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THE DUST OF TIME

THE DUST OF TIME

Regie Theo Angelopoulos
Kinostart 29.10.2009

Kritiken • THE DUST OF TIME

28. Oktober 2009 | THE DUST OF TIME • Kritik • Berliner Zeitung

Wie der faulige Atem des Alterns das Auge mit Tränen füllt beschreibt der Film , titelt Peter Uehling. Hier steht alles für alles: "Berlin, Stalin, Sibirien, Cinecittà, diese Orte werfen schwere Bedeutungsschatten auf den Film - aber eben auch nur Schatten. Und ähnlich ist es mit den Schauspielern. Michel Piccoli und ganz extrem Bruno Ganz treten als Kompendien ihrer Filmografien auf: Ganz läuft als Greisenversion eines Wim Wenders-Engels durch ein verregnetes, unnatürlich leeres Berlin. Willem Dafoe dagegen taumelt so unberaten ausdrucksvoll durch den Film, dass man kaum hinsehen mag - als wäre alles Leben längst aus diesen Bildern gesaugt und jede Aufregung, jede schnelle Bewegung eine Peinlichkeit."

28. Oktober 2009 | THE DUST OF TIME • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film geht aufs Ganze und wird im Konkreten tönern, kritisiert Bert Rebhandl. "Unweigerlich leiden die Figuren unter der Konzeption. Sie bleiben Träger einer Idee, die zum Teil unfassbaren individuellen Erfahrungen, die Menschen im Gulag, auf der Flucht, beim Wiedersehen mit ihren Lebensmenschen gemacht haben, erscheinen bei Theo Angelopoulos wie durch einen Schleier des Historischen. Es gibt nur selten einen Moment, in dem er versucht, ihn wegzureißen. Elenis Flucht ist einer dieser Momente, aber das bleibt eine Episode in einem Werk, das aufs Ganze geht und dem das Konkrete deswegen tönern wird."

13. Februar 2009 | THE DUST OF TIME • Kritik • Berliner Zeitung

Hier gibt es bedeutungsschwangere Belanglosigkeiten zu sehen, meint Jens Balzer. "Den zweiten Teil der Trilogie, DER STAUB DER ZEIT, hat Theo Angelopoulos nun zeitsparender Weise in wesentlichen Teilen in Berlin gedreht, wo man auf schlechtes Wetter nicht lange wartet. Diesmal ist der vorherrschende Niederschlag nicht Regen, sondern Schnee; gelegentlich graupelt und grieselt es auch."

13. Februar 2009 | THE DUST OF TIME • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala nennt die Handschrift des Regisseurs fahrig. "Große Erwartungen auf majestätisch gleitende Kamerafahrten, auf unvergessliche Statistenchoreografien, auf überwältigende Bildfindungen für Schmerz und Einsamkeit weckte auch DER STAUB DER ZEIT: Doch auch ein Theo Angelopoulos kann überraschen. Nur: Muss ein Meister, der Erwartungen enttäuscht, nicht zugleich enttäuschen? Mag sein, dass er selber aus seinem Luxusgefängnis der Überlangfilme und Übergroßbilder ausbrechen wollte: Sein schneller geschnittenes, handlungsbetonteres und auch dialogbedürftigeres neues Werk jedenfalls lässt vieles vermissen."

01. Februar 2009 | THE DUST OF TIME • Kritik • Berlinale

Datenblatt des Films.

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