Islam in seinem Land noch immer distanziert gegenüber, kann dessen Popularität nun aber nachvollziehen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,31781