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BONJOUR SAGAN

BONJOUR SAGAN

Regie Diane Kurys
Kinostart 01.01.2009

Kritiken • BONJOUR SAGAN

30. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • film-dienst 01/2009

Die Regisseurin folgt eilig und ohne zeitliche Zuweisung einzelnen Lebensstationen, die die Prägnanz dieser Vita ausmachen, schreibt Michael Ranze. "Zusammengehalten werden die lose verbundenen, biografischen Momente von einem Off-Kommentar der Titelfigur. Er gibt Aufschluss über Gedanken und Gefühle und vermittelt in seiner literarischen Qualität eine unaufdringliche Vertrautheit. Sylvie Testud hat sich mit wenigen Gesten und Manierismen die Eigenarten Françoise Sagans anverwandelt. Von dem jungen, rebellischen Mädchen bis zur gealterten, todkranken Frau spürt sie im Bemühen nach Authentizität jeder Nuance nach, die das öffentliche Bild der Autorin prägten. Sylvie Testud hat damit die bislang größte Herausforderung ihrer Karriere gemeistert."

29. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christina Tilmann versucht der Film eine Ehrenrettung der Françoise Sagan. "Nicht immer ist es klug, eine Geschichte rückwärts zu erzählen. Das Leben der Françoise Sagan zum Beispiel: in der Rückschau eine einzige Jammergeschichte. ... Ein berühmtes Buch und ein verpfuschtes Leben: Mehr hat auch der Film, trotz aller biografischen Sorgfalt, nicht zu bieten. Man hätte die Autorin gegen ihr eigenes vernichtendes Verdikt verteidigen müssen. Doch eine Neubewertung aus dem wilden, kühlen, klugen Geist der Françoise Sagan steht nach wie vor aus."

24. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • filmz.de

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20. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • epd-film 01/2009

Birgit Roschy ist enttäuscht: Regisseurin Diane Kurys findet weder Bilder für Sagans Talent noch für ihre Wirkung. "Das will (oder kann) der Film, von einem Fernsehzweiteiler auf Kinoformat aufgeblasen, womöglich auch gar nicht, doch er bietet der Figur schlicht nicht genug Bodenhaftung. ... Sagans quasi aristokratische Nonchalance hinsichtlich des schnöden Mammons – tatsächlich hinterließ sie ihrem Sohn Denis Westhoff Millionen Schulden – wirkt gelegentlich hinreißend. Der Film aber, der Sagans Weigerung, ihr Leben spießig-buchhalterisch zu führen, in der Inszenierung aufnimmt und sich weigert, Fakten und Lebensstationen kleinkariert abzuhaken, präsentiert Sagan letztlich nur als Klischee."

12. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • br-online.de

In der zweiten Hälfte dominiert "Tristesse", stellt Margret Köhler fest. "Der Glanz von einst, dahin, die Lebenskarten vergeudet, die Freunde tot oder verschwunden, der Verfall nicht mehr aufzuhalten. Am meisten leidet sie unter der Einsamkeit, ein Gefühl, dass Sylvie Testud (JENSEITS DER STILLE) in einer überzeugenden Performance mit Bubikopf und melancholischem Blick verkörpert und vor allem in sehr persönlichen Off-Zitaten nachempfinden lässt. Sie trägt den Film auf ihren schmalen Schultern und weckt Aufmerksamkeit für eine Frau, die Zeit ihres Lebens auf der Überholspur raste und von der man gerne mehr erfahren hätte."

08. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • critic.de

Der Film wirkt aufgrund seiner episodischen Struktur zunächst wie eine oberflächliche Aneinanderreihung der bekannten Zitate Sagans und Anekdoten über ihr Leben, meint Nadja Ben Khelifa. "Heikel ist beim Biopic BONJOUR SAGAN gerade sein Versuch, die verschiedenen Aspekte eines Lebens zu vereinheitlichen und einen roten Faden innerhalb einer linearen Handlungsstruktur zu spinnen. Anstelle der Würdigung des Facettenreichtums ihrer verschiedenen Rollen, zu der die Anerkennung deren Unvereinbarkeit gehören würde, wird hier eine eindimensionale Psychologisierung vorgenommen, die dem Leben der Schriftstellerin nicht gerecht wird."

01. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • programmkino.de

Wie Gary Rohweder schreibt, werden die Kapitel des Lebens von Françoise Sagan "abgehandelt und teilweise kaum näher beleuchtet. Dabei entsteht ein Erzählrhythmus, dem es immer wieder an flüssigen Übergängen mangelt. Verschiedene Aspekte aus Sagans Biografie werden regelrecht übergangen oder bestenfalls am Rande gestreift. Dazu zählen unter anderem ihr politisches Engagement sowie die Beziehung zu ihrem Sohn. Der Film gewinnt immer dann an Stärke, wenn die Sagan über ihren Manuskripten sitzt und sich selbst aus dem Off zitiert. Wenigstens in diesen Zeilen erlebt man dann die wahre Größe der Autorin."

01. Dezember 2008 | BONJOUR SAGAN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel stellt fest: "Viel musste hineingepackt werden in diesen Film, und deshalb ist manchmal der Tiefgang zu kurz gekommen. Und doch ist von der engagiert arbeitenden Regisseurin Diane Kurys alles lebendig und glaubwürdig geschildert. Man nimmt diese Persönlichkeit, ihr Leben, ihr Umfeld, die Höhepunkte und die Tragik mit einigem Interesse zur Kenntnis."

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