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ALTER UND SCHÖNHEIT

ALTER UND SCHÖNHEIT

Regie Michael Klier
Kinostart 08.01.2009

Kritiken • ALTER UND SCHÖNHEIT

08. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Viele intensive Momente hat Ulrich Seidler ausgemacht. "In weiser Ratlosigkeit erzählt der Film, erzählen die großartigen Schauspieler, von der Wiederentdeckung des Lebens angesichts des Sterbens - so unaufgeregt, beiläufig und tiefgründig, wie es nur geht. ... Wie ein fernes Wetterleuchten blitzen Kataströphchen aus der Wirklichkeit auf: Ehen und Liebschaften zerbrechen, berufliche Existenzen nehmen Schaden - was soll's, in der Nebelwolke der Vergangenheit sind die Helden vorerst sicher. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, die Gegenwart von außen zu betrachten. Gar nicht so übermäßig wichtig, wie sie immer tut."

08. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • Die Tageszeitung

Es sind die Alltäglichkeiten, die laut Barbara Schweizerhof den Film sehenswert machen. Die Darsteller spielen "etwas Komplexeres: erwachsene Männer. Sie tun es mit einer Spielfreude, die die Vorgaben des Drehbuchs mit so viel Individualität anreichert, dass alle angelegten Klischees auf angenehme Weise an Kontur verlieren. ... Die andere Seite der Medaille ist die Sache mit den letzten Sätzen: In all der Beiläufigkeit fallen sie wie Tonnengewichte: "Ich habe dich immer geliebt." - "Es ist nie zu spät, neu anzufangen." Vielleicht sollte man einfach nicht so genau hinhören."

08. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Wilfried Hippen beschwört der Regisseur "atmosphärisch genau das Lebensgefühl dieser Handvoll von Menschen herauf, und durch solche überraschenden Details wie eine Zahnlücke oder einen überlaufenden Swimmingpool bekommt der Film eine spielerische Leichtigkeit, die ihn trotz des stets durchscheinenden Todesmotivs nie grüblerisch oder schwermütig werden lässt. Nicht nur hierbei erkennt man deutlich die französischen Vorbilder. Claude Sautet hatte mit dieser Art von gehobenen Unterhaltungsfilmen in den 70er Jahren große Erfolge - er hatte allerdings nicht mit solchen uneleganten Wortschöpfungen wie "Dramödie" zu kämpfen, die Michael Klier nun wirklich nicht verdient hat."

07. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • Deutschlandradio

Laut Anke Leweke verschenkt der Regisseur die "schöne Ausgangssituation zugunsten einer sehr voraussehbaren Handlung, leider arbeitet er mit Klischee-beladenen Bildern. Natürlich wird es ein Besäufnis geben, natürlich wird Mannis Plattensammlung nach den Songs von früher durchstöbert und schon hört Justus coolen Jazz. Natürlich werden die in die Jahre gekommenen Männer mit ihren früheren Frauengeschichten prahlen und sich darüber in die Wolle kriegen. Ansonsten sonnt man sich an Mannis schickem Pool und genehmigt sich noch einen weiteren Drink."

06. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah eine Choreografie für Männermimik, Männergesten, Männerkörper - und ein Film über das Altwerden. "Leider nur eignen sich die vier Männer, die Regisseur und Drehbuchautor Michael Klier sowie seine stets sublim agierende Kamerafrau Sophie Maintigneux vorsichtig einkreisen, kaum als Anlehnungsfiguren. Und als Identifikationspersonal ebenso wenig. Für die zeitgemäße Greisenvergötterung sind sie eine Generation zu jung. Für die großen, gefühlsausschüttenden Midlife-Krisen sind sie schon einen empfindlichen Tick zu alt."

06. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz berichtet von der Premiere in Berlin.

01. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • br-online.de

Über ein anspruchsvolles Fernsehspiel wächst dieser Film nicht hinaus, kritisiert Kirsten Liese. "ALTER UND SCHÖNHEIT (ALTER UND SCHÖNHEIT Trailer) ist ein Kammerspiel, das gleichzeitig spröde und zart ist, melancholisch und humorvoll, dunkel und hell. Den dunklen Grundton besorgt unweigerlich der nahende Tod der zentralen Figur. Daneben ist aber auch für hellere Farben und Landschaften Platz, die etwas über die wunderbare Kameradschaft der Männer vermitteln, die sich rührend um den Sterbenden kümmern."

01. Januar 2009 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • film-dienst 01/2009

Fellineske Züge hat Jens Hinrichsen ausgemacht. "Zu den schönsten Szenen gehört das Beisammensein von Harry, Justus, Bernie und Rosi auf Mannis verlassenem Anwesen. In kontemplativer Ausdehnung kostet Klier Momente aus, in denen die Geschichte gänzlich zum Stillstand gekommen ist und die Freunde auf ihre eigenen Bedürfnisse und unerfüllten Träume zurückkommen. Vanitas und Wohlgefühl. ... Gerade die Andeutungskunst macht den Zauber des Films aus, dem Eindrucksvollsten und Zärtlichsten, was das Kino zum Trendthema Älterwerden momentan beizutragen hat."

30. Dezember 2008 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • programmkino.de

Über weite Strecken des Films passiert nichts, zumindest nichts von offensichtlicher Bedeutung, schreibt Michael Meyns. "Kleine Entscheidungen deuten an, was den Männern in diesen Tagen durch den Kopf geht, wie sie über ihr Leben nachdenken, Entwicklungen in Frage stellen und womöglich ändern. Radikale Einschnitte finden nicht statt, sie hätten auch nicht zur Grundstimmung des Films gepasst. ALTER UND SCHÖNHEIT (ALTER UND SCHÖNHEIT Trailer) ist eine bemerkenswerte Symbiose aus Schauspieler- und Autorenkino. Ein ernsthafter Film, der dennoch nicht schwer ist, ein Film, in dem der Tod im Mittelpunkt steht und der doch über das Leben erzählt."

30. Dezember 2008 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah einen quälenden, schmerzhaften Film, der sich hinzieht. "Und doch muss man sagen, dass angesichts des ernsten Themas die Atmosphäre und der Stil so doch wohl am besten getroffen sind. Zwei Komponenten stechen auf jeden Fall hervor: Es ist ein Schauspielerfilm. ... Und ein anderes. So sehr man sich vor dem Tod drücken will, man kommt ihm ja nicht aus. Durch ALTER UND SCHÖNHEIT (ALTER UND SCHÖNHEIT Trailer) muss man sich nolens volens mit ihm beschäftigen und kann ihn nicht einfach aus dem Bewusstsein verdrängen. Das hat auch sein Gutes."

24. Dezember 2008 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • filmz.de

Linksammlung bei filmz.de

10. Dezember 2008 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • critic.de

Sascha Keilholz sah das "warnende Beispiel eines Schauspielerfilms. Vor lauter Konzentration auf die Figuren hätte man Michael Klier gewünscht, die Bilder nicht zwischenzeitig aus den Augen zu verlieren. Sein Film ist auf wenige Orte, meistens Wohnräume, reduziert. Rosis Hochhausverschlag, Mannis Kleinjungentraumvilla, sein ganz und gar nicht traumhaftes Hospizzimmer. Die Figuren bewegen sich innerhalb dieser Orte, aber sie verschmelzen nicht mit ihnen zu eindringlichen Bildern. Alle Orte und Requisiten dienen als manchmal zu offensichtliche Katalysatoren."

30. Oktober 2008 | ALTER UND SCHÖNHEIT • Kritik • artechock.de

Rüdiger Suchsland lobt den Film. "Fern von aller Melodramatik registriert Michael Klier wie ein Seismograph minimale Erschütterungen, zumal mit Sibylle Canonica eine souverän Widerspenstige hinzukommt, die das Trio aufmischt. Oft und vor allem gegen Ende hat das eine unheimliche Leichtigkeit, nur manchmal nimmt schwere deutsche Tiefe überhand. Schön an diesem Film ist neben dem ausgezeichneten Klaussner und einem souveränen Hübchen, dass dieser Film nicht auf die neue Modewelle der Greisenkomödien über "fröhliche Alte" aufspringt, sondern den Mut hat, sich auch der Tristesse des Alterns zu stellen, und nichts verklärt."

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