Inhalt • EINE PERLE EWIGKEIT
Nach einem alten peruanischen Mythos übertragen jene Mütter, die einst Leid und Schmerz erfahren haben, die Krankheit der Angst an ihre Töchter. Dieses Erbe ihrer Mutter lässt auch Fausta (Magaly Solier) nicht vergessen, was ihr niemals zugestoßen ist. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und sucht Trost in indianischen Volksliedern. Als ihre Mutter plötzlich stirbt, ist Fausta gezwungen, ihr Leben allein in den Griff zu bekommen. Ihr Onkel (Marino Ballón) stellt ihr ein Ultimatum: Bis zur Hochzeitsfeier von Cousine Maxima (Maria del Pilar Guerrero) muss die Verstorbene unter der Erde liegen.
Crew • EINE PERLE EWIGKEIT
Regie: Claudia Llosa
Darsteller: Susy Sanchez, Magaly Solier, Efrain Solis, Marino Ballon, Antonio Prieto ...
Verleih/Copyright: Neue Visionen, Berlin
Kritik • EINE PERLE EWIGKEIT • 13. Februar 2009 • Der Tagesspiegel
Für Kerstin Decker ist dies "kein politischer Film, obwohl Vergewaltigungen zum Alltag des Terrors in Peru gehörten. Denn die Mitte dieses Films ist das streng-schöne, halb verlorene, meist schweigende, öfter singende, seltener sprechende Gesicht der Magaly Solier. .. Dass man sich THE MILK OF SORROW dennoch nicht ganz vorbehaltlos überlässt, liegt daran, dass er immer wieder ein wenig vorsätzlich wirkt, vor allem im Verhältnis Faustas zu Aida, einer Klaviervirtuosin mit Riesenhaus, Riesengarten und Hausmädchen wie Fausta. Oder muss man nur Lateinamerikaner genug sein, um die Existenz- und Reaktionsweise solcher Aiden ganz natürlich zu finden?"