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FOREVER ENTHRALLED

FOREVER ENTHRALLED

Regie Chen Kaige

Kritiken • FOREVER ENTHRALLED

12. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel bilanziert: "Das ist einerseits schön, weil es toll aussieht und sich aberwitzig anhört, aber es ist, bei allem Respekt vor den Höchstleistungen fremder Kulturen, auch irre anstrengend. So erklärt sich, dass aus dem fast zweieinhalbstündigen Film eine Menge Zuschauer flüchteten: wohl kaum vor dem grandiosen Bilderzauber, dafür aber vor der oberschrillen Musik."

12. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • Die Zeit

Wenig hat Markus Zinsmaier von der Faszination der Peking Oper gespürt. Der Film ist "von einer Schwerfälligkeit und Langatmigkeit, die in der Pressevorführung die Kollegen reihenweise aus dem Kinosaal trieb. Nach 147 Minuten muss man sagen, leider zu Recht.Chen Kaige, der nicht unwesentlich am Boom des chinesischen Kinos hierzulande beteiligt war, hat mit FOREVER ENTHRALLED einen reaktionären Film gedreht, in dem weder die Schauspieler noch die Inszenierung überzeugen können."

12. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • perlentaucher.de

Laut Lukas Foerster "schieben sich die einzelnen Teile des Films nie harmonisch ineinander, jede Episode fängt wieder bei Null an. FOREVER ENTHRALLED ist in gewisser Weise ein entkerntes Biopic. Mit der unbedingten Handlungsmacht der Hauptfigur hat Chen Kaige ihm genau das entzogen, was es dem Genre sonst ermöglicht, aus einem von Zufälligkeiten bestimmten Lebenslauf ein geschlossenes Narrativ zu zimmern. In FOREVER ENTHRALLED tritt die Kontingenz des Lebens und der Geschichte wieder ein ins Biopic, nicht programmatisch und mit Wucht, sondern heimlich und vielleicht unbeabsichtigt, über eine Leerstelle."

11. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • Berliner Zeitung

Einen Angriff auf die Sinne und Genuss zugleich verspürte Harald Jähner. "Nie zuvor, weder bei Wong Kar-Wei noch bei Ang Lee, sah man die seidenen Etuikleider eleganter, die Stehkragen effektvoller bestickt, die Maßanzüge perfekter (und doch fließender) sitzen als hier. Und nie zuvor trug jemand seinen weißen Anzug mit weißer Weste, weißem Hemd und weißer Krawatte weniger affig als der Schauspieler Leon Lai - das ist schon mal eine beachtliche Leistung."

11. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz sagt es unumwunden: Das ist totes Kino. "Was der Film verhandelt, ist auf den gediegenen, erschreckend uninspirierten Bildern dummerweise nicht zu sehen. Weder die Magie der Pekingoper, noch der Kulturbruch zwischen den Bühnenauftritten von Veteran und Rebell, noch die Anstrengung, die es Mei Lanfang gekostet haben muss, zwar der Leibeigene seiner Kunst zu sein, sich aber nicht zu Propagandazwecken missbrauchen zu lassen. ... das Schauspiel zur Pose erstarrt, die Historie mit Sepiafarben sediert, jeder Nebendarsteller zum Knallchargen verkommen."

11. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer kann dem Ganzen nicht viel abgewinnen. "Von Erneuerung oder ästhetischem Wagemut hingegen findet sich keine Spur, weder in der Geschichte noch in ihrer Darstellung. Stattdessen Erstarrung in sanft ausgeleuchteten Kulissen, in denen immer irgendwo ein Spiegel herumsteht und jemand weint. Wenn es dramatisch wird, weil wieder einmal ein Gefühl unterdrückt werden muss, klingelt ein Glöckchen. Ein emotional bewegter Kehlkopf in Großaufnahme zeigt uns an, dass Mei Lanfang (Leon Lai) in Qiu Rubai (Sun Honglei) einen Verehrer fürs Leben gefunden hat."

11. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • kino-zeit.de

Recht lang und recht konventionell ist der Film für Joachim Kurz. "Häufig genug hat man den Eindruck, dass der Regisseur ebenso wie Mei Lanfang die Grenzen zwischen Bühne und Leben recht fließend gestaltet. Große Gefühle um unerfüllte Liebe und Verlust, Freundschaft und Verrat und die Einsamkeit des Künstlers, der leiden muss, um seine Kunst zu den höchsten Gipfeln treiben zu können, das klingt alles ein wenig zu sehr nach großer Oper und zu wenig nach dem wahren Leben."

10. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie Bernhard Bartsch weiß, füllt der Film "wochenlang die Kinosäle und löste eine lebhafte Debatte über die einst so populäre Pekingoper und über kulturelle Identität aus. Umso schmerzhafter führt der Film den Chinesen vor Augen, wie lebhaft diese Kultur einmal war. Chinesische Zeitungen monieren, dass die Zahl der Darsteller mittlerweile so klein sei, dass Regisseur Chen keinen geeigneten Hauptdarsteller finden konnte. Seine Wahl fiel daher auf den Hongkonger Leinwand Sunnyboy Leon Lai, der keinerlei Pekingopernausbildung hat."

01. Februar 2009 | FOREVER ENTHRALLED • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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