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LITTLE SOLDIER

LITTLE SOLDIER

Regie Annette K. Olesen

Kritiken • LITTLE SOLDIER

14. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • Begründung der Ökumenischen Jury

"Der Film macht uns vertraut mit den Problemen einer jungen Soldatin, ihren Weg von einem Friedenseinsatz zurück in ihr Alltagsleben zu finden. Nicht zuletzt ihr gewalttätiger Vater setzt einen schmerzhaften Klärungsprozess in Gang: Geschlechterrolle, Vater-Tochter-Beziehung und Menschenhandel. Der Film bietet keine einfachen Lösungen, aber am Ende erscheint die Perspektive eines selbstbestimmtes Lebens. Zurückhaltende Anspielungen auf ihre Kriegserfahrungen verbinden die im Auslandseinsatz erfahrene Gewalt dramaturgisch und schauspielerisch überzeugend mit der verborgenen aber realen Gewalt europäischer Gesellschaften."

08. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • Die Zeit

Die Wunden, die ihr Leben als Soldatin in ihr hinterlassen haben, sind in jeder Einstellung sichtbar, meint Markus Zinsmaier. "All das hätte einen guten Film ergeben können. Little Soldier verspielt diese Chance. Das Ringen um Bedeutung, Tragik und Politik kommt derart bemüht und konstruiert daher, dass jede Emphase im Spiel der Hauptdarstellerin zu bloßem Schattenboxen verkommt."

07. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • Der Spiegel

Für Andreas Borcholte will der Film zu viel. "So naturalistisch die Bilder sind, so krass die Handlung daherkommt: LITTLE SOLDIER will einfach zu viel. Die mit Symbolik aufgeladenen Figuren bleiben bloße Klischees und erwachen nicht zu eigenem Leben. Zu formalistisch und letztlich prätentiös ist dieser engagierte Film, der mit viel Elan zeigen will, wie schlecht und kaputt doch alles ist."

07. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer sah zu viel Themen "für diesen kleinen Film, in dem die Protagonisten ihren inneren Aufruhr entweder durch Zuvielreden (Vater) oder Zuwenigreden (Tochter, Nachbar, afrikanische Mädchen u.a.) ausdrücken. Unterschiedliche Arten des Leids sollen in Verbindung gebracht und in ihrer Unvergleichbarkeit gezeigt werden - dabei kommt heraus, dass Menschen, die sich erst fremd waren, sich am Ende auch nicht besser kennen. Nicht besser wird wiederum der Film dadurch, dass er mit typisch skandinavischem Ambient-Jazz-Mulm unterlegt wurde."

07. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz sah eine präzise Kriegsheimkehrer-Studie. "Fahle Farben, extreme Close ups, unspektakuläre Bilder, cooler Soundtrack, eine trübe Welt – das sind die Markenzeichen der dänischen Regisseurin. Fast ein wenig zu cool geht sie diesmal zu Werke: wohldosiert das Blaugrau der Interieurs, der Himmel immer wolkenverhangen, knapp die Dialoge, anonym und unscheinbar die Kleinstadt, in der Lotte lebt. ... Ein Berlinale-Wettbewerb lebt nicht nur von den drei, vier herausragenden Beiträgen, sondern auch vom Mittelbau, von einer Handvoll solider Produktionen. LITTLE SOLDIER ist so ein Film. Eindringliches, aufrichtiges Kino."

07. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • Neues Deutschland

Wie Gunnar Decker feststellt, kommt der Film "ganz aus der dänischen Schule, grobkörnig, dicht dran an den Gesichtern, von präziser Alltagspoesie, die zugleich schmerzt und beglückt. Ein Film der Gegenläufigkeiten, mit Bildern, die sich einbrennen. Und das nicht, weil sie besonders spektakulär wären, sondern weil sie auf intimstem Raum eine Gewalt erzeugen, der man kaum auszuweichen vermag."

07. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • kino-zeit.de

Laut Joachim Kurz "kommt einiges zusammen, was in manchen Momenten gut und gerne für drei oder vier unterschiedliche Filme ausgereicht hätte: Es geht um das Trauma das Krieges, um kaputte Familienstrukturen, darum, wie man mit der Erkenntnis umgeht, dass der eigene Vater ein fieser Menschenhändler und Zuhälter ist, es geht um verpfuschte Leben, um Freundschaft und Verrat und um die Vergeblichkeit, an anderen das richten zu wollen, wobei man bei sich selbst versagt hat. Das Erstaunliche ist dabei in diesem Fall nur, dass Anette K. Olesens Drama unter dieser Last eben nicht zusammenbricht, sondern bis zum Ende leidlich funktioniert."

01. Februar 2009 | LITTLE SOLDIER • Kritik • Berlinale.de

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