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DER ARCHITEKT

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Regie Ina Weisse
Kinostart 05.02.2009

Kritiken • DER ARCHITEKT

05. Februar 2009 | DER ARCHITEKT • Kritik • Neues Deutschland

Für Gunnar Decker ist der Film misslungen. Die "hat eine Ursache: die miserable Regie von Ina Weisse. Alle Schauspieler gehen in die Irre, der Film fällt in buchstäblich jeder Szene auseinander. ... Alles bleibt reine Behauptung – kaum aufgestellt, kommt schon die nächste, und das geht den ganzen Film über so. Am Ende sind wirklich alle Unglücke und Katastrophen passiert, die ausdenkbar sind. Die ärgerliche Überfülle aber lässt uns ganz kalt, und auch der Architekt – so viel sei dann doch verraten – hat am Ende wenigstens seine ewige Ruh."

04. Februar 2009 | DER ARCHITEKT • Kritik • Berliner Zeitung

Eine schauspielerische Großtat ist der Film für Dirk Pilz. "Es ist dieses unheilproduzierende Verrutschen von fest und sicher geglaubten Seelenordnungen, die die Schauspielerin Ina Weisse mit ihrem Spielfilmdebüt erforscht. Dass es nirgends ins Gefühlskitschige gerät, nie tränendrüsig oder sentimental wird, ist - siehe oben - der hohen Spielkunst ihrer Darsteller zu danken: Sie verdichten die Nöte ihrer Figuren zu schneidend präzisen Blicken, Gesten und Tonfällen. Jede und jeder in unverwechselbarer, unvergesslicher Weise. Was für ein wunderbar herzenskluges, mutiges, berührendes Kammerspiel im Schnee."

03. Februar 2009 | DER ARCHITEKT • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß sah einen grausamen Film aus dem frostigen Winterhorrorland des Bildungsbürgertums. "Frau Weisses Gespür für Schnee ist erstaunlich, sie ringt dem Stoff allerlei unkonventionelle Konnotationen ab. Anheimelndes Alpenglühen sucht man hier jedenfalls vergeblich. Am Anfang sieht man den ganzen Winter-Clan nackig und ausgelassen durch den morgendlichen Neuschnee vor der Bergdorfhütte hüpfen, doch diese Jungfräulichkeit kann das kalte Weiß nicht halten; eiskristallklar funkeln hier bald die familiären Konflikte. Sicher, gelegentlich kommt die akademisch verbrämte Tyrannei des Patriarchen arg stereotyp daher."

12. Januar 2009 | DER ARCHITEKT • Kritik • critic.de

Als Michael Kienzl "nach der Hälfte des Films Georgs dunkles Geheimnis erfährt, wirkt die Offensichtlichkeit und Banalität dieser Enthüllung zunächst etwas enttäuschend. Dennoch hätte Ina Weisse auf die Einfachheit ihrer Geschichte vertrauen sollen. Stattdessen überfrachtet sie ihren Film symbolisch, indem sie Georg aus dem Nichts heraus auch noch an einer unheilbaren Krankheit leiden lässt. Dabei hätte der Film so ein abgehobenes Erlösungsmotiv gar nicht nötig gehabt. So macht die Ambition, der Geschichte mehr Größe zu verleihen, mehr kaputt, als sie rettet."

02. Januar 2009 | DER ARCHITEKT • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns ist enttäuscht. "So gut die Schauspieler auch sind, so sehr es der Kameraarbeit auch gelingt nicht der Verführung zu erliegen, sich an allzu prachtvollen Landschaftsaufnahmen zu laben, die auch so schon genug Symbolik in sich tragen, so überdeterminiert mutet das Drehbuch an. Ganz brav wird den Regeln des Drehbuchschreibens gefolgt, wie sie das amerikanische Kino predigt. Wenn sich da Georg Winter nach einer halben Stunde zum ersten Mal an den linken Arm fasst und vor Schmerz zusammenzuckt, weiß man schon, wie er enden wird."

02. Januar 2009 | DER ARCHITEKT • Kritik • programmkino.de

Dramaturgisch wirkt der Film für Thomas Engel leicht zerfahren. "Aber die winterliche Atmosphäre in diesem Bergdorf, die Schilderung der Gemütszustände der Protagonisten dieses Kammerspiels, die Spannungen untereinander, die sporadischen Verständigungsversuche, die Parallelität der äußeren und inneren Stimmungen, letztere geprägt durch Schuld und Verdrängung, all das ist ziemlich gut getroffen. Dazu kommen beachtenswerte Schauspielerleistungen."

01. Januar 2009 | DER ARCHITEKT • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Dramaturgie, Dialoge und auch die Schneelandschaft um das Bergdorf dienen perfekt zur Herstellung einer fast künstlich geschaffenen Welt voller Kälte, in der die Kommunikationsunfähigkeit der Protagonisten nicht gebrochen wird. Das Erzählprinzip ist stimmig und in der künstlichen Atmosphäre funktioniert dieses Spiel um Schuld und Verdrängung besonders eindrucksvoll. Besonders geglückt ist auch die Besetzung bis in die Nebenrollen, das herausragende Spiel der Darsteller, die Kameraführung und die sorgfältige Ausstattung."

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