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LONDON RIVER

LONDON RIVER

Regie Rachid Bouchareb

Kritiken • LONDON RIVER

11. Februar 2009 | LONDON RIVER • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte sah einen ruhigen, gänzlich unprätentiösen Film. Der Regisseur "bringt seine so simple wie wahre Botschaft ganz ohne große Gesten an den Zuschauer: Im Schmerz, im Leiden am sinnlosen Verlust geliebter Menschen, sind wir alle gleich, egal ob schwarz oder weiß, dick oder dünn, Rastalocke oder Regenmantel. Eines lässt sich der Franzose natürlich nicht nehmen: Ousmane und Mrs. Summers können letztlich nur deshalb überhaupt kommunizieren, weil Mrs. Summers als Inselbewohnerin Französisch spricht, die einzige europäische Sprache, die auch der Afrikaner beherrscht."

11. Februar 2009 | LONDON RIVER • Kritik • Berliner Zeitung

Ergreifend nennt Jens Balzer den Film. "Niemals vergisst dieser Film seinen exemplarischen, skizzenartigen Charakter. Vor allem aber fehlt in LONDON RIVER jeder Versöhnungskitsch; jedes Happy-End, das suggeriert, dass die Menschen ihre Unterschiede und die Furcht voreinander eines Tages überwinden könnten. So ist es im Großen nicht - und so ist es auch nicht bei Ousmane und Mrs. Summers. Sie kommen sich so nah, wie sie sich nur nah kommen können - aber es bleibt die Fremdheit; der nicht zu kittende Riss zwischen den Menschen und die Traurigkeit, die er erzeugt."

11. Februar 2009 | LONDON RIVER • Kritik • Der Tagesspiegel

Am Anfang des Films noch glaubte sich Julian Hanich auf der Fährte eines stockbraven Versöhnungskinos. "Jede Befürchtung war berechtigt, alle Besorgnis begründet. ... Da Elisabeth eine Protestantin ist, darf man den Ton dieses Films vielleicht zu Recht als pastörlich bezeichnen. Wie sagt Ousmane am Ende: "Wahres Glück ist es, das Leben zu lieben." Er könnte nicht richtiger liegen. Und wie dieser wahren Aussage kann man als Zuschauer auch all den anderen frohen Botschaften nur zustimmen. Aber darin liegt dann auch die Gefahr: Wer ständig nickt und nickt, nickt irgendwann ein. Einschläfern sollte man sein Publikum allerdings nicht."

11. Februar 2009 | LONDON RIVER • Kritik • Die Tageszeitung

Die Konstruiertheit der Geschichte hat Detlef Kuhlbrodt nicht weiter gestört. "Das Setting ermöglicht dem Regisseur, zurückhaltend und genau von den Prozeduren zu erzählen, die Menschen durchlaufen mussten auf der Suche nach ihren vermissten Angehörigen. Wie sie in Wartezimmern sitzen und dann in kleinen Gruppen in die Leichenhalle gelassen werden, um nicht identifizierte Tote anzugucken zum Beispiel. Das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller ist berührend und überzeugend; das Bild, dass der Regisseur von Christentum und Islam zeichnet, ist respektvoll und unaufgesetzt."

11. Februar 2009 | LONDON RIVER • Kritik • perlentaucher.de

Laut Ekkehard Knörer will der Regisseur von nicht anderem erzählen, als von der Annäherung zweier Menschen. "Diese Einfachheit ist im Prinzip angenehm, ebenso wie die Nüchternheit, mit der Rachid Bouchareb auf emotionale Zudringlichkeiten weitgehend verzichtet. Darum ist LONDON RIVER ein angenehmer Film, der noch angenehmer und vielleicht sogar wirklich interessant wäre, stellte sich nicht recht bald heraus, dass das Einfache vom Schematischen hier kaum unterscheidbar ist. Insofern: Ein Film, den man gerne mehr mögen würde, als er es einem aufgrund seiner Beschränkungen erlaubt."

11. Februar 2009 | LONDON RIVER • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz hätte das "auf den ersten Blick ein ganz entsetzlich schulmeisterlicher, pädagogisch wertvoller, aber auch ziemlich blutleerer Film werden können. Rachid Boucharebs LONDON RIVER ist aber all dies nicht, sondern ein zu Herzen gehender Film voller kleiner Gesten und einiger kleiner Lacher, der seine Botschaft nicht laut in die Welt hinausposaunt und stattdessen einem wundervoll ungleichen Paar viel Raum lässt, sich auch und gerade im gemeinsamen Schmerz aufeinander zu zu bewegen."

01. Februar 2009 | LONDON RIVER • Kritik • Berlinale

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