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THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE

THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE

Regie Tom DiCillo
Kinostart 01.07.2010

Kritiken • THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE

15. Juni 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking fehlt der überzeugende individuelle Blickwinkel. "Sehens- und hörenswert sind vor allem die neu ausgegrabenen Konzert-, Studio- und Privatvideoaufnahmen aus den Jahren 1966 bis 1971. Bilder von Morrison auf und hinter der Bühne, mit Fans, Journalisten oder Flugzeugpersonal offenbaren mehr von seinem Charakter inklusive Selbstdarstellungskünsten und Persönlichkeitsschwankungen als DiCillo mit einer Plattitüde wie "War er brillant oder brillant kalkulierend?" oder einer Definition des Sängers als "altertümlicher Schamane"."

02. Juli 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • Die Zeit

Tom DiCillos sensationeller Dokumentarfilm zeigt die Doors als Kritiker der amerikanischen Vernunft, schreibt Thomas Groß. "enn der Held in seinem wüstenhimmelblauen Ford Mustang den kalifornischen Highway hinunterreitet, folgt er nicht nur der altamerikanischen Erzählung vom einsamen Cowboy, die Geister toter Bluessänger sind mit ihm, die an einer Straßenkreuzung ihre Seele dem Teufel verkauften, und dahinter werden die europäischen Bilder vom poète maudit sichtbar. Es ist der Mythos vom sich selbst verschwendenden Künstler, der seiner Selbststilisierung zugrunde liegt. Ein Entkommen daraus war nicht möglich. Der postmoderne, souverän mit seinem Image spielende Rockstar wurde erst ein Jahrzehnt später erfunden."

01. Juli 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte stellt fest: "Für seinen ersten nicht-fiktionalen Film schnitt der anerkannte US-Independent-Regisseur bisher unveröffentlichte Konzertszenen (darunter der Auftritt im Dinner Key) und Filmaufnahmen von Morrison und den Doors zu einer streng heldenverehrenden, aber dennoch erhellenden Collage über eine Rockband, die den widersprüchlichen Geist der späten Sechziger wie kaum ein anderes Pop-Phänomen verkörperte."

01. Juli 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • Berliner Zeitung

Der Reiz der Dokumentation liegt für Markus Schneider darin, "gelegentlich nicht ganz sicher sein kann, ob man dessen Bilder bereits aus dokumentarischen Zusammenhängen kennt oder mit Oliver Stones nachgestellten verwechselt. Das liegt auch daran, dass sich Oliver Stones und Tom DiCillos Blicke ähneln. Immer wieder findet man sich als Zuschauer in eine Perspektive gedrängt, die etwas begriffslos dem Faszinosum Jim Morrison und seinem Hang zu Sex, Drogen und Esoterik erliegt. Wobei es keinen so großen Unterschied macht, dass Tom DiCillo den charismatischen Bandleader, Sänger und Lyriker auch - anders als Oliver Stone - jenseits schamanistischer, bedröhnter Brummelei bewundert."

01. Juli 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • Der Tagesspiegel

Nadine Lange findet einiges banal. "Im Zentrum der Dokumentation steht der wild-geheimnisvolle Jim Morrison, der Lizard King, Poet und zunehmend in Alkohol und Drogen versinkende Sänger des Quartetts. Man kann zusehen, wie der Rock-’n’-Roll-Lebensstil seine Physiognomie verändert. Dennoch strahlt er eine Coolness und Star-Präsenz aus, die noch fast 40 Jahre nach seinem Tod beeindruckt. Der Film sonnt sich in seinem Glanz."

01. Juli 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler erinnert sich: "Bei der Berlinale-Vorführung im vergangenen Jahr lobte John Densmore, Schlagzeuger der Doors, Tom DiCillo für seine Fähigkeit, Ordnung in Ferraras chaotisches Material zu bringen. Nach diesem Satz mochte man sich den ursprünglichen Zustand gar nicht mehr vorstellen, denn der Film ist immer noch heilloses Durcheinander. Vielleicht kann es auch gar nicht anders sein: Wenn sich Morrison nicht auf dem Bühnenboden wälzt, schaut er bedröhnt in die Kamera, und draußen im Land sieht es nicht besser aus."

01. Juli 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • Neues Deutschland

Angelika Kettelhack ist etwas enttäuscht. "Über den Mythos Morrison hätte DiCillo auch einen spektakuläreren Film drehen können. Aber mit Johnny Depp hat er einen souveränen, durchaus nicht unbeteiligten Erzähler gewählt (dessen wohltuende Stimme zum Glück nicht synchronisiert worden ist), der uns in Erinnerung ruft, dass es in den sechs kurzen Jahren der Doors neben den Toten des Vietnamkriegs auch erschreckend viele Opfer unter Künstlern und Politikern gab."

01. Juli 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • f.lm

Alle Kritik bedeutet für Florian Reinacher nicht, dass der Film ein misslungener wäre. "Im Gegenteil: Dieser Puritanismus ist ein Statement. Er zeigt auf nostalgische Weise die Erstarrung eines Musikers und Poeten in einer Ikone Namens Jim Morrison. Und er tut dies auf eine sehr filmische Weise. Damit gehört Tom DiCillos poetischer Nachruf zu den wirklich sehenswerten Beiträgen über die Doors. Es ist fast so, als hätte Mister Morrison hierfür selbst schon die richtigen Worte parat gehabt."

20. Juni 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • film-dienst

Ulrich Kriest fehlt was. "Der Film bleibt aufgrund seines Ansatzes notwendigerweise impressionistisch an der Oberfläche der Ereignisse, will gerade keine kulturhistorische Tiefenbohrung und keine Analyse der narzisstischen Persönlichkeit Morrisons anstellen, die heutige Betrachter wohl eher mit Robbie Williams, Amy Winehouse oder Pete Doherty in Verbindung bringen als mit Nietzsche, Freud und Rimbaud. Was bleibt, ist das Erstaunen darüber, wie lange die anderen Band-Mitglieder Morrisons Eskapaden ertragen haben – und ein Dutzend ziemlich guter Songs, die es (wieder) zu entdecken gilt."

15. Juni 2010 THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • doppelpunkt.de

Martin Schwarz ist durchaus angetan. "Was bleibt, sind sechs Alben, keine Verwendung von The-Doors-Songs in Auto-Werbeclips – und mehr als ein Hauch von Individualismus und Anarchie, den dieser Film perfekt transportiert. Und dabei kommt das Werk, das zum Glück nur im Original mit deutschen Untertiteln in den hiesigen Kinos anläuft, ganz ohne Talking Heads von Heute aus, die über die glorreichen 60er sinnieren."

01. Juni 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • The Doors - When You're Strange

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Juni 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • programmkino.de

David Siems schreibt, was "den Film dennoch sehenswert macht: Tom DiCillo gelingt es gleichzeitig den Frontmann kultisch zu verehren und anhand von Alltagsszenen wiederum als ganz normalen und verletzlichen Menschen zu zeigen – und damit ein bisschen mit seinem Mythos zu brechen. Wir sehen Morrison als verwöhntes Kind, später als gequälten Künstler, als Sexsymbol und als fertiges Alkohol-Wrack. Für den Filmemacher (der mit Independent-Werken wie "Johnny Suede" oder "Delirious" für ein wenig Aufsehen sorgte) ist die Sache klar: In dem Tempo mit dem Morrison Himmel und Hölle durchlebt hat, bleibt er in der Geschichte der Rockmusik – trotz Hendrix, Joplin oder Cobain – absolut einzigartig."

08. Februar 2010 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • festivalblog.de

Christian Westheide entdeckt Kleinigkeiten. "Wie schon in allen Filmen zuvor wird also ein Morrison-Messias präsentiert, dessen selbst unter aufgeschlossenen Lesern hoch umstrittenen poetischen Fähigkeiten von Tom DiCillo offenbar mit Rimbaud auf gleicher Stelle gestellt gehören, weshalb er im Film auch behauptet, Jim Morrison liege nun auf dem gleichen Friedhof begraben - was leider nicht stimmt. Sicher, nur ein kleines Detail, so ein Fehler kann passieren, aber es sagt für mich viel aus über die unreflektierte, götzenhafte Verehrung und Wiedergabe allermöglichen Morrison und Doors Mythen."

09. Februar 2009 | THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE • Kritik • outnow.ch

"THE DOORS: WHEN YOU’RE STRANGE ist eine überaus gelungene Musikdoku - hervorragend geschnitten - , die dem Laien viele interessante Informationen bietet (wer hätte gewusst, dass Light my Fire vom Gitarristen Robby Krieger geschrieben wurde?) und den Zuschauer nochmals in die Hippiezeit zurückkatapultiert. Eine Kinoauswertung wird der Film wohl aber kaum erleben, sind doch die alten Fernsehbilder arg verschwommen auf der grossen Leinwand. Als DVD wird er aber sicher vielen Doors-Fans eine willkommene Ergänzung ihrer Sammlung bieten."

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