DAS GESETZ DER EHRE

film-zeit Film: DAS GESETZ DER EHRE
Regie Gavin O'Connor
Kinostart 22.01.2009
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Inhalt • DAS GESETZ DER EHRE

Vier New Yorker Cops starben in einem Hinterhalt. Weil der Killer noch nicht gefasst ist, übergibt Francis Tierney, Sr., Chief der Manhattan Detectives, den Fall seinem Sohn, Detective Ray Tierney. Eher widerwillig nimmt Ray die Ermittlungen auf, denn die toten Cops standen unter dem Befehl seines Bruders Francis Tierney jr. und seines Schwagers Jimmy Egan. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob der Routineeinsatz während einer Drogenrazzia in einer furchtbaren Tragödie endete. Doch als Ray sich näher mit dem Fall beschäftigt, entdeckt er, dass jemand die Drogendealer vor den Cops gewarnt hat ...

Kritiken • DAS GESETZ DER EHRE

22. Januar 2009 | Kritik • Berliner Zeitung

Das Zwielicht ist die bevorzugte Stimmung des Films, schreibt Bert Rebhandl. "Allerdings erweist sich die Zuspitzung, die Gavin O'Connor schließlich für DAS GESETZ DER EHRE (film-zeit Trailer: DAS GESETZ DER EHRE) wählt, als schweres Handicap für den Film - denn am Ende geht es nicht mehr um die eigentlich interessante Frage, wie sich denn die Loyalität in einem Familienverband mit Recht und Gesetz vereinen lässt, sondern nur darum, Rechnungen direkt zu begleichen. Und damit wird dieser eigentlich sehr ansprechende Cop-Film fast ein wenig reaktionär. Es ist nämlich doch nicht alles eine Frage der Blutsverwandtschaft."

22. Januar 2009 | Kritik • Der Tagesspiegel

Nach dem Beginn als Paukenschlag, war für Achim Fehrenbach alles vorhersehbar. Dies "ist ein Film der verschenkten Möglichkeiten. Eigentlich hatte Regisseur und Drehbuchautor Gavin O'Connor beste Voraussetzungen: fähige Schauspieler (Edward Norton, Colin Farrell), ein ordentliches Budget (40 Mio. US-Dollar) und mit Joe Carnahan einen Drehbuchautor, der das Genre Cop-Film bereits erfolgreich beackert hatte. Doch leider macht Gavin O'Connor wenig aus diesen Möglichkeiten. Der Film ist derart einfach gestrickt, dass zu keinem Zeitpunkt echte Spannung aufkommt. Rays Ermittlungen sind nur ein Vorwand für einige reichlich brutale Action-Szenen, die mit etwas Familienzwist und Tragik angereichert werden."

22. Januar 2009 | Kritik • Berliner Morgenpost

In dieser Mischung aus Thriller und Familiendrama wird laut Thomas Lindemann nicht gespart an großen Symbolen, Härte und Emotionen. "Das wäre ein großartiger Höhepunkt des Hollywood-Kinos, wäre es nicht auf den zweiten Blick so reaktionär. Der Film enthält wohl alle Klischees und Widersprüche, die Amerika derzeit umklammern. Neben dem ganzen Ehre- und Familie-Bohei ist das auch die Waffe als universelles Hilfsmittel (aber eben nicht so schön problematisiert wie in DEAR WENDY) und die alberne alte Männlichkeit bis hin zur Schlägerei, um einen Streit zu klären. Frauen kommen ausschließlich als Huren, Hysterikerinnen oder brave Hausfrauen vor."

15. Januar 2009 | Kritik • film-dienst 02/2008

Laut Holger Römers besteht der Film "größtenteils aus emotionsgeladenen Dialogszenen, in denen der enge Bildausschnitt einer Handkamera das Gewicht der Worte unterstreicht. Genau darin liegt das Problem: Anstatt die erwähnten Klischees schlicht als bewährte Bausteine eines simplen, aber funktionstüchtigen Thrillers zu benützen, mühen sich die Filmemacher, diese als Grundlagen eines düsteren Dramas zu behandeln, das um ein ethisches Dilemma kreist. Selbst wenn sich die hochkarätigen Hauptdarsteller größte Mühe geben, ihren Figuren Leben einzuhauchen, verliert sich dieser Ansatz in Unglaubwürdigkeiten."

08. Januar 2009 | Kritik • critic.de

Für Sascha Keilholz hält sich der Regisseur zu sehr ans Genre-Lehrbuch. "Nicht nur akustisch, auch visuell setzt sich die Phrasendrescherei fort, etwa, wenn die Lichtsirenen unscharf zu rot-gelb-weißen Farbpunkten gezogen werden. Zu weiten Teilen spielt Das Gesetz der Ehre in einer farbentsättigten, blau- und graustichigen Welt und im ästhetischen Gesamtkonzept durchaus schlüssig ist auch der Ton mancherorts reduziert, seiner Stärke beraubt, so bei den dumpfen Paukenschlägen einer Beerdigungszeremonie."

03. Januar 2009 | Kritik • kino-zeit.de

Die Story hat Joachim Kurz so gar nicht überzeugt. "Sehr häufig im Verlauf der Ermittlungen erweist sich vor allem "Kommissar Zufall" als der effektivste Ermittler. Und die Figurenkonstellationen innerhalb des irischstämmigen Polizeiclans sind derart stereotyp, dass – bis auf eine allerdings sehr eindrückliche Szene, in der ein Baby eine wichtige Rolle spielt – kaum eine der Wendungen und Entwicklungen überraschen kann. Der junge Heißsporn, der traumatisierte Cop, der saufende Vater, dazu die flammenden Appelle an Familienzusammenhalt, Loyalität und Selbstschutz – irgendwie hat man das alles schon einmal gesehen."

02. Januar 2009 | Kritik • ray-magazin

Michael Ranze hat förmlich gewartet "auf die wütend geführten Diskussionen um Familienbande, Loyalität, Pflicht und Ehre. Die vier Hauptdarsteller halten durch ihre darstellerische Leistung lange Zeit das Interesse wach und verleihen dem Film so etwas wie innere Spannung. Spannung, die durch die Ermittlungen selbst nicht aufkommen will: Dass ein Dealer auf der Flucht sein Handy verliert und so die einzige Spur hinterlässt – arg konstruiert. Um schließlich in einem enttäuschenden Ende zu münden, das sich über eine Viertelstunde hinzieht und die letzte Bestätigung dafür liefert, dass Gavin O’Connors Inszenierung doch jede Überraschung gescheut hat."

01. Januar 2009 | Kritik • filmz.de

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