Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

MAMMUT

MAMMUT

Regie Lukas Moodysson
Kinostart 10.06.2010
Genre Drama

Kritiken • MAMMUT

12. Mai 2010 | MAMMUT • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Laut Till Kadritzke kann der Film sein Potential "nicht ausschöpfen und scheitert am eigenen Anspruch. An zu vielen Orten spielen sich zu viele Konflikte um zu viele Figuren ab. Vor allem der Vergleich zum offensichtlichen Vorbild BABEL lässt die Defizite deutlich hervortreten: Alejandro González Inárritu schwächt die globalen Sprünge des Drehbuchs filmisch ab, nimmt den Übergängen durch visuelle Analogien die Härte des Schnitts und etabliert sie als Verbindungsglieder zwischen den Welten."

11. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • Der Freitag

Matthias Dell ist etwas enttäuscht. Der "Computerspielerfinder ist die lächerlichste Figur dieses Films: ein kindlich-vulgärkonsumkritischer Freizeitweltverbesserer, dessen ostentativ behauptete Unschuld (die Verträge sollen abgezockte Manager machen, er hört im Privatflugzeug lieber Musik der Gattin auf dem iPod) verkennt, dass er als Profiteur seines Reichtums in der so genannten ersten Welt einen Platz in der Anordnung des Films hat, nicht außerhalb. Sehenswert ist MAMMUT (MAMMUT Trailer) deshalb allein wegen seiner kitschigen Verlogenheit: als Teil des Dilemmas, das er zu entfalten versucht."

10. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • Der Spiegel

Leider kann MAMMUT (MAMMUT Trailer) nichts über das weltumspannende Drama des Kapitalismus sagen, kritisiert Hannah Pilarczyk. Der Film "macht sich auf, das Große im Kleinen zu suchen und schaut doch nur beim Kleinen genau hin: Viel zu lang ziehen sich die Szenen hin, in denen Ellen im Krankenhaus bis zum Anschlag arbeitet, Gloria und Jackie quality time miteinander verbringen oder sich Leo in den Strandbars vergnügt. Die Gegenüberstellungen, mit denen Lukas Moodysson arbeitet, sind an sich schon wenig subtil und werden durch ihre Ausbreitung auf 125 Filmminuten noch hohler."

10. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • Berliner Zeitung

Plakativ nennt Barbara Weitzel den Film. Der Regisseur "widersteht der Verlockung, dem Bilderrausch mit Botschaft einen versöhnlichen Schluss aufzupropfen. Vielmehr scheint er die Klischees, das Schwarz-Weiße und Geleckte seiner Figurenaufstellung selbst zu verhöhnen, denn: Am Ende sind die Einsichten der Beteiligten und Gebeutelten so viel wert wie ein perfekt eingerichteter Loft in Soho. Und der wird, samt perfekter Familie darin, zu einem schaurig-schönen Bild für die totale Leere."

10. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • Die Tageszeitung

Regisseur Lukas Moodysson kommt in seiner Globalisierungskritik dem Kitsch und der Binsenwahrheit nahe, meint Birgit Glombitza. Die "Grundidee ist zunächst bestechend. Jeder ist am Rande seiner Kräfte, jeder verliert das Eigentliche aus dem Blick, jeder flickt und werkelt an fremden Belangen und Nöten herum. Das eigene Kind ist in anderen Händen, die Mütter und Väter sausen aus wirtschaftlichen Gründen um den Erdball und entfremden sich mit den immer länger werdenden Luftlinien vom eigenen Leben."

10. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • Der Tagesspiegel

Als grelles Melodram ist MAMMUT (MAMMUT Trailer) gar nicht übel, schreibt Julian Hanich. Dies "ist kein großer Film, angesichts von Lukas Moodyssons Talent darf man seinen Ausflug ins amerikanische Melodram sogar bedauern. Und doch: Der Film hat bewegende Momente, in denen er auf dem schmalen Grat zwischen Rührung und Kitsch balanciert. Und das, soviel kann man zugestehen, ist nicht zu verachten."

10. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sah einen teuren Film über die Armut, denn zumindest der Wohlstand verlangt im Kino nach teuren Kinobildern. "Es ist wieder einmal der Ton, der die Musik zerstört und damit auch die beste Absicht: ein Nachhall satter Selbstgefälligkeit. Die platte Kausalität des Neuen Globalisierungskinos ist auch ein Rückschritt gegenüber den Rassendramen des alten Hollywood. Anders als diese stolzen Mammuts des politischen Kinos ist die Sozial-Schmonzette eine Spezies, die wohl niemals ausstirbt."

10. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • texte zum film

"Obwohl das Drehbuch überfrachtet und der Erzählrhythmus insgesamt eher schleppend ist, stellt MAMMUT (MAMMUT Trailer) interessante Fragen über die Beziehung von Beruf und Familie: Die Eltern bemühen sich, für ihre Kinder zu arbeiten, aber distanzieren sich deshalb von ihnen. Lukas Moodyssons Film handelt eigentlich davon, dass die wirklich Leidtragenden in der Globalisierung die Kinder auf der ganzen Welt sind – ob sie in New York, den Philippinen oder in Thailand leben."

08. Juni 2010 | MAMMUT • Kritik • schnitt.de

Tamara Danicic ist enttäuscht. "Alle wollen immer nur das Beste und werden dafür mit Seelenpein bestraft. Es wimmelt nur so vor fremdgesteuerten, bemitleidenswerten Kreaturen, die nie aus freien Stücken schlecht handeln würden. Die Lösung, die MAMMUT (MAMMUT Trailer) am Ende anbietet, mag vielleicht im ersten Moment sympathisch erscheinen, in ihrem Kern könnte sie aber auch dem "Handbuch der Katholischen Soziallehre" entstammen: Kinder und Eltern gehören nicht getrennt. Selbstverwirklichung hin, wirtschaftliche Zwänge her."

31. Mai 2010 | MAMMUT • Kritik • negativ-film.de

Elisabeth Maurer hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Wo den Zuschauern in anderen Filmen ein Hoffnungsschimmer angeboten wird oder gar eine Alternative, bleibt er hier zurück mit dieser traurigen Bestandsaufnahme der Probleme des modernen Lebens, wohl des menschlichen Daseins im Allgemeinen. Teilweise sind die Dialoge etwas zu bedeutungsschwanger und diese Lebensentwürfe sind natürlich schon verschieden von dem, was wir tagtäglich erleben. Dennoch sind die Entfremdung und die Sinnlosigkeit Teil unserer Erfahrung und vielleicht ist es gerade die Art, wie der Film uns daran erinnert, der Grund dafür, daß man ihn mit Unbehagen ansieht."

10. Mai 2010 | MAMMUT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Andreas Kilb würde den Film so gerne loben. "Das Schreckliche an diesem Film ist, dass er lauter gute Geschichten erzählt ... Er knetet sie, bis sie einen Teig ergeben, aus dem seine Moral sich backen lässt. Sie lautet, kurz gesagt, dass Mütter sich um ihre Kinder kümmern sollen und Männer sich ab und zu wie kleine Jungs aufführen müssen. Das haben wir auch vor der Globalisierung schon gehört, aber MAMMUT (MAMMUT Trailer) erzählt es so, als hätten sich die UN nach zähen Verhandlungen darauf geeinigt."

01. Mai 2010 | MAMMUT • Kritik • Mammut

Überblick zum Film auf moviepilot.de

09. Februar 2009 | MAMMUT • Kritik • Berliner Zeitung

Uninspiriert und banal nennt Jens Balzer den Film. "In gemächlichem Tempo und geschmackvollen Bildern schlendert der Film durch das Elend der Welt und verschränkt seine vorhersehbaren Geschichten in ebenso verkrampfter wie spannungsarmer und psychologisch oberflächlicher Weise. Überall, so die Erkenntnis, sind Menschen traurig, wenn ihnen die Kinderbetreuung misslingt: in philippinischen Armenvierteln ebenso wie in den Lofts von New York. ... So bleibt nur der Eindruck eines empörend reflexionsarmen Pseudo-Polit-Kitsches, der bei der Pressevorführung zu Recht einen Sturm aus Buhrufen erhielt."

09. Februar 2009 | MAMMUT • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala geißelt der Film die Zerstörung von Familienwerten. "Was ein bemerkenswerter Film hätte werden können – etwa über das aller notwendiger Selbstverwirklichung trotzende schlechte Gewissen westlicher Doppelverdiener, die langsam die Nähe zu ihren Kindern verlieren; oder über die Zerstörung der Familienstrukturen in den ärmeren Ländern, weil die Eltern zwecks Arbeit sonstwohin über den Erdball versprengt sind –, gerät zur Global-Soap. Zielstrebig auch demontiert der Film das anfänglich geweckte Interesse an seinem fein unerwachsen besetzten New Yorker Elternpaar. Und marschiert lieber mit Elefanten-, um nicht zu sagen: Mammutfüßen seiner archaischen Botschaft entgegen. Family values forever. Und vor allem: um jeden Preis."

09. Februar 2009 | MAMMUT • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz kann es kaum glauben, aus wie wenig Filme gemacht werden können. Dies ist "jedenfalls Lukas Moodyssons bislang schwächster Film und eine derart tumbe Feier von moralischen Werten, dass man sich beinahe in einem ins Unendliche ausgedehnten Wahlwerbespot der Partei mit dem großen C im Namen oder des Vatikan glaubt. Was Glorias erstaunliche Erklärung für den Urknall und die Erschaffung der Erde zumindest einigermaßen verständlich machen würde."

08. Februar 2009 | MAMMUT • Kritik • Der Spiegel

Laut Lars-Olav Beier wurde der Film ausgebuht. Er "wirkt wie eine europäische Antwort auf BABEL (BABEL Trailer), nur kommt der Turmbau nicht über den Keller hinaus, weil schon an den Fundamenten gepfuscht wurde."

01. Februar 2009 | MAMMUT • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,55622