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SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE

SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE

Regie Alexander Adolph
Kinostart 09.04.2009

Kritiken • SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE

09. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • Berliner Zeitung

Katja Lüthge lobt die Hauptdarsteller. "Als Glücksfall für den Zuschauer erweist sich in jedem Fall die schauspielerische Leistung von Devid Striesow, der gemeinsam mit Nadja Uhl und Jörg Schüttauf auch über die schwächeren Bordell-Passagen des Films hinweg trägt. Einer erfolgreichen Karriere als Hochstapler dürfte mittlerweile jedoch der Bekanntheitsgrad aller drei Schauspieler im Weg stehen."

09. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Wilfried Hippen zeigt der Regisseur genau, "wie die Gier der späteren Opfer geweckt wird, wie der Hochstapler genau spürt, wenn er diesem Publikum vorspielen muss, um an sein Ziel zu kommen, und wie seine Betrügereien schließlich eine Eigendynamik entwickeln, die ihn selber mitreißt sodass er selber jedes Gefühl dafür verliert, wann es Zeit ist, das Spiel zu beenden und seine Gewinne zu kassieren. Ein wenig hat sich bei Alexander Adolph allerdings eine Art von Stockholm-Syndrom entwickelt. Bei alle den Gesprächen mit den realen Hochstaplern scheinen sie ihm wohl ein wenig ans Herz gewachsen zu sein, und so sind die Opfer durchweg unsympathischer gezeichnet als der Täter. Dem gibt Devid Striesow in den entscheidenden Momenten solch einen unschuldigen Blick, dass man ihm einfach nicht böse sein kann."

09. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte lobt das hervorragend geschriebene, satirische Drehbuch. "Es wäre leicht gewesen, diesen potenziellen Opfern mit Schadenfreude zu begegnen, doch dafür sind diese Nebenrollen viel zu plastisch gearbeitet. Dieser Reichtum in den Nebenfiguren macht den Film in positivem Sinne altmodisch - als wär's ein Stück von Zuckmayer. Zugleich wertet der Spielfilmdebütant seinen Text jedoch auf mit einem messerscharfen Blick auf das liberale Berlin von 2008. Selbst eine so überspitzte Szene wie jene, in der sich Knöpfel als Putzmann in den Vogelbauer des Menschenrechtlers begeben muss, wirkt lebendig und ungezwungen."

09. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok finden den Film "perfekt inszeniert. Am superperfektesten, genialer Vormacher des Vormachens: Vielgesicht Devid Striesow als Frank."

07. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • Der Tagesspiegel

Fast würde es sich der Film laut Jan Schulz-Ojala in den Klischees gefährlich gemütlich machen. "Auch die Hure mit dem großen Herzen und der Gauner mit dem kleinen Glück: Sie wären Klischee, wenn da nicht die immer bezaubernde Nadja Uhl und der in dieser Rolle besonders grandiose Devid Striesow wären. Sie machen, dass man diesen verlorenen Schauspielerchen des Lebens gerne zusieht, bis zum süßbitteren Ende. SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE (SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE Trailer) preist die Wahrhaftigkeit. Die Moral von der Moritat aber klingt anders nach: Ohne Lügen ist das Leben nicht auszuhalten. Und erst recht nicht, ohne dass man selber an sie glaubt."

07. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • film-dienst 07/2009

Alexandra Wach lobt den Regisseur. Ihm "gelingt eine von Lebensklugheit und feiner Beobachtungsgabe getragene Komödie mit treffsicheren Dialogen, die im Kino zwar wegen ihrer bescheidenen Machart deplatziert ist, dank des auftrumpfenden Gespanns Devid Striesow und Nadja Uhl aber für sich einnimmt. Auch die Nebenfiguren sind trotz Überspitzung jederzeit glaubwürdig: der selbstgerechte Bewährungshelfer, die bestechliche Vorgesetzte der Putzkolonne oder der Politiker der Freien Liberalen, der seine parteipolitische Parole der "Hilfe zur Selbsthilfe" als Einladung zur Bereicherung durch Insiderhandel versteht."

01. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • br-online.de

Margret Koehler lobt die Darsteller. "Devid Striesow und Nadja Uhl verkörpern die zwei in sich verlorenen Außenseiter und ihren Hunger nach Leben mit fast beängstigender Intensität, überzeugend auch Jörg Schüttauf als naives Bruderherz. Striesows charmanter Gauner wirkt so echt, dass man ihm alles abkaufen würde ohne einen Hauch von Misstrauen. Ein Bernard L. Madoff im Taschenformat. Fein austariert bei diesem tragikomischen Abenteuer eines Betrügers ist die Balance zwischen Komik, Tragik und Groteske, die am Ende in einen kurzen Moment geborgten Glücks mündet."

01. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Das Psychogramm eines Hochstaplers mit schizophrenen Zügen: Einerseits mit der Erkenntnis seiner krankhaften Sucht zur Selbstüberschätzung und der Unfähigkeit, sein Leben anders zu ordnen. Andererseits mit sehr emotionalen Zügen, seinen nächsten Menschen Hilfe und Liebe zukommen zu lassen."

01. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • programmkino.de

Laut Gary Rohweder gelingt dem Regisseur "spielerisch die Balance zwischen bewegender Tragik und unterhaltsamer Komik. Eine Geschichte, die die Hauptfigur Frank als sympathischen und engagierten Menschen zeigt, der vor positiver Energie nur so strotzt und gleichermaßen als bedauernswerten Scharlatan entlarvt, der sich stets sein eigenes Grab schaufelt. Nicht zuletzt einem Devid Striesow sei es gedankt, dass er in seiner Darstellung des Trickbetrügers eben diese Gradwanderung durchweg überzeugend transportiert. An seiner Seite überzeugt Nadja Uhl als Verkörperung der Hoffnung auf ein besseres Leben, welches man dem außergewöhnlichen Paar bis zum Ende des Films von Herzen wünscht."

01. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • programmkino.de

Große Kunst ist das gerade nicht, aber als nette wenn auch harmlose Unterhaltung geht der Film auf jeden Fall durch, konstatiert Thomas Engel. "Und das liegt hier zum großen Teil an den Darstellern. Devid Striesow spielt glänzend den zwischen Schlauheit, Risiko, Lebensalltag und Verliebtsein hin und her gerissenen Frank. Nadja Uhl ist Tanja, apart, damenhaft und sexy, wie die Rolle es verlangt. Jörg Schüttauf gibt den biederen, gewissenhaften, diskreten Normalo Peter und Elisabeth Tissenaar die resolute Puffmutter Fritzi."

01. April 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • kino-zeit.de

Peter Gutting bezeichnet das Spielfilm-Debüt als glänzende psychologische Studie. "Es ist eine wunderschöne, weil völlig untypische Liebesgeschichte, die sich da entspinnt. Dieses Paar hat natürlich keine Chance. Und trotzdem gibt es diese paar Sekunden, in denen es der notorische Schwindler schafft, ihr und sich selbst die Wahrheit zu sagen. Diesen Moment wird man wohl ebenfalls nicht so schnell vergessen."

02. März 2009 | SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE • Kritik • critic.de

Auffallend häufig wird in diesem Film auf der Couch gesessen, stellt Nadja Ben Khelifa fest. "Wie Stillleben nimmt die Kamera frontal die unbeweglichen Körper Franks und Tanjas auf, zeigt deren Einvernehmen in ihrer Kommunikationslosigkeit, im Nachhängen der eigenen Gedanken. Der Fernseher, dem keiner der beiden Aufmerksamkeit schenkt, läuft nur zum Kaschieren der Stille und zur Vortäuschung dessen, was sie sich unter einem normalen Leben vorstellen. Beide sitzen in diesem Wohnzimmer, dem Ort der Bürgerlichkeit, und wirken fremd und unkomfortabel. Die Freiheit, die beiden so wichtig war und letztlich doch nicht sinnstiftend wirkt, ist illusionär."

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