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DEUTSCHLAND 09

DEUTSCHLAND 09

Regie Wolfgang Becker (II)
Romuald Karmakar
Nicolette Krebitz
Angela Schanelec
Dani Levy
Dominik Graf
Tom Tykwer
Fatih Akin
Hans Steinbichler
Sylke Enders
Hans Weingartner
Christoph Hochhäusler
Isabelle Stever
Kinostart 26.03.2009

Kritiken • DEUTSCHLAND 09

27. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Die Zeit

Thomas Assheuer entdeckt die alte Unübersichtlichkeit. "Liegt es an den Regisseuren – oder doch an dem Land, das sie beschreiben? Tatsächlich zählt der Berichts- und Empfindungszeitraum von DEUTSCHLAND 09 zu den aufregendsten Epochen der Bundesrepublik ... Aber es ist merkwürdig. Im filmischen Rückblick scheint diese Ära von synthetischer Glätte, Spott und Häme der Regisseure perlen ab."

26. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Der Spiegel

Dann doch lieber Mario Barth, meint Christian Buß. Er sah einen Film voll Banalität, Eitelkeit und Retro-Gags. "Man arbeitet mit den gleichen Techniken, die man zu kritisieren vorgibt. Subversion sucht der Zuschauer vergeblich: Opas Kino ist zurück, es wurde allerdings teuer einparfümiert. Überhaupt haben fast all die Etüden eine viel zu edle Optik - so sehen Semesterarbeiten besonders strebsamer Filmhochschüler aus."

26. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel findet 13. Liebesgründe für dieses Land.

26. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt kann der ganzen Sache nicht abgewinnen.

26. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sieht in dem Film ein bleibendes Zeugnis dieser filmhistorisch wohl einmaligen Opulenz. "Das Argument, mit sattem Magen ließe sich schwer über soziale Gerechtigkeit sinnieren, greift freilich kaum: Denn so etwas wie soziale Not findet in diesem Film-Deutschland des Jahres 2009 allenfalls als kuriose Randerscheinung statt. ... Ein grundsätzliches Missverständnis gegenüber dem Kurzfilm liegt diesem Programm zu Grunde. Nicht nur in Oberhausen, auf den meisten deutschen Spezialfestivals für kurze Filme könnte man mit verbundenen Augen bessere, aktuellere und kunstvollere Episodenfilme über die deutsche Wirklichkeit zusammenstellen."

26. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Jungle World

Dumm und dümmer titel Andreas Hartmann seine Kritik. "Wenn man es genau bedenkt, lässt sich feststellen, dass DEUTSCHLAND 09 auch großartig ist. Diese "Deutschland-Rolle" behauptet ja, Nabelschau und Spiegel der Nation gleichzeitig zu sein. Nachdenken über Deutschland, um so etwas soll es gehen, und in der Krise denkt ja jeder ganz gerne über Deutschland nach. Man wird also trotz all der Warnungen, die bereits ausgesprochen wurden, fleißig in die Kinos rennen. Und es wird ein Stöhnen und Wehklagen einsetzen."

25. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Berliner Zeitung

Dreizehn Filmemacher - das bedeutet nicht unbedingt dreizehn Handschriften, stellt Christina Bylow fest. "Bei aller Heterogenität ist sämtlichen Filmen eins gemeinsam: die Aura von Einsamkeit, die ihre Figuren umgibt. Sie sind einsame Täter, einsame Kinder, einsame Mütter, einsame Berufsmenschen. Bei Angela Schanelecs ERSTER TAG bleibt nur die Einsamkeit der morgendlichen Landschaften und Straßenkreuzungen. Unser Leben ohne uns - was ist das für ein romantisches Deutschland-Bild."

25. März 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • epd-film 04/2009

Rudolf Worschech entdeckt Stärken und Schwächen. "Man vergleicht ganz unwillkürlich DEUTSCHLAND 09 mit einem anderen, berühmten Omnibusfilm, mit Deutschland im Herbst, mit dem der Neue Deutsche Film auf den sogenannten "Deutschen Herbst" des Jahres 1977 reagierte, auf die Schleyer-Ermordung, den Tod der RAF-Terroristen in Stammheim, aber auch auf die Hysterie der Staatsorgane in dieser Zeit. Auf eine solche konkrete politische Situation und ihren ungeheuren Druck können und müssen die Filmemacher heute nicht mehr reagieren, und einen roten Faden wie damals gibt es auch nicht mehr. Auch das ist Stärke und Schwäche zugleich. Ein umfassender Bericht zur Lage der Nation oder zumindest zur aktuellen Stimmung ergibt sich in DEUTSCHLAND 09 auch nach 151 Minuten daraus jedenfalls nicht. Aber vielleicht brauchen wir den auch gar nicht."

15. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Claudius Seidl ist völlig entsetzt. "Wenn das, was man, nur zum Beispiel, in Hans Weingartners Kopf vermuten muss, politisches und historisches Bewusstsein ist, dann ist Volker Schlöndorff ein Klassiker, der Filmkunst und der Theorie. ... Das Problem dieses Films ist nicht, dass er wütend, sondern dass er dumm ist: so (um mal in der Heimatsprache Bierbichlers zu sprechen) saudumm und unreflektiert, dass man, angesichts der schönen, zarten oder rätselhaften Momente, die es natürlich auch gibt ... leider trotzdem sagen muss, dass es anscheinend keinen richtigen Film in diesem falschen gibt."

14. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas würde gern Abwrackprämien für Filme vergeben. "Wirklich neu sind allerdings auch diese Ideen nicht. Dass der Bürger die Sublimierungszwänge auf säuische Weise umgeht und der Angestellte zwischen Laptop, Handy und Videokonferenz ein Stück Persönlichkeit einbüßt, zieht keinen kulturkritischen Fisch vom Teller. Die restlichen Episoden aber sind von derart ideologischer Verstocktheit, dass man sich lieber zehnmal DEUTSCHLAND IM HERBST, das Vorbild von 1978, ansehen wollte, als dieses Agitpropkino durchzusitzen."

14. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Der Tagesspiegel

Hier wird laut Christiane Peitz im Paradies gejammert. "Deutschland Null Nix, möchte man seufzen. Eine triste Momentaufnahme ist es geworden und dazu ein seltsame Zeitreise zurück in eine Ära, als der Autorenfilm seine Protestnoten gegen den Weltenlauf noch angestrengt und unbeholfen formulierte. Da tröstet höchstens der Gedanke, dass eine Nation, die so belanglose, beliebige Ansichten produziert, unglaublich saturiert sein muss. Wer das Unbehagen am eigenen Land derart krampfhaft artikuliert, der hat wohl keine ernsthaften Probleme."

14. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film trägt schwer am Bedeutungswillen, kritisiert Stefan Reinecke. "Vieles wirkt ausgedacht, weniges erlebt. Der totale Absturz in aufgeplusterte Wichtigkeit geht auf das Konto von Wolfgang Becker, der Deutschland als verrottetes Krankenhaus zeigt. Aber verrottet sind hier nur die Scherze. Chirurgen operieren Patienten mit Sozialinfarkt und amputieren "Lohnnebenhöhlen". Aua! DEUTSCHLAND 09 zeigt Leute, die politisch engagiert und etwas langweilig sind. Sie sind ein bisschen anarchisch und haben mit Humor ein ernstes Problem. Mit der Seele sind sie noch immer im 19. Jahrhundert zu Hause."

14. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • perlentaucher.de

"Gemischtes Vergnügen", nicht Omnibus-Film, sollte von Rechts wegen die Genre-Bezeichnung lauten, schlägt Ekkehard Knörer vor. "Die Idee: 13 RegisseurInnen bringen in 13 Filmen deutsche Gegenwart auf die Leinwand. Das Ergebnis fällt verdammt unterschiedlich aus. Nicht einmal so sehr in der, sagen wir es so verschnarcht, wie es denn auch ist: Grundbefindlichkeit. Gesellschaftskritik, im Zweifel von links, wird fast durchweg geübt, mal ernsthaft, mal komisch, in aller Regel aber doch: eher schlicht im Gemüt."

14. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker kann dem nicht viel abgewinnen. "13 Regisseure zeigen in sehr persönlichen Kurzfilmen ihre Sicht auf dieses Land. Gut zehn Minuten für jeden, rauscht DEUTSCHLAND 09 dann in 140 Minuten vorbei. Was bleibt, sind einige grelle Bilder und das Gefühl, dass sich das Verhältnis von Gelungenem und Misslungenen immer wieder auf gleiche Weise herstellt. Ist es überhaupt sinnvoll, 13 Kurzfilme unter eine Überschrift zu stellen?"

14. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • kino-zeit.de

AAuch wenn der Film nicht in jeder Episode funktioniert, wenn nicht alles den Geschmack des Publikums treffen dürfte – laut Joachim Kurz sit er "ein selbstbewusstes Statement einer Generation, die einerseits die Filmemacher, die einst Deutschland im Herbst drehten, schätzt, andererseits aber auch genau weiß, die sie einen ganz anderen Zugang zu der Auseinandersetzung mit der eigenen Heimat finden muss und finden will. Und vielleicht ist es eben mit Deutschland genauso wie mit diesem Film: Manches mag man eben und anderes nicht."

13. Februar 2009 | DEUTSCHLAND 09 • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz spricht mit einigen Regisseuren des Omnbius-Films.

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