| Regie | Arash T. Riahi |
| Kinostart | 13.08.2009 |
Heidi Reutter sah eine "intensive Heldenreise, die den Zuschauer in ihren Bann nimmt. Über sechs Jahre hat Arash T. Riahi am Drehbuch gearbeitet; es fehlte lange Zeit an Geld und Förderern. Am Ende konnte er, der nie eine Filmhochschule besucht hat, überzeugen, immerhin attestierte ihm Hollywoodregisseur Sidney Pollack (Jenseits von Afrika), dem Riahi bei einem Wettbewerb das Drehbuch vorlegen durfte, die Geschichte sei umwerfend und wichtig und bewegend und er hoffe, dass der Film realisiert werden würde."
Michael Meyns lobt die poetische Note des Films. Hier "wird die Tragik der Flucht in den Liedern und Erzählungen aus der verlassenen Heimat spürbar. So vielschichtig wie sich die verschiedenen Geschichten entwickelten, enden sie auch. Das manche es schaffen, in den Westen zu gelangen, andere nicht, könnte leicht allzu geometrisch wirken, das Bemühen um große Vielschichtigkeit verraten. Mit seiner zurückgenommenen, souveränen Bildsprache gelingt es Riahi, auch diese letzte Klippe zu umschiffen und zu einem Finale zu finden, in dem selbst der Tod zu einem Sieg gegen die Unterdrückung wird."
Thomas Engel bescheinigt Regie, Ambienteschilderung und Darstellerleistung: gutes Niveau. "Ein anrührendes realistisches Drama, das aber auch eine gute Portion Witz enthält, so dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Die Drehbucharbeit nahm lange Jahre in Anspruch, doch es hat sich gelohnt. Hoffnung und Hindernis, Freude und Enttäuschung, Einfallsreichtum und Tragik wechseln sich mit Kurzweil ab, man ist auf der menschlichen Spannungs- und Gefühlsebene wie vom Unterhaltungswert her gefangen."
Dem "Regisseur Arash T. Riahi ist es gelungen nach Erfahrungen aus der eigenen Familie einen außergewöhnlich eindrucksvollen Spielfilm zu gestalten. Dank eines exzellenten Drehbuchs mit hervorragenden Dialogen erleben wir ein Flüchtlingsdrama von hoher Authentizität, das unter die Haut geht. Eine herausragend präzise Montage verwebt die Schicksale der drei Flüchtlingsgruppen bis zu den glücklichen wie auch tragischen Enden."
Linksammlung zum Film.
Wie Markus Keuschnigg findet, ist der Film "inhaltlich und formal butterweich, hat sich perfekt eingependelt zwischen aufrichtiger Anklage, dramatischer Verdichtung und auflockerndem Humor. Aber Arash T. Riahi gibt einem kein Gefühl dafür, wie es sich als Entrechteter lebt, wie sich das Hoffen darauf anfühlt, von der UNHCR als Flüchtling anerkannt zu werden oder genug Geld zum Überleben zu haben. Er ist so interessiert am Vermitteln der Botschaft, dass er dafür seine künstlerische Wahrhaftigkeit aufs Spiel setzt. Ein High-Concept-Film für die Programmkinos: emotionalisierend, konsenshumanistisch, konturlos."
Andrea Schurian lobt den Regisseur. "Arash T. Riahi ist ein Spurensucher. Ein Fährtengeher. Einer, dem es gelingt, das Alltägliche im Besonderen zu entdecken: mit behutsamer Beharrlichkeit. Vor allem aber mit großem Respekt vor den Lebensläufen seiner Protagonisten. Das mag mit seiner eigenen Biografie zu tun haben."