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ZEITEN DES AUFRUHRS

ZEITEN DES AUFRUHRS

Regie Sam Mendes
Kinostart 15.01.2009

Kritiken • ZEITEN DES AUFRUHRS

15. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald sagt es unumwunden: Das eigentliche Ereignis ist Kate Winslet. Ihre April ist eine fragile, immer nervöser werdende amerikanische Hausfrau, ein bisschen eleganter und intelligenter vielleicht als die anderen und deutlich glamouröser als im Buch angelegt. Die mühsam gepflegte Fassade beginnt im Verlauf des Films heftig zu bröckeln, und Kate Winslet spielt deren endgültiges Zusammenfallen mit verstörender Intensität. Die Inszenierung von Sam Mendes, der mit Kate Winslet verheiratet ist und das Projekt mit ihr zusammen entwickelte, ist dabei kalt und präzise."

15. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film bebildert mit einer schönen, leisen Traurigkeit, wie das bürgerliche Leben die Paradiese der Boheme entzaubert, schreibt Birgit Glombitza. "Es ist eine wundervolle Kate Winslet, die den milchgesichtigen Leonardo DiCaprio an Psychologie und Strahlkraft von Anfang an in den Schatten stellt. Mit welcher Zermürbung sie an der Olive ihres Martinis kaut oder sich mit versteinerter Mine die vollen Lippen zu einem Sparkassenmund im zickigen Rot schminkt. Das hat eine Größe, gegen die sich Leonardo DiCaprios Spiel unscharf und harmlos ausnimmt."

15. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Kongenial nennt Susanne Ostwald die Verfilmung. "Seit ihrem letzten gemeinsamen Auftritt im Katastrophenschinken TITANIC (TITANIC Trailer) (1997) sind die beiden Schauspieler enorm gereift. Die Dialoge in ZEITEN DES AUFRUHRS (ZEITEN DES AUFRUHRS Trailer) sind messerscharf, und sie werden von den Darstellern zumeist treffend intoniert. Allein in einigen wenigen Szenen wirken Leonardo DiCaprios Textzeilen etwas aufgesagt. Kate Winslet jedoch beeindruckt durch ein eindringliches Spiel, mit dem sie ihrer Figur eine untergründig brodelnde Explosivität verleiht, jederzeit kurz vor der Eruption."

15. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Als würde der Regisseur dem intensiven Spiel seiner Darsteller letztendlich nicht trauen, hat sich er sich laut Katja Lüthge "vorsorglich abgesichert. Überdeutlich ist bisweilen die Filmsprache, wenn etwa April kurz vor dem ultimativen Ausweg in weißes Licht getaucht wird. Und obwohl erfreulich viel geraucht und getrunken wird und die Ausstattung, die Einrichtung, die Kostüme, die Hundertschaften nicht voneinander zu unterscheidender Hutträger, die morgens mit dem Zug in die Stadt zum Arbeiten fahren, ganz sicher auf authentische Weise gut sind, unterläuft dieser Wille zur Perfektion eher die beklemmend ausweglose Tristesse."

15. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Der Freitag

Für Matthias Dell ist dies ein Schauspielerfilm. Der Regisseur richtet mit viel Sorgfalt und kammerspielgleichem Raum den Film für seine Protagonisten ein. "Doch steckt genau in dieser Akkuratesse ein grundlegender Mangel: Die Deutlichkeit - mit derSam Mendes seine Welt von gestern inszeniert, in der weder die Geschlechterbeziehungen noch die Rolle des psychisch Kranken als mirakulösem Wahrsager aktualisiert sind - lässt keine Fragen offen. Jedem Gesichtsausdruck kann eine Entscheidung zugeordnet werden, jedes Bild versteht sich durch sich selbst. Der Besuch von ZEITEN DES AUFRUHRS (ZEITEN DES AUFRUHRS Trailer) ist der Gang durch ein Museum, das pädagogisch wertvoll all seine Exponate bis ins Letzte erklärt."

15. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland bezeichnet den Film als Lehrbeispiel für jede Literaturverfilmung. Der Regisseur hat "elegant und werktreu in bewundernswerter Weise verfilmt - die Dekors blieben erhalten und doch ist dies ein völlig gegenwärtiger Film, der von Menschen, Problemen und existentiellen Fragen erzählt, in denen jeder Zuschauer sich selbst wiedererkennen kann. ... Was im Text innerer Monolog oder Gedanke ist, wird im Film nicht in Dialog verwandelt, sondern in Ausdruck und Geste der Darsteller, in eine Bewegung, ein Innehalten, ein kurzes Atmen der keineswegs aufdringlichen Kamera von Roger Deakins oder einen kommentierenden, distanzierenden oder umgekehrt Kontakt unvermittelt herstellenden Bildschnitt."

15. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Die Zeit

Kati Thielitz fragt: Gibt es den Himmel, oder muss man sich mit der Vorhölle zufriedengeben? "Das intensive Spiel des Duos Kate Winslet/Leonardo DiCaprio gerät zur Charakterstudie zweier Menschen, die darüber verzweifeln, dass sie den Sinn ihres Lebens vergessen haben. Leonardo DiCaprio arbeitet die Gefühlswelt Franks exzessiv mit jedem einzelnen Gesichtsmuskel heraus. April wirkt dagegen dezenter und tiefgründiger. Kate Winslet spielt die Entwicklung ihrer Rolle nicht, sie durchlebt sie. Gerade hat sie dafür den Golden Globe gewonnen."

14. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Berliner Zeitung

Allzu gehorsam geht der Regisseur laut Carmen Böker mit der Vorlage um. "Doch angesichts der ungeschönten Intensität, mit der Kate Winslet und Leonardo DiCaprio sich aufeinander beziehen in ihrem Spiel, einander mit kleinsten Gesten in Schach halten, werden alle pastellfarbenen Kostümchen und nachbarschaftlichen Cocktailstunden noch belangloser. Natürlich ist "Zeiten des Aufruhrs" eine Art Fortsetzung von TITANIC (TITANIC Trailer), hinsichtlich der Fragen, wie eine stürmische Leidenschaft im Alltag überleben kann oder ob Liebe auf Dauer nur wohltemperiert bekömmlich ist."

13. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh lobt Sam Mendes: "Ein Regisseur mit einer ausgeprägten Vorliebe für tableauhafte Bilder, in denen er nichts dem Zufall überlässt. Das selbstzerstörerische Wirken der Wheelers fasst er in Einstellungen, die sie und ihr stylishes Ambiente wie in einem Coffetable-Book festhalten, aus dem es kein Entkommen gibt. Das Vorhaben des Paares, aus dem verhassten Alltag der Vorstadt auszubrechen, um nach Paris zu gehen, löst sich denn auch alsbald in Luft auf."

13. Januar 2009 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • Der Spiegel

Elke Schmitter ist des Lobes voll: Dem Regisseur gelingt es, mit Ausstattung und den Schauspielern ein Zeitalter zu rekonstruieren. Alles "passt: die großen, eiscremefarbenen Autos, die gepflegten neuen Häuser in den endlosen Vorstädten, die weichen Hüte der Herren, die adretten Frisuren der Damen. Der britische Regisseur Sam Mendes und sein Staraufgebot um Kate Winslet und Leonardo DiCaprio haben es an nichts fehlen lassen, um die guten Zeiten der USA - Wohlstand und Anstand und für jeden einen Kühlschrank mit Eisfach - auf die Leinwand zu bringen, so wie der amerikanische Autor Richard Yates sie in seinem Debüt "Zeiten des Aufruhrs" (1961) über die Erosion einer Ehe charakterisierte."

31. Dezember 2008 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • critic.de

Die Kamera stellt eine nahezu peinliche Intimität sowie beengende Nähe zu den Figuren her, stellt Arwen Haase fest. Sam Mendes’ "Präferenz für nahe Einstellungen verweist darauf, dass er weniger daran interessiert ist, die Beziehungen zwischen den Figuren zu verdeutlichen als sich vielmehr auf deren Psychologie zu konzentrieren. Dem Auge der Kamera entgeht nichts – nicht einmal das Zucken eines Lides oder eine sich eingrabende Zornesfalte auf der Stirn. Was es sieht, nimmt es begierig auf."

01. Dezember 2008 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. Dezember 2008 | ZEITEN DES AUFRUHRS • Kritik • programmkino.de

Laut Marcus Wessel inszeniert der Regisseur das Scheitern einer Beziehung wie ein intimes Bühnenstück. "Der Fokus liegt dabei von der ersten bis zur letzten Minute auf den Darstellern. Diese danken es ihm mit durchweg hochklassigen Leistungen. Für Kate Winslet, die schon seit Jahren völlig zu Unrecht auf ihren TITANIC (TITANIC Trailer)-Auftritt reduziert wird, erweist sich die Rolle der Desperate Housewive gar als schauspielerischer Durchmarsch. Sowohl in den kurzen Momenten des Glücks als auch in Momenten der totalen Verzweiflung verschwindet sie ganz hinter ihrer Rolle. Wir sehen und fühlen Aprils Wut, Aprils Schmerz und Aprils Einsamkeit, wenn sie suchend und hilflos in die Kamera blickt. Leonardo DiCaprio wiederum bricht einmal mehr mit seinem Sunnyboy-Image."

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