Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

TANGERINE

TANGERINE

Regie Irene von Alberti
Kinostart 14.05.2009

Kritiken • TANGERINE

06. Mai 2009 | TANGERINE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Bei aller Kritik an den Dialogen, würdigt Thorsten Funke in dem Film folgendes: "Regisseurin Irene von Alberti (STADT ALS BEUTE (2005)) geht es in ihrem neuen Film um den Zusammenprall der Kulturen. ... Darum, dass eine normale emotionale Begegnung bei allzu großen wirtschaftlichen Unterschieden nicht möglich ist. ... Sie erzählt vielmehr konsequent abwechselnd aus beiden Perspektiven. Das ist überhaupt das größte Verdienst der Regisseurin, die hier ihren ersten Langspielfilm vorlegt und auch das Drehbuch geschrieben hat..."

14. Mai 2009 | TANGERINE • Kritik • Der Tagesspiegel

Martin Schwickert hat sich von dem Film überzeugen lassen. Die Regisseurin erkundet "die fließenden Grenzen zwischen Freundschaft, Liebe und Prostitution, zwischen orientalischen und westlichen Lebensvorstellungen. Dabei bleibt sie immer nah an den Figuren, lässt die unterschiedlichen emotionalen Interessen des Touristenpaares und der Auswanderungswilligen gleichberechtigt aufeinanderprallen, ohne sie mit ideologisch-moralische Ballaststoffen zu überfrachten. Der Luxus, mit der Liebe experimentieren zu können, und die Notwendigkeit, sie als ökonomischen Tauschwert zu benutzen – beide Seiten werden hier gründlich ausgeleuchtet und spiegeln in einer ganz persönlichen Geschichte die globalen Machtverhältnisse."

14. Mai 2009 | TANGERINE • Kritik • Die Tageszeitung

Den Riss zwischen den europäischen und nordafrikanischen Kulturen beschreibt die Filmemacher unterhaltsam und mit viel Milieukenntnis, lobt Claudia Lenssen. "ie klarsichtigen Lästereien dieser Freundinnen, vor allem ihr gnadenloses Hexengelächter, gehören zu den schönsten Passagen von TANGERINE, die Härte dieser Frauenleben spiegelt sich darin ebenso wider wie der phantastische Elan, mit dem sie sich darüber lustig machen und Tom als Wunderprinzen zurechtfabulieren. Just jedoch in dem Moment, in dem die Ausreißerin tatsächlich in Not gerät und Pias Hilfe braucht, erscheint den coolen deutschen Beziehungsurlaubern die Intrige "zu kompliziert" und man zieht sich zurück."

14. Mai 2009 | TANGERINE • Kritik • artechock.de

Rüdiger Suchsland sah einen "flanierenden, flirrenden, mit Handkamera gedrehten Film – nicht zuletzt deshalb, weil Irene von Alberti im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen versucht, aus den üblichen deutschen Mittelstandsverhältnissen wegzukommen und andere Lebenswirklichkeiten einzufangen. Weil sie Ausbeutungsverhältnisse beim Namen nennt. Und Nora von Waldstätten, bisher schon durch Christoph Hochhäuslers FALSCHER BEKENNER und eine Tatort-Hauptrolle aufgefallen, spielt ihre erste Kino-Hauptrolle souverän und auffällig: A star is born!"

05. Mai 2009 | TANGERINE • Kritik • film-dienst 10/2009

Katharina Zeckau beurteilt den Film als durchaus empfehlenswert. "Es ist diese Konfrontation zwischen der ziemlich deutschen Fixierung auf Befindlichkeiten und orientalischem Pragmatismus, die das Rückgrat von TANGERINE bildet. Glücklicherweise werden die Positionen dabei nie platt gegeneinander geschnitten, sondern kommen vielmehr, fein austariert, zu ihrem jeweiligen Recht. Was nicht zuletzt den durchweg überzeugenden Darstellern zu verdanken ist ... Ganze Arbeit leisten auch Kamerafrau Birgit Möller und der für den Pop-Trance-Soundtrack zuständige Zeid Hamdan. Auf diese Weise ist Irene von Alberti ... mit ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm eine schöne, kluge und sehr sinnliche Reflexion über Nähe und Distanz zwischen Abend- und Morgenland gelungen."

01. Mai 2009 | TANGERINE • Kritik • programmkino.de

Thomas Volkmann erachtet den Film als gelungen. "Dass Gespräche manchmal nicht wirklich in Gang kommen, liegt dabei weniger am Drehbuch, sondern unterstreicht letztlich nur die These von den Unterschieden der Lebenswirklichkeiten und Mentalitäten. Bei der Umsetzung mit einer zwar bewegten, aber keinesfalls hektischen Handkamera (Birgit Möller) wagt sich der Film auch an entlegene Schauplätze, hinein in das wahre Herz von Tanger. Der Soundtrack des Libanesen Zeid Hamdan, der traditionelle arabische Klänge mit modernen elektronischen Sounds verschmilzt, sorgt dabei für die passende Untermalung dieser wahrhaftigen Reise in eine fremde Kultur."

01. Mai 2009 | TANGERINE • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel lobt nicht nur die schauspielerischen Leistungen in dem Film. "Die Gegensätze sind gut angelegt, das Ambiente der beiden Welten stimmt. Eine gute Drehbuch- und Regiearbeit. Dazu kommt der Schauplatz Tanger, der natürlich pulsierendes Leben und typische Örtlichkeiten bietet. Also gibt es auch etwas zu schauen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,68435