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UNBEUGSAM

UNBEUGSAM

Regie Edward Zwick
Kinostart 23.04.2009

Kritiken • UNBEUGSAM

24. Februar 2009 | UNBEUGSAM • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Wie David Gaertner feststellt, entwirft der Film "mit der Staffelung monotoner Baumreihen, mit der Darstellung kleiner Ortschaften und Gehöfte eine filmische Topografie, die dem Massenmord in Osteuropa im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild gibt, ohne Abbild sein zu wollen. Zweitrangig erscheint hier die Frage, wie realitätsgetreu Land und Bevölkerung in Szene gesetzt sind. Die Inszenierung des Schauplatzes des Völkermords gehorcht den filmischen Regeln, an denen der Regisseur Edward Zwick stets feine Neujustierungen vornimmt."

22. April 2009 | UNBEUGSAM • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist der Film ehrenwert gescheitert. "Erst haut man sich gegenseitig eine aufs Maul, dann kämpft man wiedervereint für die gemeinsam Sache. Eigentlich erzählt DEFIANCE von einem Bruderkonflikt. Jamie Bell gibt als Asael Bielski das Bindeglied zwischen Zus und Tuvia. Bielski ist die interessanteste Figur des Films, auch weil ihr als einziger eine Entwicklung und Tiefe zugestanden wird. Letztlich sieht man, wie tolle Kerle, die gut schießen können, Schwächere raushauen. Das ist nicht genug."

21. April 2009 | UNBEUGSAM • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß entdeckt so wenig Trauer, so viel Naivität wie selten in einem Holocaust-Film. "Wie es sich für das Handlungsdiktat des klassischen Actionschockers gehört, bezwingt der Kraftprotz in "Defiance" die Übermacht. Die kämpferische Rigorosität geht dabei mit einer moralischen einher. Doch bedurfte es tatsächlich nur eines ethisch einwandfreien Charismatikers, um dem systematischen Massenmord der Nazis ein Schnippchen zu schlagen? Und ist diese im Film implizierte Fragestellung nicht schon an sich eine Verharmlosung des Völkermords? Es sind deshalb gar nicht so sehr die historischen Ungenauigkeiten, die DEFIANCE zu einem äußerst zweifelhaften Vergnügen machen."

20. Februar 2009 | UNBEUGSAM • Kritik • film-dienst 05/2009

Für Mike Beilfuß büßt der Film "im unentschlossenen Schwanken zwischen Drama und Action einiges von seinem Potenzial ein. Während die Beziehung der Brüder untereinander durchweg glaubhaft dargestellt ist, zerfällt der Film ansonsten in zu viele dramaturgische Einzelteile. Der Aufbau des Dorfs, Zwist unter den Brüdern, das Anwachsen der Zahl der Flüchtlinge – für alles versucht Edward Zwick, eine Schablone in Form eines abweichenden filmischen Stilmittels zu finden. Etwas Action hier, etwas Drama dort und selbstverständlich dürfen auch die obligatorischen Liebesgeschichten nicht fehlen. Das ist durchaus ambitioniertes und teilweise auch großes Kino."

09. Februar 2009 | UNBEUGSAM • Kritik • programmkino.de

Reichlich konventionell, um nicht zu sagen altbacken, findet Marcus Wessel den filmischen Ansatz. Der Regisseur "vertraut auf das, was schon zahlreiche andere Holocaust-Filme in recht ähnlicher Weise vorgemacht haben. Er stellt Archivaufnahmen nationalsozialistischer Kriegsverbrechen, von Massenexekutionen und Deportationen, der eigentlichen Geschichte voran. Diese verläuft wiederum in den erwarteten Bahnen."

09. Februar 2009 | UNBEUGSAM • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel vermeldet viel Positives, "dass jüdischer Widerstand aufgezeigt wird; dass die weißrussischen Kollaborateure ihre verdiente Strafe erhielten; dass versucht wurde, ethische Prinzipien aufrecht zu erhalten; dass so viele Menschenleben gerettet wurden; dass Tuvia, Zus und die anderen jahrelang durchgehalten haben; dass gegen das Böse erbittert gekämpft wurde, obwohl die Lage mehr als einmal aussichtslos schien; weiter dass ein dramatischer Film zustande kam; dass der Regie die vielen Massenszenen gut gelangen; dass die Hauptdarsteller, darunter Daniel Craig als Tuvia, überzeugen."

03. Februar 2009 | UNBEUGSAM • Kritik • Jungle World

Laut Felice Naomi Wonnenberg bricht der Film mit dem Klischee des passiven Opfers. "Die jüdischen Charaktere sind hier nicht durchweg hilflos leidende Opfer mit überdurchschnittlichem Ethos, vielmehr verhalten sie sich individuell höchst unterschiedlich. Manche Männer und Frauen greifen zur – gestohlenen – Waffe, um für sich und die anderen Flüchtlinge Nahrung zu beschaffen. Andere verharren im Camp und hoffen auf die Hilfe der Stärkeren in der Gruppe. Die Opferrolle wird in diesem Film zugunsten der Darstellung von individuellem Handlungsspielraum zurückgedrängt."

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