Inhalt • DER KALMUS
Marta, einer Frau in mittleren Jahren, verheiratet mit einem Kleinstadtarzt, sucht das Glück in den Armen eines deutlich jüngeren Mannes. Die Beziehung zu Bogus ist so natürlich und frisch. Alles scheint ganz wunderbar für sie zu laufen, doch dann ertrinkt Bogus. Dazu gibt es Monologe der Hauptdarstellerin Krystyna Janda, in denen sie den Tod ihres Ehemanns, des polnischen Kameramanns Edward Kłosiński betrauert, dem der Film auch gewidmet ist.
Kritik • DER KALMUS • 14. Februar 2009 • Berliner Zeitung
Der Regisseur gestattet sich laut Bert Rebhandl einen Blick von außen auf das Filmemachen. "Es ist derselbe Riss, der vor vierzig Jahren durch das Kino von Ingmar Bergman oder Andrej Tarkowski ging, den beiden großen humanistischen Erzählern, die irgendwann dem menschlichen Spiel vor der Kamera nicht mehr trauten und hinter die Bilder zu kommen versuchten. Das geht natürlich nicht, aber das Kino verdankt diesem Impuls einiger seiner größten Werke. DER KALMUS wirkt nun wie ein fernes Echo auf diese Epoche, ein mildes Alterswerk mit einem pathetischen Finale, in dessen Innerstem aber ein großer Schmerz lebt, den kein Traum trösten kann, und vielleicht nicht einmal die Kunst."