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NOTORIOUS B.I.G

NOTORIOUS B.I.G

Regie George Tillman jr.
Kinostart 26.03.2009

Kritiken • NOTORIOUS B.I.G

26. März 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • Der Spiegel

Ungereimt kommt diese Heldenverehrung laut Tobias Rapp daher. "Wenn es einen Grund gibt, sich diese ansonsten doch recht konventionelle Filmbiografie anzuschauen, dann ist es die fanatische Detailgenauigkeit, mit der sich der Hauptdarsteller Jamal Woolard die Körpersprache und Mimik des Rappers bis ins letzte Zucken der Mundwinkel angeeignet hat. So gesehen ist dieser Film tatsächlich ein Coup: Erst fand Combs den Dealer, den er zum Rapstar machen konnte. Nun hat er einen Schauspieler, der diese Verwandlung noch einmal aufführen kann."

25. März 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • Die Tageszeitung

Das Biopic erzählt eine Bilderbuchkarriere aus der Siegerperspektive, meint Andreas Busche. "Wieder mal ist es den Gewinnern überlassen, Geschichte zu schreiben. Der geläuterte Drogendealer ist die neue Heiligenfigur im HipHop. Diese Version hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler. Nach Filmen wie JUSICE oder HUSTLE AND FLOW sind die Biografien von Notorious B.I.G. und Tupac inzwischen selbst ein Klischee. Genauso wie die Einschussnarben von 50 Cent."

20. Februar 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • film-dienst 06/2009

Mittlerweile ist Michael Kohler daran gewöhnt, dass filmische Biografien einander gleichen wie ein Ei dem anderen. "Das liegt zum einen an der dreisten Beweihräucherung der amerikanischen Musikszene, vor allem aber daran, dass sich hier Filmklischees und HipHop-Abziehbilder gegenseitig in ungeahnte Höhen schaukeln. Manchmal ist das sogar recht komisch, etwa wenn sich der notorische Schwerenöter Smalls vor seinem angekündigten Tod noch rasch mit allen Frauen seines Lebens versöhnt."

17. Februar 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • critic.de

Schade findet es Nino Klingler, dass "dass nicht nur die Themen, sondern auch die unterschiedlichen Optiken dem Standard des Hip-Hop-Videos entsprechen. In genau diesem Genre macht Notorious B.I.G. im Endeffekt auch am meisten Sinn: als verlängerter Arm der Vermarktungskette der Bad-Boy Entertainment Group, ihres Zeichens Mitproduzentin des Films und Labelheimat von allem, was sich musikalisch aus dem kurzen Schaffen The Notorious B.I.G.s verwerten lässt. Der Soundtrack ist dort erhältlich."

13. Februar 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster ist enttäuscht: "Mit ihrem Tempo und ihrem fast schon ausgestellten Desinteresse an einer auch nur irgendwie komplexen Modellierung der Hauptfigur ist die Anfangsphase noch fast das Interessanteste am Film. Was danach folgt, kann sich jeder denken: Drugs, Sex & Gangster Rap. ... Newcomer und Hauptdarsteller Jamal Woolard macht eine gute Figur. Ansonsten ist mit dem Film nicht viel los. Biggie ist tot und kann sich gegen sein laues Biopic nicht mehr wehren."

12. Februar 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • Berliner Zeitung

Leider beschränkt sich der Film darauf, die Musik aufzuführen - zum Thema macht er sie nicht, kritisiert Jens Balzer. Der Film widmet sich "sich ausgiebig der Fehde zwischen Wallace und seinem einstigen Freund Tupac Shakur - und dem 1996/97 eskalierenden Streit zwischen Ost- und Westküsten-Rappern. Dass darin auch das Motiv für den Mord an Wallace gelegen hat, wird zwar nicht bewiesen, aber doch suggeriert. Der Film entwickelt daraus seine moralische Botschaft: Gewalt führt nicht weiter, und Geld ist nicht alles. Was Regisseur George Tillman jr. nicht daran hindert, in seiner Bildsprache hundertprozentig die luxus- und gewaltverliebte Ästhetik von GangstaRap-Videoregisseuren wie Hype Williams zu imitieren."

12. Februar 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Nadine Lange klappert der Regisseur "die Stationen ganz konventionell ab, filmt mal aus der Hand und mal mit Filtern. Doch hauptsächlich verlässt er sich auf die große Anziehungskraft seines Helden, den er am liebsten in extremen Close-ups zeigt. Dazu mischt er hektisch geschnittene Konzertbilder, die Biggie zu einem Ehrfurcht gebietenden Hip-Hop-Gott stilisieren. ... Schwerer wiegt jedoch, dass NOTORIOUS nach einer Stunde mächtig an Schwung verliert und sich bis zum Ende mit der gleichen Schwerfälligkeit fortbewegt wie sein 150-Kilo-Protagonist. Ein bisschen mehr Groove hätte der Meister schon verdient."

12. Februar 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • Die Tageszeitung

Für Diedrich Diedrichsen bietet der Filme eine linientreue Lektüre des nicht immer ganz linientreuen Lebens eines mittelinteressanten Rappers. "Bei der hektisch abhakenden Bebilderung dieser kurzen Karriere möchte man zwei-, dreimal anhalten und sich eine Sache genauer erklären lassen. Wie man das machte etwa, dass man mal eben vom Klein-Dealer zum Groß-Dealer aufsteigt. Aber dafür schaut man besser "The Wire". Jamal Woolard ist ein begabter Hauptdarsteller. Er ist dem echten B.I.G. deutlich näher als, sagen wir, Val Kilmer je Jim Morrison nahe war. Das ist aber auch das Beste, was man über NOTORIOUS sagen kann."

01. Februar 2009 | NOTORIOUS B.I.G • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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