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EINE PERLE EWIGKEIT

EINE PERLE EWIGKEIT

Regie Claudia Llosa
Kinostart 05.11.2009

Kritiken • EINE PERLE EWIGKEIT

07. Oktober 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Wirklich wunderbar und besonders wenn Nino Klingler an die Thematik denkt, auch überraschend sind die häufig leichten, manchmal explizit lustigen Momente. "Der Film wird durchdrungen von einer ambivalenten Stimmung, die Schönheit und Armut, Komik und Verzweiflung, Tod und Freude nicht als Widersprüche, sondern als gleichwertige Bewegungen des Lebens begreift. Claudia Llosa trifft den oft allzu leicht verfehlten Ton wirklich tragikkomischen Erzählens und fasziniert den europäischen Zuschauer so für eine fremde Perspektive auf das Schicksal von Menschen in einem südamerikanischen Entwicklungsland, ohne in irgendeiner Form eines romantisierten Blicks auf das Exotische zu bedürfen."

05. November 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Birgit Glombitza findet der Film starke Bilder dafür, wie Traumata und Terror weiterleben. EINE PERLE EWIGKEIT "hat seine Stärken nicht unbedingt im dramaturgischen Feinschliff. Sie liegen in den puristischen Gesten, dem zurückgenommenem Spiel und vor allem in dem ikonenhaft strengen, klaren Gesicht seiner Heldin Fausta. Magaly Solier, die Claudia Llosa bereits im Vorgängerfilm "Madeinusa" für die Leinwand entdeckte, umhüllt ihre Figur mit einer anrührenden Melancholie."

05. November 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah ein feministisches Manifest, aber eines der leisen Art, herausgebrochen aus einer Erfahrung des Schmerzes. "Es geht um den indianischen Volksglauben, dass sexuelle Gewalt die Muttermilch vergiftet und folglich das gestillte Kind lebenslang am Schrecken der mütterlichen Erfahrung leidet. Es geht, ohne dass dies im Film je verbalisiert würde, um die Zehntausende von Morden und Vergewaltigungen, die im Peru der Achtziger und Neunziger Jahre geschahen, während des Kriegs zwischen Regierungstruppen und der maoistischen Guerilla "Leuchtender Pfad". Also: um ein nationales Trauma, das vor allem ein Frauen- und Müttertrauma ist. Und um ein kollektives Erinnerungstabu, das ein ganzes Volk einschnürt."

05. November 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding ist begeistert. "Die außergewöhnliche, spröde Schönheit und konzentrierte Ernsthaftigkeit des Spiels von Magaly Solier sind der Angelpunkt jeder Szene. Die Kamera wird dabei zu einer Gefährtin, die ihr eine heikle Souveränität verleiht. Lange, ausdauernde Fahrten begleiten sie auf ihren Wegen. Sie scheint geradezu über die Kameraoperationen zu gebieten. Ihre Angst verwandelt sich dabei in eine Entschlossenheit, die Kraft schöpft aus dem starrköpfigen Festhalten an einer fixen Idee. Nur im Haus der Pianistin lenkt sie zunächst nicht die Bewegungen der Kamera. Claudia Llosa filmt die Räume als ein fremdes, einschüchterndes Terrain, in dem Fausta sich erst behaupten muss."

04. Oktober 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • br-online.de

Ein düsteres Thema wird hier zurückhaltend und fröhlich erzählt, lobt Margot Koehler. "Fausta-Darstellerin Magaly Solier trägt den rhythmisch langsamen Film in großer Ruhe und kleiner Mimik, allerdings ist die schwarz-weiß Zeichnung der Klassen klischeebehaftet. Vor finalem Trübsinn retten Alltagsszenen wie fröhliche Sammelhochzeiten oder die unterhaltsame Auswahl eines bunten Sarges. Tod und Lebensfreude gehören in EINE PERLE EWIGKEIT zusammen. Auch wenn es um Trauerverarbeitung, Traumata des nationalen Terrors und die tiefen Verwundungen der Seele geht."

01. Oktober 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Eine Perle Ewigkeit auf moviepilot.de

Überblick zum Film mit News, Bildern und Trailer.

02. September 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Der Standard

Isabella Reicher lobt die einprägsame Kinoheldin. "Zwischendurch - und das gibt dem Film dann umgekehrt noch eine weitere, fast dokumentarische Note - nimmt man teil an traditionellen Hochzeitsritualen: Faustas Familie stattet sie aus, von der rosa Feststiege übers nur zur Dekoration gedachte Buffet bis hin zu musikalischen Entertainmenteinlagen. Zwischen diesen Welten, dem Leben draußen und den Ängsten in ihr drinnen, zwischen den Hochzeiten und der Bestattung ihrer Mutter, die Fausta finanzieren muss, bahnt sich diese einprägsame Kinoheldin beharrlich einen eigenen Weg."

13. Februar 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas sah einen spröden Film, eine Herausforderung für den Zuschauer. "Ein wunderschönes Antlitz, das den Zuschauer bannt, aber auch zurückweist. Erst ganz am Ende scheint sich etwas zu regen in dieser Maske, da hat die Heldin und mit ihr der Zuschauer aber bereits einen langen, schmerzhaften Weg der Selbstannahme durchlaufen."

13. Februar 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Das ernste und wichtige Thema, das die Regisseurin und Drehbuchautorin Claudia Llosa in ihrem Film behandelt, ruiniert sie leider vollständig mit einer aufdringlichen bis albernen psychoanalytischen Metaphorik, kritisiert Jens Balzer. Schön ist es immerhin, dass es Fausta gelingt, ihr Trauma zu überwinden.

13. Februar 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Kerstin Decker ist dies "kein politischer Film, obwohl Vergewaltigungen zum Alltag des Terrors in Peru gehörten. Denn die Mitte dieses Films ist das streng-schöne, halb verlorene, meist schweigende, öfter singende, seltener sprechende Gesicht der Magaly Solier. .. Dass man sich THE MILK OF SORROW dennoch nicht ganz vorbehaltlos überlässt, liegt daran, dass er immer wieder ein wenig vorsätzlich wirkt, vor allem im Verhältnis Faustas zu Aida, einer Klaviervirtuosin mit Riesenhaus, Riesengarten und Hausmädchen wie Fausta. Oder muss man nur Lateinamerikaner genug sein, um die Existenz- und Reaktionsweise solcher Aiden ganz natürlich zu finden?"

13. Februar 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Die Tageszeitung

Detlef Kuhlbrodt mag den Film. "THE MILK OF SORROW ist gleichzeitig traurig und lebensbejahend. Unter dem Tisch mit den festlichen Speisen für eine Hochzeit liegt die Mutter in ihrem Sarg. Es geht um Klassengegensätze; um Reiche, die die Lieder der Armen stehlen, um Leben und Tod und den Tod in den Liedern, um Liebe vielleicht auch."

13. Februar 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • perlentaucher.de

Für Lukas Foerster ist der Film dann am Stärksten, "wenn Claudia Llosa sich auf den Ort einlässt, an dem ihre Geschichte spielt. Lima ist eine Stadt, die im Kino selten zu sehen ist und Faustas Passagen durch die Armenviertel erkunden diesen Raum auf unaufdringliche Weise, fern vom Elendstourismus. Einige hervorragende Beobachtungen gelingen dem Film hier: zum Beispiel die verschiedenen Hochzeitszeremonien, die einen naiven Pomp in die ärmlichen Behausungen importieren, oder der improvisierte Swimming Pool im Schlamm, in dem Kinder wie Erwachsene plantschen."

01. Februar 2009 | EINE PERLE EWIGKEIT • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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