| Regie | Vivian Naefe |
| Kinostart | 29.01.2009 |
Der Film geht an den Zuschauern vorbei, kritisiert Cornelia Geissler. "Da hat das Drehbuch-Team munter an seinen Zuschauern vorbeifantasiert, die mehrheitlich ja noch nicht mal in der Pubertät sind. Neben allerlei Ungereimtheiten müssen die Fans zusätzlich verkraften, dass eine Darstellerin ausgewechselt wurde. Die knapp zwanzigjährige Sonja Gerhard war im vergangenen Jahr im Teenager-Film SOMMER (
) zu sehen. ... Am Ende hat man das Gefühl, viel zu lange im Kino gesessen zu haben; selten froh, oft verärgert."
Die Regisseurin vertraut der Nachwuchsriege, stellt Anna Pataczek fest. "Immer wieder verharrt die Kamera auf den Gesichtern der jungen Schauspieler, die inzwischen ihre kindlichen Züge verloren haben. Drei Jahre ist es her, dass der erste Film der Reihe in die Kinos kam. Die Fangemeinde ist stetig gewachsen. ... Der Film bewegt sich auf Augenhöhe der Jugendlichen, ist verträumt, melancholisch gar. Für die Slapstick-Einlagen ist das erwachsene Promi-Ensemble zuständig, mit sichtlichem Vergnügen an der Unbeschwertheit eines Jugendfilms."
Wer hier nur noch Bahnhof versteht, gehört nicht zur eingefleischten Fan-Gruppe aller Altersklassen, meint Kathrin Häger. "Auch wenn aus Funkes ausgeschlachteten Buchvorlagen selbst nicht mehr all zu viel Stoff herauszuholen war, haben die Drehbuchautoren Thomas Schmid und Uschi Reich die beliebten Motive so sorgfältig zu einem neuen, lebendigen Ganzen weiter gesponnen, dass die Figuren wie auch ihre mitgealterte Fangemeinde am Ende optimistisch gewappnet ins Leben entlassen werden."
Laut Marcus Wessel fühlt sich der Film "sich Cornelia Funkes Sichtweise in jedem Moment verbunden. Denn obwohl Sprottes Mutter Sybille mitunter etwas verloren und chaotisch zwischen zwei Männern und zwei Welten umherstolpert – sie also mit ähnlichen emotionalen Turbulenzen wie die "Hühner" zu kämpfen hat – mangelt es nicht an Verständnis und Empathie auch für das Verhalten der Erwachsenen. Vivian Naefe und Cornelia Funke machen klar, dass sich die Liebe nicht kontrollieren lässt. Und wie der von den Schülern aufgeführte "Sommernachtstraum" beweist, ist niemand vor ihren Irrungen und Wirrungen sicher. Zum Glück."
Ganz schön viel Trouble haben die Teenager im dritten Teil, findet Silvy Pommerenke. "Der Film hinterlässt zwar ein melancholisches Gefühl, weil er in aller Deutlichkeit zeigt, dass das Leben und vor allem die Liebe nicht immer mit einem Happy-End ausgehen. Aber genau das macht ihn so sehenswert, denn was nutzt es Jugendlichen, wenn ihnen suggeriert wird, dass sich immer alles zum Guten wendet? Trotz dieser Melancholie wartet DIE WILDEN HÜHNER UND DAS LEBEN (
) und das Leben mit einer gehörigen Portion Humor und Leichtigkeit auf, die den Film zu einer amüsanten und gleichzeitig tiefsinnigen, altersübergreifenden Unterhaltung machen."
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