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IN THE ELECTRIC MIST

IN THE ELECTRIC MIST

Regie Bertrand Tavernier

Kritiken • IN THE ELECTRIC MIST

09. Februar 2009 | IN THE ELECTRIC MIST • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier ist überaus angetan: "Im Rhythmus der Südstaaten, in der jede Hektik vermieden werden muss, weil sie sofort zu heftigen Schweißausbrüchen führt, erzählen Bertrand Tavernier und Tommy Lee Jones nach dem Roman von James Lee Burke wunderbar altmodisch von unnachgiebiger kriminalistischer Aufklärungsarbeit. Es ist ein Vergnügen, sich als Zuschauer treiben zu lassen in dieser Handlung, in der die Realität und der Bewusstseinsstrom des Helden oft ineinander fließen. Immer wieder ruht sich die Kamera dabei auf dem verwitterten Gesicht von Tommy Lee Jones aus, einem Monolithen des Kinos, der so aussieht, als wäre er von Wind und Wetter ebenso modelliert worden wie von Alter und Erfahrung."

09. Februar 2009 | IN THE ELECTRIC MIST • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Gerhard Midding findet der Regisseur zu einem wehmütig entspannten Erzählgestus, der seine Handschrift kunstvoll verbirgt. Sichtbar ist sie dennoch. "Bertrand Tavernier inszeniert die Verhöre als Zwiesprache verletzter, unerlöster Seelen. Die Toten wesen weiter und harren darauf, dass ihre Botschaft endlich erhört wird: Robicheaux' verlässlicher Ratgeber in diesem Universum der moralischen Ungewissheiten ist ein längst begrabener Südstaatengeneral, der ihm erklärt, wie man mit dem Bösen leben und dennoch seinen Prinzipien treu bleiben kann."

09. Februar 2009 | IN THE ELECTRIC MIST • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche entdeckt die Allgegenwart von Zerfall und Desolation. Sie "verleiht dem Film eine morbide Atmosphäre, die von den titelgebenden Nebeln noch verstärkt wird. Es ist ein Halbwelt-Film im besten Wortsinn. Die Toten sind überaus lebendig (und mit ihnen der ganze historische Ballast), einige der Lebenden stehen bereits mit einem Bein im Grab. Und über sie alle regiert ein monströser John Goodman als lokaler Mobsterboss. Er setzt in IN THE ELECTRIC MIST das Realitätsprinzip fast eigenständig außer Kraft."

09. Februar 2009 | IN THE ELECTRIC MIST • Kritik • Der Standard

Isabella Reicher lobt Tommy Lee Jones, "der sich solche Figuren schon länger anzieht und sie inzwischen ausfüllt wie eine zweite Haut. Er fährt in seinem Pickup über Land, hält da und dort, um mit jemandem zu reden. Manchmal gehen die Gespräche auch in Handgreiflichkeiten über, und noch seltener muss Robicheaux in die große Metallkiste hinten auf der Ladefläche langen, wo die Doppelläufige liegt."

08. Februar 2009 | IN THE ELECTRIC MIST • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist leise und traurig, hat einen fast zärtlichen Blick für seinen Helden, bilanziert Sebastian Handke. "Diese Tonlage zu treffen, ist zwar ein kleines Kunststück. Bertrand Tavernier gelingt es aber nicht, dieser fragilen Oberfläche etwas dauerhaft Drängendes unterzuheben. Es reicht nicht, wenn nur ein alter Mann mit Gitarre auf der Veranda hockt und den verrätselten Ratschlag gibt, alte Geister besser ruhen zu lassen (selbst wenn er von der Blues-Legende Buddy Guy gespielt wird). Dem Film fehlt es an Latenz, es fehlt die Ahnung, dass etwas Vergangenes die Gegenwart bestimmt. Daher gewinnt IN THE ELECTRIC MIST nie das Gewicht, das dieser Film hätte haben können. An den Darstellern liegt es nicht, sie machen ihre Sache gut."

08. Februar 2009 | IN THE ELECTRIC MIST • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz ist enttäuscht. "Leider bleibt der Film selbst trotz all dieser gelungen Ingredienzien ein wenig hinter seinen Möglichkeiten zurück und entpuppt sich schnell als konventioneller Thriller, der in erster Linie eine – freilich gelungene – Verbeugung vor der Gegend rund um New Iberia ist. Als Thriller hingegen bleibt IN THE ELECTRIC MIST nur Durchschnittsware – da helfen auch die Geister längst verschiedener Südstaaten-Soldaten nicht weiter, die Dave Robicheaux so manchen guten Ratschlag bereithalten."

08. Februar 2009 | IN THE ELECTRIC MIST • Kritik • perlentaucher.de

Da muss erst ein Franzose kommen, meint Ekkehard Knörer. "Die Sumpf-Welt von IN THE ELECTRIC MIST ist ein stimmungsmalerischer Wurf, was aber auch heißt, dass er die Sättigung mit dem Sumpfigen in verschiedene Modi zu setzen versteht. Er kommt sich da mit dem Auffächern der Stimmungen zur Hilfe, mit den Seitenfiguren, die sich leichter nehmen, mit dem Gusto des John Goodman, der das Böse verkörpert, aber ein mittleres Böses sozusagen, das den Vorteil hat, dass man seine Schmierigkeit und seine Gier auf den ersten Blick gleich erkennt. Da hilft schon ein Schlag in die Fresse, da ist keine zehrende Totentherapie nötig. "

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