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LULU & JIMI

LULU & JIMI

Regie Oskar Roehler
Kinostart 22.01.2009

Kritiken • LULU & JIMI

22. Januar 2009 | LULU & JIMI • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Alexandra Seitz bersten die Oskar Roehler-Filme "förmlich vor gestalterischer Energie, drückt sich in ihnen ein drängender auktorialer Wille aus, ein unmittelbares Vertrauen in die eigene erzählerische Kraft und, nicht zuletzt, die Entschlossenheit, den Zuschauer in seinem Innersten zu berühren. ... Die knallbunte Welt grotesker Übertreibung, durch die Oskar Roehler seine blind Liebenden und deren bösartige Verfolger jagt, ist eine nur notdürftig getarnte Geisterbahn, eine hochgefährliche, irrwitzige Attraktion auf einem Jahrmarkt des Grauens. Sie verwandelt alles in Oberfläche. Alles außer den Gefühlen."

22. Januar 2009 | LULU & JIMI • Kritik • Der Tagesspiegel

Optimistisch nennt Christian Schröder den Film, "auch wenn es auch hier an Psychopathen und Freaks nicht mangelt. "Thank You David L.", heißt es im Vorspann, ein Dankeschön an David Lynch, bei dessen WILD AT HEART sich Roehler bediente. Der Film schwelgt in den Pastellfarben der Petticoats und Plüsch einrichtungen, die Helden schaukeln im offenen Cadillac durch kopfsteinbepflasterte Fachwerkdörfer, aber über allem hängt von Anfang an die Vorahnung eines Verhängnisses."

22. Januar 2009 | LULU & JIMI • Kritik • Die Tageszeitung

Einzigartig nennt Cristina Nord den Film. "Das ist ein kruder Mix und ein ziemlich einzigartiges Ding in der gegenwärtigen deutschen Kinolandschaft. LULU & JIMI (LULU & JIMI Trailer) hat etwas Maßloses; der Film verliert die Kontrolle mit Freude. In einer Szene gibt ein Trupp von Weltkriegsveteranen Schauerstorys zum Besten: "Ich hatte eine Freundin in Stalingrad", erzählt eine Figur namens Harry Hass. "Und weißt du, was ich mit ihr gemacht habe? Ich habe sie erschossen und aufgegessen." LULU & JIMI (LULU & JIMI Trailer) hat keine Scheu, nach außen zu kehren, was anderswo unter dem Teppich bleibt."

22. Januar 2009 | LULU & JIMI • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer findet es "erfrischend zu sehen, wie Oskar Roehler nach seiner total vergurkten ELEMENTARTEILCHEN-Verfilmung seine oft narzisstisch verquälten Männlichkeits-Selbstbefragungen hinter sich lässt und mit der subversiven Umschreibung ausgerechnet der deutschen fünfziger Jahre seinen bisher wohl intelligentesten und charmantesten Film macht. Ein verblüffender Befreiungsschlag, der Douglas Sirk, Rainer Werner Fassbinder und David Lynch ungefähr gleich viel verdankt und doch auch ein echterOskar Roehler ist.

21. Januar 2009 | LULU & JIMI • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel ist begeistert: Der Film ist ein Farbrausch, die Helden sind auf der Flucht, der Zuschauer kann delirieren und sich zugleich amüsieren, und kritisch ist er auch. Das passiert "dank der deutschen Traumata und Roehlerschen Obsessionen, die in diesem Melodram einer Liebe auf der Flucht immer wieder jäh aufblitzen und das Zuschauerhirn beschäftigen, während die rasende Verfolgungs-Tour durch die deutsche Provinz ihren Lauf nimmt. Es ist eine von Gespenstern der Nazizeit durchseuchte Wirtschaftswunderwelt, gegen die sich die Titelhelden auflehnen, ein Spießerzoo, in dem Lulus Rock'n'Roll-begeisterter Vater buchstäblich entmannt wird, um ihn zurückzuzwingen auf die Erfolgsspur der deutschen Nachkriegsgeschichte. "

15. Januar 2009 | LULU & JIMI • Kritik • film-dienst 02/2009

Michael Ranze sah Oskar Roehlers persönlichsten Film. "Auf den ersten Blick scheint LULU & JIMI (LULU & JIMI Trailer) nicht so recht in Oskar Roehlers Filmografie zu passen. Zu sehr unterscheidet sich der auffällige optische Diskurs von dem, was der Regisseur bislang gemacht hat. Doch wie schon in AGNES UND SEINE BRÜDER und ELEMENTARTEILCHEN beschreibt Oskar Roehler die Familie als Hort des Unglücks, dem man nur entfliehen kann. Dabei bezieht sich er sich, besonders in der Beschreibung von Lulus Eltern, die seinen Großeltern mütterlicherseits nachempfunden sind, auf seine eigene Biografie."

03. Januar 2009 | LULU & JIMI • Kritik • kino-zeit.de

Ob so viel Lust an der Opulenz und der Übertreibung im deutschen Kino allerdings Erfolg haben wird, fragt sich Joachim Kurz. "Im Einerlei der geschichtsversessenen oder bedeutungsschweren Kinokost ist LULU & JIMI (LULU & JIMI Trailer) immerhin ein bunter Farbtupfer, der für ein wenig Abwechslung sorgt. Was ja immerhin schon mal ein Anfang ist. Nach dem für viele Zuschauer zu weichgespülten ELEMENTARTEILCHEN ist Oskar Roehler mit diesem Film auf alle Fälle wieder zu seinen Wurzeln und seinem exzentrischen Stil des Filmemachens zurückgekehrt, der ihn in Deutschland zu einer echten Ausnahmeerscheinung werden lässt."

24. Dezember 2008 | LULU & JIMI • Kritik • filmz.de

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25. November 2008 | LULU & JIMI • Kritik • critic.de

Marcus Wessel entdeckt viele Vorbilder. "In seiner Darstellung der gesellschaftlichen Realität nimmt der Film eine satirisch-überhöhte Perspektive ein. Alles ist eine Spur zu schrill, zu bunt, zu extrem, zu spießig. Sogar der Pudel der Familie trägt ein leuchtendes Rosa auf. Damit evoziert Oskar Roehler neben der Märchen-Analogie auch Vergleiche zu schwulem Trash-Kino wie man es beispielsweise von John Waters kennt."

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