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RÜCKENWIND

RÜCKENWIND

Regie Jan Krüger
Kinostart 04.06.2009

Kritiken • RÜCKENWIND

09. März 2009 | RÜCKENWIND • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Michael Kienzl entdeckt die Schwäche des Films. "Es ist nicht die Gratwanderung zwischen einer konventionellen und einer experimentellen Erzählweise, die RÜCKENWIND mitunter etwas unentschlossen wirken lässt. Vielmehr liegt es an dem Umstand, dass Krüger dafür keine durchgehende Verbindung schafft, sondern die verschiedenen Erzählformen in Abschnitte unterteilt. Auch wenn die Ungewissheit der Reise in Rückenwind zum Konzept des Films gehört, verzeiht man Krüger diesen zweiten Kurswechsel nicht so leicht."

04. Juni 2009 | RÜCKENWIND • Kritik • Berliner Zeitung

Worum es dem Regisseur geht, konnte Ulrich Seidler nicht so richtig feststellen. "Er verliert sich in tausenderlei Andeutungen, die etwas mit Entfremdung Bindungsunfähigkeit, erotischer Verwirrung zu tun haben könnten - Banalitäten aus dem Spannungsfeld von Lebenskunst und Lebensmüdigkeit. Die Dialoge geben auch nicht viel mehr her als "total cool hier", "echt schön", "du bist so komisch" und "super Seen". Damit kein Verdacht auf Belanglosigkeit aufkommt, kaschiert Krüger diese Ornamente der seelischen Leere mit ausufernden, als poetisch geltenden Einstellungen."

04. Juni 2009 | RÜCKENWIND • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer sah einen radikal offenen Film. "Er will und geht ins Freie hinaus und er nimmt sich zugleich die Freiheit, was er auf die eine Weise begonnen hat, auf andere Weise fortzusetzen. Seine Fortbewegungsform, sein Erzählen ist aufs Schönste erratisch. ... Immer wieder kommt es in der Geschichte zu seltsamen Einlagerungen wie dieser, zu Verschiebungen, Interferenzen, Überschreitungen des einfachen realistischen Modus."

04. Juni 2009 | RÜCKENWIND • Kritik • Der Tagesspiegel

André Weikard nennt den Film magisch. "Doch Regisseur Jan Krüger ist mit seiner Verrätselung zu weit gegangen. Dass die Graubeere schon im 19. Jahrhundert in Deutschland ausgestorben ist und vorher für ihre halluzinogene Wirkung und als Potenzmittel bekannt war, muss der Zuschauer wissen, der Film verrät es ihm nicht. Die viele Nacktheit erklärt nichts und wirkt lustlos, eine Liebesszene gerät beinahe zur Vergewaltigung. Einen "experimentellen erotischen Essay" hatte der Regisseur sich vorgenommen. Aber die 75 Minuten, für einen Langfilm zu kurz, werden sehr lang. Auf dem Weg zum starken Schluss wird der Film die meisten Zuschauer frustriert haben."

02. Juni 2009 | RÜCKENWIND • Kritik • film-dienst 12/2009

Alexandra Wach feiert die Bilder der Kamerafrau Bernadette Paassen, die sie in die Nähe des Universums von Andrej Tarkowski rückt. "RüCKENWIND ist Jan Krügers bisher reifster Film, ohne den Charme des Unfertigen zu verlieren. Er komprimiert all die für ihn typischen Motive und entwickelt sie weiter in Richtung einer Abfolge disparater, oft dem Zufall abgetrotzter Szenen, die, gepaart mit der immer abstrakter werdenden Erzählweise, für Dauerspannung sorgt."

26. Mai 2009 | RÜCKENWIND • Kritik • br-online

Bei Heidi Reuter bleiben diverse Fragen offen. "Gerne versehen diese intellektuellen Regisseure ihre Werke mit einer Metaebene, um ihre Geschichten vermeintlich bedeutungsschwer zu überhöhen. Bei RÜCKENWIND ist es unter anderem die Parabel vom Hasen, der dem Fuchs die Freundschaft anbietet. Wer ist der Hase in diesem Film, und wer ist der Fuchs? Johann oder Robin? Aber was tut das überhaupt zur Sache? Und wer interessiert sich, deutlich formuliert, für den Abenteuer-Ausflug zweier Schwuler? Es ist nicht die Inszenierung, an der dieser Film krankt, sondern die Belanglosigkeit seines Inhalts."

01. Mai 2009 | RÜCKENWIND • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel findet Stärken und Schwächen. "Als Stärke, weil man Johann und Robin auf diese Weise endlich etwas näher kommt, oder aber als Schwäche, da sich dieser Teil nicht so recht in den übrigen Film einfügen will. Zum Ende hin entwickelt sich RÜCKENWIND nämlich wieder in eine Richtung, die in ihrer Ambivalenz und Dramaturgie an die erste halbe Stunde anknüpft. Der Verzehr giftiger Beeren löst bei Johann schwere Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen aus. Dabei lässt der Film den Zuschauer ganz bewusst im Unklaren darüber, was sich von all dem tatsächlich ereignet hat. Jan Krügers flirrende, von verspielter Erotik durchzogene Sommer-Fantasie endet so unvermittelt wie sie begann: Mit einem großen Fragezeichen."

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