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DER KALMUS

DER KALMUS

Regie Andrzej Wajda

Kritiken • DER KALMUS

14. Februar 2009 | DER KALMUS • Kritik • Berliner Zeitung

Der Regisseur gestattet sich laut Bert Rebhandl einen Blick von außen auf das Filmemachen. "Es ist derselbe Riss, der vor vierzig Jahren durch das Kino von Ingmar Bergman oder Andrej Tarkowski ging, den beiden großen humanistischen Erzählern, die irgendwann dem menschlichen Spiel vor der Kamera nicht mehr trauten und hinter die Bilder zu kommen versuchten. Das geht natürlich nicht, aber das Kino verdankt diesem Impuls einiger seiner größten Werke. DER KALMUS wirkt nun wie ein fernes Echo auf diese Epoche, ein mildes Alterswerk mit einem pathetischen Finale, in dessen Innerstem aber ein großer Schmerz lebt, den kein Traum trösten kann, und vielleicht nicht einmal die Kunst."

14. Februar 2009 | DER KALMUS • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker sah eine bewegende Meditation über den Tod. Der Film "hat den bösen Blick, und den humansten zugleich. Aber Andrzej Wajda bleibt nicht bei der Marta-Geschichte. Immer wieder wird der Dreh unterbrochen und wir sind im Hotelzimmer der Schauspielerin, die Marta spielt. Im Hotelzimmer von Krystyna Janda, deren Mann, der Kameramann Edward Klosinski an Krebs starb. Edward Klosinski war auch Andrzej Wajdas Kameramann. Fast zum Ende der Dreharbeiten stand seine Schauspielerin mit ein paar Blättern vor ihm: Edward Klosinskis letzte Tage, von ihr aufgeschrieben. Jetzt von ihr gesprochen. Allein im Zimmer, laut redend. Das gewinnt eine schmerzhafte Intensität."

14. Februar 2009 | DER KALMUS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sah einen Diamanten in der Asche. "Mit einem Mal wirkt die Geschichte des jungen Mannes, seiner Chancen und seiner Tragik wie eine Episode aus dem Erinnerungsschatz des Regisseurs selbst. Und wenn schließlich die gespielte Erschütterung der Frauenfigur nahtlos zurückführt zu Jandas Trauer in der Realität, sind Leben und Kunst schlichtweg ein und dasselbe geworden. Nach dem übergroßen, stilistisch unschlüssigen Drama KATYN vom Vorjahr hat Andrzej Wajda doch noch einmal einen wirklich persönlichen Film gedreht, ein minimalistisches Werk von echter poetischer Kraft."

14. Februar 2009 | DER KALMUS • Kritik • kino-zeit.de

Film und Realität, Leben und Tod, Rolle und Erfahrungen, sie gehen in Andrzej Wajdas Film eine Verbindung ein, die Joachim Kurz "nachdenklich stimmt und berührt, die unter die Haut geht, die aber niemals ins Pathetische oder Weinerliche abgleitet. Ein gelungener Film, den mit dem Pathos von Andrzej Wajdas letztem Werk KATYN, das im vorigen Jahr auf der Berlinale zu sehen war, nichts verbindet. Und genau deshalb, weil er auf alle großen Gesten verzichtet, den Figuren Raum lässt und genau beobachtet und registriert, kann man sich der melancholisch-sommerlichen Stimmung von DER KALMUS kaum entziehen.

01. Februar 2009 | DER KALMUS • Kritik • Berlinale

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