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KATALIN VARGA

KATALIN VARGA

Regie Peter Strickland

Kritiken • KATALIN VARGA

12. Februar 2009 | KATALIN VARGA • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel ist irgendwie ratlos. "Die Hauptrolle in Peter Stricklands Film spielt keine der Personen, sondern die Berglandschaft der Karpaten, in der sie sich bewegen. Finstere Wälder, wogende Getreidefelder, Bäche und Hügel sind hier oft so schroff aneinandermontiert, als hätte auch der Cutter des Films ein Hackebeil benutzt. Die Wendungen der Handlung sind gleichfalls roh und kantig und überraschend, von der Tonspur dröhnt es bedrohlich wie in einem bösen Märchen. Bei allen Mängeln in der Feinmotorik aber entwickelt der Film eine grimmige Wucht, von der man abgebrüht sagen kann, dass sie osteuropäisch, oder hochtrabend, dass sie biblisch ist."

12. Februar 2009 | KATALIN VARGA • Kritik • Berliner Zeitung

Rau nennt Peter Uehling das Rachedrama aus Transsylvanien. Dies ist "ein balladesker Film: eine grausige Moritat ohne Moral und ohne blutige Sensationen. Er handelt vom Unheil und davon, wie es sich immer weiter fortzeugt. Er spielt in einem von Unrecht und Rache regierten Nirgendwo, in den Karpaten, im ländlichen Rumänien unter Menschen, die im Pferdewagen reisen, aber doch mit Handys kommunizieren, obwohl sie einander nur wenig zu sagen haben. Auch der Film selbst hält sich mit Kommentaren nicht weiter auf."

12. Februar 2009 | KATALIN VARGA • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz sah Kino als Religionsersatz. "Es ist, als ob Rembrandt mit Caspar David Friedrich einen Independent-Vampirfilm gedreht hätte, mit Anleihen beim magischen Realismus des osteuropäischen Kinos: Man sieht, dass Peter Strickland von der Bildenden Kunst kommt und dass er seine Regiekarriere mit Super -8-Arbeiten begann. Aber so eigensinnig seine Ästhetik und vor allem die Soundcollage auch sein mag, so sehr Hildá Peters als Titelfigur beeindruckt – mit ihrem Kontrast zwischen groben Stiefeln und der Statur einer griechischen Tragödin –, so sehr wächst gleichzeitig der Unmut über die Botschaft von KATALIN VARGA."

12. Februar 2009 | KATALIN VARGA • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker entdeckt den mythisch-schwebenden Grundton dieses ungewöhnlichen Films. "Ein geglücktes Unterfangen. Dieser eindringlich-stille Film verwandelt seine schroffen Gegensätze in eine Geschichte, deren Intelligenz in der Poesie liegt. Elegisch fließen die Bilder dieser Reise durch die Karpaten, die eine Reise zu einer unlebbaren Wahrheit wird. Das Grün der Wälder dunkelt sich ein zur Drohung: Wie löst man den Knoten, der das eigene Leben mit Geschehnissen verbindet, die einen wie blinde Gewalt trafen?"

01. Februar 2009 | KATALIN VARGA • Kritik • Berlinale

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