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CHERI

CHERI

Regie Stephen Frears
Kinostart 27.08.2009

Kritiken • CHERI

19. August 2009 | CHERI • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Der Film ist laut Thorsten Funke vorallem eines: "elegant. Das betrifft die Dekors und die Kostüme genauso wie die Erzählhaltung. Schon im Vorspann fasst ein Sprecher mit süffisantem Tonfall die historischen Höhepunkte des Kurtisanentums zusammen und lässt dabei eine rhetorische Treffsicherheit zutage treten, die sich später in den Dialogen fortsetzt. Léa und ihre von Kathy Bates gespielte ehemalige Kollegin, Chéris Mutter, liefern sich immer wieder kleine Gefechte akrobatischen Wortwitzes. Beide haben ihr Leben in den Betten mächtiger und reicher Männer verbracht und sind wohlhabend, Aktientipps austauschend, in den Ruhestand getreten."

28. August 2009 | CHERI • Kritik • Der Spiegel

Ohne Biss ist der Film für Birgit Glombitza. Sie konnte "CHERI (CHERI Trailer)s Eleganz bestaunen, seine Farbgebung, die geschliffenen Wortduelle. Aber dahinter gibt es keine Überraschung, auch keine Verstrickung ins Zeremoniell verlogener Ehrerbietung, wie Stephen Frears sie noch so wundervoll in THE QUEEN durchexerzierte. Dieses Mal will sich sein Gespür für das Abgründige hinter der Etikette nicht so richtig einstellen. CHERI (CHERI Trailer) bleibt ein Kuchen, der beim Anschnitt unter seinem kunstvollen Dekor zu schnell nachgibt."

28. August 2009 | CHERI • Kritik • Die Zeit

Witz und Glamour bescheinigt Sabine Horst dem Film und besonders der Hauptdarstellerin. "Vielleicht muss das Kino ein wenig herumprobieren, um für diesen hedonistischen, arrivierten Frauentyp den passenden Rahmen zu finden. Auch CHERI (CHERI Trailer), keiner der ganz großen Stephen Frears-Filme, wirkt noch etwas unentschieden. Léa wird am Ende ihren "unpassenden" Liebhaber gehen lassen. Michelle Pfeiffer hat unterdessen angedeutet, dass sie den Affentanz um Krähenfüße und Nasolabialfalten nicht mehr mitmachen wird. Sollte CHERI (CHERI Trailer) für sie tatsächlich ein Befreiungsschlag gewesen sein, hätte sich das Ganze schon gelohnt."

27. August 2009 | CHERI • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Jan Brachmann übt der Regisseur die Kunst der Diskretion. "Ansehnlichkeit und Anteilnahme sind die Prinzipien, denen dieser Film folgt. Er will unterhalten und gefallen wie die Romane "Chéri" und "Chéris Ende" von Colette (1873-1954), nach denen Christopher Hampton das Drehbuch schrieb. Doch auch wenn Interieurs, Gärten und Automobile viel zur Ansehnlichkeit beitragen, so bleibt die Ausstattung zweitrangig gegenüber den Hauptdarstellern, deren äußeres Spiel für die inneren Motive so durchsichtig ist wie Sèvres-Porzellan für das Licht."

27. August 2009 | CHERI • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur erzählt im ironischen Plauderton und hält sich an die Etikette, der auch die Figuren verpflichtet sind, findet Barbara Schweizerhof. "Am Ende bleibt ein schales Gefühl zurück. Es ist, als habe sich Frears nicht entscheiden können, ob er nun einen Film über die Kurtisanen als Vorläufer der Frauenemanzipation drehen wollte oder doch lieber einen Film über Liebe und die bittere Erkenntnis, dass die falsche die wahre sein kann, wie es am Ende heißt? Oder sollte der Akzent auf dem Problem des Alterns liegen? Mit der Paradoxie, dass die Person, um deren Alter es hier geht, vor der Kamera als gleichbleibend makellose Michelle Pfeiffer erscheint?"

25. August 2009 | CHERI • Kritik • Der Tagesspiegel

Michelle Pfeiffer spielt in CHERI (CHERI Trailer) die Edelkurtisane Léa de Lonval: Es ist die Rolle ihres Lebens, findet Christina Tilmann. "Stephen Frears hat aus Colettes beiden Chéri-Romanen ein Zeittableau besonderer Art gemacht, einen exquisiten Kostümfilm mit den schönsten Kleidern, extravagantesten Hüten, schmalsten Taillen, opulentesten Blumenbouquets, die sich auftreiben ließen. Und mit einem Drehbuch, das Christopher Hampton mit funkelnden Bosheiten nur so aufgeladen hat, mit einem Kaffeekränzchen alternder Kurtisanen rund um eine umwerfende Kathy Bates, die sich die Beleidigungen fein verpackt genüsslich um die Ohren hauen. Ein Gesellschaftsstück, hochamüsant und bitter, raffiniert, funkelnd und ziemlich giftig."

20. August 2009 | CHERI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn ist begeistert. "Erlesen und elegant ist Stephen Frears Adaption, hohe Kunst im Spiel mit der mühsam behaupteten Selbst-Beherrschung aller Protagonisten, buchstäblich traumhaft im Verständnis der Farben, Stoffe und Möbel, in denen sich die Seelen der vermeintlich seelenlosen Liebe-Dienerinnen materialisieren. Alles, was tief ist, liebt die Maske, auch das hat Nietzsche gesagt, und es passt zeitlos zu den maskierten Herzen aus CHERI (CHERI Trailer). Natürlich kann man auch von einer Parallele zu Hollywood und dem Kino-Diktat der ewigen Jugend sprechen, oder von Michelle Pfeiffers Mut, eine verlassene 50-jährige zu spielen. Aber damit bliebe man an einer Oberfläche, in der kein Philosoph jemals etwas anderes vermuten würde."

20. August 2009 | CHERI • Kritik • epd-film 08/2009

Birgit Glombitza ist von den Darstellern begeistert. "Wie Kathy Bates also durch dieses Reich aus importierten Köstlichkeiten, Seidentapeten und Jugendstilschnörkeleien lustwandelt, das offenbart die ganze komplizierte Innenarchitektur der Pariser Oberschicht der zwanziger Jahre. Und der Frauen, die in sie hineinintrigiert oder -gehurt haben. Sie sind in CHERI (CHERI Trailer) diejenigen, die die Szenerie beherrschen. Die Männer sind verschollen, tot, häufig wechselnd. Oder so verzogen wie "Chéri" (Rupert Friend), der Sohn der Gastgeberin."

02. August 2009 | CHERI • Kritik • br-online.de

Margret Koehler sah eine emotionale Achterbahn durch Himmel und Hölle. Drehbuchautor Christopher Hampton hat "geschliffene und in ihrer Bösartigkeit kaum zu übertreffende Dialoge geschrieben, die sich die Damen beim gesellschaftlichen Miteinander ins Gesicht sagen - ein bitterböser, für den Zuschauer höchst amüsanter Schlagabtausch. Der zentrale Geschlechterkampf zwischen Léa und Chéri, sie mit der Macht der Erfahrung, er mit der Macht der Jugend, ist eine grandiose Gratwanderung auf Messers Scheide, die beide Schauspieler, Michelle Pfeiffer und Rupert Friend, locker meistern. Die Pfeiffer hat auch als ältere Aktrice nichts von ihrer Strahlkraft verloren, ist immer noch umwerfend schön, mit einem Schuss reifer Sinnlichkeit. Der macht sie noch begehrenswerter und diesen Film absolut sehenswert."

02. August 2009 | CHERI • Kritik • programmkino.de

Obwohl der junge Chéri die Hauptperson dieses Gesellschaftsbildes ist, feiert laut Luitgard Koch "die 51jährige Michelle Pfeiffer in dem sinnlichen Feuerwerk um Liebe und Eifersucht ein wahrhaft gelungenes Comeback. Souverän stellt sich die zierliche Kalifornierin mit dem ätherischen Blick, den gemeißelten Wangenknochen und dem geheimnisvollen Mona-Lisa-Lächeln in ihrer Rolle den Problemen des Älterwerdens. Vor allem die treffsicheren Wortgefechte zwischen ihr und Kathy Bates als Madame Peloux sind ein Genuss. Gleichzeitig versteht es die versierte Charakterdarstellerin die verletzten Gefühle und die Unsicherheit, die sich hinter dem selbstbewussten und schlagfertigen Auftreten Leas verbergen, überzeugend spürbar zu machen. Der Nimbus der Leinwandikone ist ungebrochen."

16. Juni 2009 | CHERI • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Stephen Frears' Colette-Verfilmung CHERI (CHERI Trailer) ist ein elegantes Sittengemälde der Belle Epoque, meint Susanne Ostwald. "Das von Colette mit leichter Hand verfasste Sittenbild hat im Film hinter seiner verspielten Fassade eine bemerkenswerte Tiefe, die sich nicht zuletzt der grösseren zeitlichen Distanz zur dargestellten Epoche verdankt. Wie schon in THE QUEEN und anderen seiner Filme erweist sich Stephen Frears erneut als Meister darin, Komik und Tragik in perfekter Balance zu halten. Der schwarze Humor seiner Heimat leistet ihm dabei gute Dienste, und einige skurrile Nebenfiguren am Spieltisch der Madame Peloux scheinen direkt aus einem Dickens-Roman entlaufen zu sein."

11. Februar 2009 | CHERI • Kritik • Der Spiegel

Klug nennt Andreas Borcholte die Geschichte und lobt Michelle Pfeiffer, um "einerseits einen frivolen Blick auf das ödipal-amouröse Verhältnis zwischen Männern und älteren Frauen zu werfen, und um andererseits mit lustvoller Wehmut über die Flüchtigkeit jeglicher Schönheit zu klagen. Im grandiosen Schlussbild, einer langen Nahaufnahme von Michelle Pfeiffers wunderschönem, aber langsam welkenden Gesicht, sieht man all die Anstrengung, die Frauen darauf verwenden, ihre Jugend festzuhalten."

11. Februar 2009 | CHERI • Kritik • Berliner Zeitung

Glänzend bösartig sind die Konversationen der altgedienten Lebedamen, stellt Carmen Böker fest. "Rupert Friend gibt Chéri mit charmant umflorten Augen und dekadentem Dauerschmollen. Gegen das Duell seiner von Kathy Bates verkörperten Mutter und seiner Geliebten, gespielt von Michelle Pfeiffer, besteht er allerdings keine Minute. In prächtigsten Kostümen segeln sie wie Fregatten aufeinander zu, wobei die Differenzierung ihrer Ausstattung ein Extravergnügen ist."

11. Februar 2009 | CHERI • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann sah einen Liebesfilm, wie er im Buche steht. "Niemals sentimental, niemals kitschig, niemals schwerfällig oder pathetisch, sondern von der sonoren Erzählstimme wunderbar schnoddrig hingetupft. Man lacht sehr viel, auch wenn es einer der traurigsten Filme der diesjährigen Berlinale ist. Und wieder einer, der kompromisslos eine reife, nein, eine richtige Frau ins Zentrum stellt, nach Kate Winslet und Kerry Fox, Robin Wright Penn und auf einem Nebengleis irgendwie auch Julie Delpy."

11. Februar 2009 | CHERI • Kritik • Die Tageszeitung

Birgit Glombitza resümmiert: Der Film ist "im besten Sinne ein Austattungsrausch aus echten und falschen Blüten. Ein Film wie Nounoune selbst. "Wunderschöne Henkel für eine alte Vase", sagt sie einmal über die eigenen zur Decke gestreckten Arme. Nur was mit ihr passiert, wenn sie zerbricht, interessiert hier keinen so wirklich. Der Krieg macht der Belle Époque ein Ende. Chéri muss an die Front. Er wird zurückkehren ohne einen Kratzer. Das Leben selbstbewusster, nicht nur ökonomisch denkender Pariser Damen scheint in jenen Tagen weitaus gefährlicher. "

11. Februar 2009 | CHERI • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz ist begeistert. "Prächtig ausgestattet, elegant gefilmt und mit einer nach wie vor bezaubernden Michelle Pfeiffer und einem herrlich launischen Rupert Friend in den Hauptrollen bestens besetzt, besticht CHERI (CHERI Trailer) durch Dialogwitz, Eleganz und eine Leichtigkeit, die dem reichlich fließenden Champagner in diesem Film in nichts nachsteht."

10. Februar 2009 | CHERI • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald porträtiert Michelle Pfeiffer.

10. Februar 2009 | CHERI • Kritik • festivalblog

Andreas Tai hebt Ausstattung und Bildkomposition hervor. "Es ist eine Augenweide, wie sich elegante Kleidung, luxuriöses Interieur und malerische Naturumgebung in ihren Farben ergänzen, besonders für Liebhaber der Belle Epoche. Der neue Film von Stephen Frears ist eine ergreifende Liebesgeschichte im Spannungsfeld von jugendlichem Überschwang und "fading beauty". Man lacht und weint über Chéri und Lea und über die Tragik, die darin liegen kann, seine große und wahre Liebe gefunden zu haben."

01. Februar 2009 | CHERI • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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